31.03.2016 08:00
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DAX® - Februartief als wichtiges Markt-Low

Februartief als wichtiges Markt-Low
Seit Tagen pendelt der DAX® um die Marke von 10.000 Punkten. Der Respekt, den das Aktienbarometer der psychologischen Hürde bzw. den charttechnisch bedeutenderen Barrieren in Form der jüngsten Verlaufshochs bei 10.095/10.112 Punkten, der 38,2%-Korrektur des gesamten Abwärtsimpulses (10.109 Punkte) sowie dem Dezembertief bei 10.122 Punkten derzeit entgegenbringt, gibt uns die Gelegenheit, das „große Bild“ zum Ende des 1. Quartals zu betrachten. Im Februar hatten die deutschen Standardwerte ein Candlestickumkehrmuster in Form eines sog. „Hammers“ ausgeprägt, dessen Tief (8.699 Punkte) fast punktgenau den langfristigen Aufwärtstrend seit März 2009 (akt. bei 9.006 Punkten) bestätigte. Da der Kerzenkörper vom März das Pendant des Vormonats umschließt („bullish engulfing“), liefert die Candlestickanalyse ein weiteres Indiz dafür, dass das o. g. Jahrestief ein wichtiges zyklisches Tief markiert. Um dem Chartverlauf der deutschen Standardwerte allerdings wieder ohne jedes „wenn und aber“ einen „bullishen“ Grundanstrich zu verpassen, müsste der seit April 2015 bestehende Korrekturtrend (akt. bei 10.952 Punkten) überwunden werden, denn dann wäre die gesamte Verschnaufpause des letzten Jahres unter dem Strich als (aufwärts-)trendbestätigende Flagge zu interpretieren.
 
 
  DAX® (Monthly)  
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Wichtige Vorlauffunktion
Der langfristige Chartverlauf des DAX® stellt aber nur den Auftakt zur heutigen Sonderausgabe unseres Newsletters dar. Regelmäßige Leser des „Daily Trading“ wissen, dass wir im technischen Jahresausblick eine sehr skeptische Grundhaltung einnahmen. Aktuell sind wir nicht mehr so vorsichtig wie zu Jahresbeginn, sondern nehmen eher eine neutrale Positionierung ein. Das liegt in erster Linie an einigen Schlüsselcharts, die aktuell wichtige „Schaltstellen“ zur Disposition stellen. Gelingt es die Kernwiderstände zu überwinden, könnte das bisher schwierige Aktienjahr 2016 fortan einen deutlich entspannteren Verlauf nehmen. Doch der Reihe nach: Im Jahresausblick bemängelten wir die negative Divergenz zwischen Dow Jones Industrial Average auf der einen und Dow Jones Transport auf der anderen Seite. Angelehnt an die Dow-Theorie geben die Transporttitel oftmals die Richtung des großen Bruders vor. Deshalb ist es wichtig, dass der Transport Index die Belastungsprobe in Form des Tests des Aufwärtstrends seit Juli 2009 (akt. bei 6.974 Punkten) im Januar und Februar 2016 erfolgreich gemeistert hat. Als Beleg für diese These werten wir das auf Quartalsbasis zu Buche stehende „Hammer“-Candlestickumkehrmuster.
 
 
  Dow Jones Transportation (Monthly)  
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Schlüsselbarrieren vor der Brust
Was aus charttechnischer Sicht jetzt noch fehlt, ist ein nachhaltiger Spurt über den Korrekturtrend des vergangenen Jahres (akt. bei 7.876 Punkten). Im Erfolgsfall wäre die gesamte Korrektur – analog zum DAX® – letztlich als Flaggenkonsolidierung zu interpretieren (siehe Chart). Kommt die Vorlauffunktion dann auch zum Tragen, dürften die Transportwerte perspektivisch das bisherige Rekordhoch bei 9.310 Punkten wieder ins Visier nehmen. Im Dunstkreis einer ähnlich bedeutsamen Widerstandszone notiert aktuell auch der MSCI World: Nachdem das Weltaktienbarometer die im Januar vervollständigte Schulter-Kopf-Schulter-Formation mit der Rückeroberung der Tiefs bei 1.546/72 Punkten zügig negieren konnte, steht nun der Abwärtstrend seit Juni 2015 (akt. bei 1.644 Punkten) zur Disposition. Im Zusammenspiel mit dem 50%-Fibonacci-Retracement der gesamten Abwärtsbewegung (1.637 Punkte) sowie der 38-Wochen-Linie (akt. bei 1.642 Punkten) entsteht hier die u. E. entscheidende Kumulationszone. Zwar zeugt die zuletzt ausgeprägte „inside week“ vom Widerstandscharakter der angeführten Hürden, deren Überwinden kein Selbstläufer werden dürfte. Ein erfolgreicher Befreiungsschlag sollte aber die Korrekturphase des letzten Jahres vergessen machen.
 
 
  MSCI World (Weekly)  
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Enge Grenzen
In diesem Zusammenhang halten wir den Jahreschart des Dow Jones für einen weiteren Schlüsselchart. Schließlich zeigen die amerikanischen Standardwerte das interessante Phänomen, dass sowohl die letzten beiden Jahreshochs als auch die entsprechenden -tiefs sehr dicht beieinanderlagen. Während auf der Oberseite zwischen den Hochs der letzten beiden Jahre immerhin noch fast 250 Punkte liegen, schmilzt die Differenz zwischen den Tiefs auf gerade einmal 29 Punkte zusammen (15.370 zu 15.341 Punkte). Da darüber hinaus die Schwankungsbreite im bisherigen Jahresverlauf innerhalb der Handelsspanne von 2015 verbleibt, scheinen die US-Standardwerte nach der Rally der letzten Jahre in eine Konsolidierungsphase – und zwar über die Zeitachse – übergegangen zu sein. Mit anderen Worten: Der Dow Jones sammelt neue Kraft für den Ausbruchsfall. Wohingegen Anleger die o. g. Tiefpunkte als strategische Absicherung heranziehen können, würde ein Spurt über die Hochs von 2014 und 2015 bei 18.103/351 Punkten neues Aufwärtsmomentum entfachen. Interessant sind derzeit die aktuellen CoT-Daten, die den internationalen Aktienmärkten an den skizzierten Schlüsselmarken durchaus unter die Arme greifen könnten.
 
 
  Dow Jones Industrial Average (Annually)  
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In Schlagdistanz zum Allzeithoch
Die von der U.S. Commodity Future Trading Commission veröffentlichen Zahlen zeigen, dass die Kleinspekulanten beim S&P 500® derzeit „short“ positioniert sind. In der Vergangenheit war eine solche Konstellation gleichermaßen selten wie auch ein guter Nährboden für steigende Aktienmarktnotierungen. Zumindest scheinen die Kurse dank der skeptischen Grundhaltung der Kleinspekulanten aktuell gut nach unten abgesichert zu sein. Aus dem Anfang März vervollständigten Doppelboden ergibt sich beim S&P 500® unverändert ein Kursziel von knapp 2.100 Punkten. Von diesem Niveau aus ist es dann kaum mehr als ein Wimpernschlag bis zu den historischen Hochständen bei gut 2.130 Punkten, deren Überwinden die Seitwärtsphase der letzten zwei Jahre zu den Akten legen würde. Die diskutierten Charts befinden sich allesamt an charttechnisch extrem wichtigen Hürden. Die Kursverläufe zeigen deshalb mögliche Auswege aus dem skeptischen Jahresausblick 2016 auf. Um es allerdings klar zu sagen: Bei den angeführten Widerständen handelt es sich um klassische „make or break“-Marken, d. h. nur der Sprung über die Hürden hellt die charttechnische Ausgangslage nachhaltig auf.
 
 
  S&P 500® (Weekly)  
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