06.06.2016 08:00
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DAX® - Gerade noch einmal die Kurve bekommen?

Gerade noch einmal die Kurve bekommen?
Unser Szenario einer konstruktiven Verschnaufpause wurde nach den amerikanischen Arbeitsmarktzahlen am Freitag einer Belastungsprobe unterzogen. Nach dem Schließen der jüngsten Ausbruchslücke bekam der DAX® aber gerade noch einmal die Kurve. Ohne eine Verletzung der Schlüsselunterstützungen aus dem ehemaligen Abwärtstrend seit April 2015 (akt. bei 10.085 Punkten), diversen Hoch- und Tiefpunkten sowie der 200-Tages-Linie (akt. bei 10.096 Punkten) auf Schlusskursbasis favorisieren wir unverändert das zuletzt skizzierte Ausbruchsszenario. Zum Wochenauftakt könnte dem Aktienbarometer dabei das anstehende positive Schnittmuster zwischen den Glättungslinien der letzten 38 und 200 Tage helfen. Bleibt es bei dem am Freitag gesehenen Pullback an die alten Ausbruchsmarken, dürften die deutschen „blue chips“ schon bald die jüngsten beiden Verlaufshochs bei 10.365 bzw. 10.474 Punkten ins Visier nehmen. Allerdings gibt es auf der Unterseite keinen Spielraum mehr für eine weitere Kursschwäche. Mit anderen Worten: Bei einem Rückfall unter die o. g. Schlüsselmarken steht auch der Erholungstrend seit Februar (akt. bei 9.921 Punkten) zur Disposition.
 
 
  DAX® (Daily)  
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Aufwärtstrend intakt
Zuletzt lief der Euro-BUND-Future vornehmlich seitwärts. Positiv zu verbuchen ist dabei allerdings, dass der Aufwärtstrend seit Juni 2015 (akt. bei 162,80) unverändert Bestand hat bzw. zum Monatsultimo April/Mai sogar nochmals bestätigt wurde. Die jüngste Konsolidierungsphase trägt darüber hinaus die Züge eines aufsteigenden Dreiecks (siehe Chart). Als obere Begrenzung dieses Chartmusters fungieren die jüngsten beiden Verlaufshochs bei 164,49/60. D. h. ein nachhaltiger Sprung über die angeführten Hürden würde dem Zinsbarometer zusätzlichen Rückenwind verleihen. Nach den Schließen der verbliebenen Kurslücke vom Rolltermin im März (obere Gapkante bei 165,22) rückt im ersten Schritt das Hoch vom 11. Februar bei 166,16 auf die Agenda. Rein rechnerisch lässt das aus dem Konsolidierungsmuster ableitbare Kurspotential sogar ein Wiedersehen mit dem bisherigen Allzeithoch bei 166,63 erwarten. Unter Tradinggesichtspunkten gilt es zwar bereits einen Rückfall in das beschriebene Dreieck zu verhindern, ernsthaften Schaden erleidet der Euro-BUND-Future allerdings erst bei einem Bruch des eingangs erwähnten Haussetrends.
 
 
  Euro-BUND-Future (Daily)  
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Licht am Ende des Tunnels?
Nach einer sehr langen Durststrecke seit Januar 2008, in der sich die RWE-Aktie gezehntelt hat, ist der Versorger aus charttechnischer Sicht wieder einen Blick wert. Durch die technische Brille betrachtet, befindet sich das Papier aktuell zumindest in einer Stabilisierungsphase. Festmachen lässt sich diese Einschätzung gleich an mehreren Faktoren. Beispielsweise ist die Umsatzentwicklung absolut bemerkenswert. Während auf Monatsbasis im vergangenen September das höchste jemals verzeichnete Volumen festzustellen war, lagen die Börsenumsätze in den letzten drei Quartalen sogar jeweils höher als die bis dahin gültige Absatzspitze vom 1. Quartal 2008. Unter dem Strich spricht derzeit also einiges für eine sog. „selling climax“, die den dynamischen Baissetrend seit 2008 beenden dürfte. Zumindest eine Pause im bestehenden Baissetrend legt die Konstellation bei den Bollinger Bändern nahe. Hier ist der Abstand zwischen den Begrenzungen des Volatilitätsindikators ebenfalls auf Rekordniveau angewachsen. Die hohe (Abwärts-)Trenddynamik ist deshalb kaum noch zu steigern bzw. über einen längeren Zeitraum durchzuhalten. (Fortsetzung siehe unten)
 
 
  RWE (Monthly)  
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Stabilisierung schreitet voran
Um den Themenkomplex der Indikatoren abzuschließen, möchten wir noch auf das Kaufsignal des RSI eingehen. Der MACD schickt sich aktuell an diesem Beispiel zu folgen und zwar nachdem der Trendfolger zuvor bereits eine langjährige positive Divergenz ausgeprägt hatte (siehe Chart). Das letzte Stabilisierungsargument liefern die letzten Monatskerzen. So wurde im Oktober 2015 eine Handelsspanne gesetzt, in der seither alle Monatskerzen ausgeprägt wurden, so dass letztlich eine ganze Serie von „inside month“ entsteht. Im Anschluss an einen solch dramatischen Kursverfall liefert dieses Phänomen einen wichtigen Fingerzeig dafür, dass sich die Kräfteverhältnisse zwischen Bären und Bullen verschieben. Um allerdings von einer abgeschlossenen Bodenbildung sprechen zu können, ist eine „bullishe“ Auflösung der beschriebenen Innenstäbe mit Notierungen jenseits der Marke von 14,09 EUR vonnöten. Aber selbst ohne diesen Befreiungsschlag lassen sich mit dem Basiswert derzeit attraktive Seitwärtsrenditen erzielen. Das Tief vom Mai 1988 dient dabei in Kombination mit dem historischen Allzeittief vom September 2015 bei 9,21/9,13 EUR als extrem massive Unterstützungszone, welche durchaus als Stopp-Level herangezogen werden kann.
 
 
  RWE (Monthly)  
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Quelle

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