28.10.2016 08:00
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DAX® - Geduld ist erste Anlegerpflicht

Geduld ist erste Anlegerpflicht
Der DAX® zeigte gestern die spiegelbildliche Entwicklung wie am Vortag. Schließlich startete das Aktienbarometer zunächst einen Angriffsversuch auf der Oberseite, konnte das Tageshoch (10.773 Punkte) aber nicht verteidigen. In der Konsequenz ergibt sich auf Tagesbasis eine Kerze mit markantem Docht, welche den Respekt der Marktteilnehmer vor dem flach verlaufenden Korrekturtrend seit August (akt. bei 10.738 Punkten) unterstreicht. Um neue Aufwärtsdynamik zu entfachen, ist deshalb die Rückeroberung der beschriebenen Trendlinie vonnöten. Für ein charttechnisch noch bedeutenderes Signal würde ein Spurt über die beiden Verlaufshochs vom Wochenbeginn bei 10.820/28 Punkten sorgen, womit dann auch das alte Jahreshoch von Mitte August bei 10.802 Punkten endgültig überwunden wäre. Als Lohn der Mühen winkt im Erfolgsfall ein Anlauf auf das Hoch vom November 2015 bei 11.431 Punkten. Allerdings wandelt der DAX® derzeit auf einem schmalen Grat. So gilt es unverändert, ein Abgleiten unter das Tief vom 26. Oktober bei 10.632 Punkten zu verhindern. Ansonsten müssen Anleger von einer Ausdehnung der Verschnaufpause bis zur 38-Tages-Linie (akt. bei 10.553 Punkten) ausgehen.
 
 
  DAX® (Daily)  
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Läuft und läuft und läuft
Einmal etablierte Trends tragen oftmals sehr viel weiter als sich das Investoren zunächst vorstellen können. Ein gutes Beispiel für diese These stellt die Sixt-Aktie dar, die seit Jahren wie ein Schweizer Uhrwerk läuft. Aus charttechnischer Sicht gibt es auch weiterhin nichts zu meckern. Im Gegenteil: Zuletzt entstanden dank des Spurts auf ein neues Allzeithoch (55,56 EUR) sowie der „bullishen“ Auflösung eines aufsteigenden Dreiecks (siehe Chart) nochmals prozyklische Einstiegssignale. Der Ausbruch auf der Oberseite wird dabei durch die Konstellation im „HSBC Trendkompass“ untermauert, der eine idealtypische Haussephase signalisiert. Da auch die Trendfolger MACD und Aroon „long“ positioniert sind, dürfte der Titel das „Ende der Fahnenstange“ noch nicht erreicht haben. Im „uncharted territory“ jenseits des alten Rekordstandes von 53,73 EUR definieren die Fibonacci-Projektionen der Verschnaufpause von November 2015 bis Februar 2016 (57,27 EUR bzw. 60,88 EUR) die nächsten Etappenziele. Aus der Höhe des aufsteigenden Dreiecks ergibt sich sogar ein rechnerisches Anschlusspotential bis in den Bereich von 66 EUR. Um die Steilvorlage nicht leichtfertig zu verspielen, sollte die Aktie in Zukunft nicht mehr unter das 2015er-Hoch bei 51,43 EUR zurückfallen.
 
 
  Sixt (Weekly)  
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Tradingrange als Taktgeber
Im letzten Quartal 2014 hat der USD-Index, der die Kursentwicklung der US-Valuta im Vergleich zu den sechs Haupthandelswährungen (EUR, GBP, CHF, JPY, CAD, SEK) abbildet, eine idealtypische Bodenbildung abgeschlossen. Auf einen ersten scharfen Kursanstieg bis März 2015 folgte eine bis heute andauernde seitliche Schiebezone. Als Begrenzungen fungieren dabei die Tiefpunkte bei 93/92 Punkten bzw. die 2015er-Hochs bei 100/101 Punkten. Das untere Ende der Tradingrange harmoniert dabei bestens mit dem Hoch vom November 2005. Da es sich um ein klassisches Konsolidierungsmuster handelt, dürfte dessen Auflösung für den nächsten großen Bewegungsimpuls sorgen. Interessanterweise können die Tiefs vom August 2015 sowie vom Mai 2016 letztlich als Pullback an den gebrochenen Abwärtstrend seit Mitte der 1980er Jahre interpretiert werden, wodurch unter dem Strich der Bruch des Baissetrends eine Bestätigung findet. Deshalb favorisieren wir aktuell einen Anlauf auf die runde 100er-Marke. Aber erst der Ausbruch aus der beschriebenen Schiebezone dürfte für neue Dynamik sorgen. Schließlich lässt sich aus deren Höhe ein rechnerisches Anschlusspotential von rund 8 Punkten ableiten. Ein wichtiges Etappenziel markiert dabei die Parallele (akt. bei 105 Punkten) zum Aufwärtstrend seit 2011.
 
 
  USD Index (Monthly)  
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