| Erste Ermüdungserscheinungen |
| Die Serie an neuen Rekordständen der letzten Tage ging beim DAX® gestern zu Ende.
Gleichzeitig fiel die gestrige Handelsspanne mit nur gut 60 Punkten unterdurchschnittlich
aus und verblieb zudem innerhalb des Pendants des Vortages („inside day“). Letztlich
sind dies alles Indizien, dass am deutschen Aktienmarkt eine Atempause zusehends wahrscheinlicher
wird. In die gleiche Kerbe schlagen derzeit die kurzfristigen Indikatoren MACD und
RSI, die auf Stundenbasis eine negative Divergenz ausweisen, indem die jüngsten Allzeithochs
nicht mehr durch entsprechende Indikatorenwerte bestätigt wurden. Besonders bei Notierungen
unterhalb der Marke von 12.700 Punkten – gleichbedeutend mit einer negativen Auflösung
des angeführten Innenstabs – sollten Anleger nach Rückzugsbereichen Ausschau halten.
Als ein solcher ist dabei zunächst die Parallelverschiebung des Aufwärtstrends seit
Februar (akt. bei 12.608 Punkten) – eingezeichnet über die Hochpunkte vom Mai 2016,
Januar 2017 sowie April 2017 – ins Feld zu führen. Danach definieren die alten Ausbruchsmarken
bei 12.391/76 Punkten die nächste Haltezone. Solange die zuletzt genannte Bastion
aber nicht verletzt wird, ist die vorliegende DAX®-Rally weiter absolut intakt. |
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DAX® (Daily) |
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| Dreieck als Orientierungshilfe |
| Die 200-Tages-Linie (akt. bei 6,94 EUR) hat die E.ON-Aktie jüngst als Sprungbrett
nutzen können. Dennoch hat die seitliche Schiebezone der letzten Monate weiterhin
Bestand. Einen Fingerzeig, dass sich dies ändern könnte, würde ein nachhaltiger Sprung
über den kurzfristigen Abwärtstrend seit Anfang März (akt. bei 7,39 EUR) liefern.
Im Erfolgsfall dürfte das bisherige Jahreshoch bei 7,59 EUR nur eine Durchgangsstation
auf dem Weg nach Norden darstellen, zumal von Indikatorenseite aktuell einige hoffnungsvolle
Signale kommen. Hervorheben möchten wir in diesem Zusammenhang den Bruch des Abwärtstrends
im Verlauf des RSI sowie das neue Einstiegssignal seitens des MACD. Der nächste markante
Widerstandsbereich wartet danach erst wieder im Bereich der Hochpunkte vom Juli und
Januar 2016 bei 8,53/8,66 EUR. Solange eine positive Weichenstellung auf sich warten
lässt, müssen wir allerdings auch die Unterstützungen aus der o. g. langfristigen
Glättungslinie, verschiedenen Hoch- und Tiefpunkten bei knapp 7 EUR, dem ehemaligen
Abwärtstrend seit September 2014 (akt. bei 6,37 EUR) sowie dem historischen Tiefstand
bei 5,99 EUR betonen. Bei der Auswahl von Anlagezertifikaten sollten Investoren diesen
Rückzugsbereichen Rechnung tragen. |
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E.ON (Daily) |
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| Es ist vollbracht! |
| Die Trendwende bei der Leoni-Aktie hatten wir zuletzt mehrfach konstruktiv begleitet
(siehe u. a. „Daily Trading“ vom 21. und 28. März). Mit der dynamischen weißen Tageskerze
von gestern hat der Titel nun sogar das langfristige Ziel in Form eines Schließens
der großen Kurslücke vom Oktober 2015 erreicht und damit gleichzeitig auch das Kurspotential
aus der Bodenbildung des vergangenen Jahres ausgeschöpft. Da die trendfolgenden Indikatoren
MACD und Aroon in allen von uns betrachteten Zeitebenen (Tag, Woche, Monat) „long“
positioniert sind, können Anleger weiter am Ball bleiben. Die nächsten Widerstände
bestehen nun bei 60,60/61,44 EUR (Hochpunkte des Jahres 2014) bzw. danach bei 63,57
EUR (bisheriges Allzeithoch). Allerdings sollten Anleger nicht zu sorglos agieren.
Schließlich notiert der RSI inzwischen tief im überkauften Bereich und zeigt darüber
hinaus bereits eine divergente Entwicklung. Vor diesem Hintergrund gewinnt das Money
Management an Bedeutung. Um bisher aufgelaufene Gewinne zu sichern, kann der Stopp-Loss
für bestehende Engagements auf das Niveau der unteren Gapkante der gestrigen Aufwärtskurslücke
(51,57 EUR) nachgezogen werden. |
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LEONI (Daily) |
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