| Immer weiter Richtung Norden |
| Am Ende aller Tage ist die Technische Analyse ein gutes Disziplinierungsinstrument, um möglichst lange an etablierten Trends festzuhalten. Dafür kann der gestrige Handelstag als Beleg herangezogen werden, denn trotz des Reißens der Serie von 12 weißen Tageskerzen in Folge am Vortag gelang dem DAX® gestern erneut ein neuer Rekordstand (12.783 Punkte). Per Saldo ist der Aufwärtstrend damit weiterhin absolut intakt – eine Feststellung, die Anleger auch an der guten alten Dow-Theorie festmachen können. So brachte jeder Handelstag im Mai ein höheres Hoch und ein höheres Tief. Für Charles Dow war dies die idealtypische Konstellation in einem Haussetrend. Das nächste Ziel steckt nun die runde 13.000er-Marke ab, während die Parallele (auf Wochenbasis akt. bei 13.189 Punkte) zum steilen Haussetrend seit Ende Juni 2016 sogar noch etwas mehr Luft nach Norden lässt. Auf der Unterseite ergibt sich dagegen die erste Rückzugslinie in Form der Parallelverschiebung des Aufwärtstrends seit Februar (akt. bei 12.598 Punkten) – eingezeichnet über die Hochpunkte vom Mai 2016, Januar 2017 sowie April 2017. Danach bilden die alten Ausbruchsmarken bei 12.391/76 Punkten den nächsten DAX®-Auffangbereich. |
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DAX® (Daily) |
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| 0,5 %-Marke als Taktgeber |
| Seit rund einem halben Jahr schwankt die 10-jährige Rendite Deutschland zwischen 0,15 % auf der Unter- und 0,50 % auf der Oberseite. Der „Dreh“ auf Basis der 38-Wochen-Linie (akt. bei 0,23 %) sowie die folgende Aufwärtskurslücke (0,26 % zu 0,29 %) unterstreichen aktuell die Ambitionen der Bullen. Wirklich steigende Rendite müssen Investoren allerdings erst einkalkulieren, wenn die beschriebene Schiebezone nach oben verlassen wird. Rein rechnerisch eröffnet sich dann ein kalkulatorisches Anschlusspotential von 0,35 %. Interessanterweise harmoniert das aufgezeigte Kurspotential bestens mit der Widerstandszone aus der 200-Wochen-Linie (akt. bei 0,75 %), verschiedenen zyklischen Hochs von 2015 zwischen 0,74 % und 0,82 % sowie dem seit Sommer 2008 dominierenden Abwärtstrend (akt. bei 0,85 %). Der Sprung über dieses Barrierenbündel käme zweifelsfrei einem charttechnischen Meilenstein gleich, ist derzeit allerdings noch Zukunftsmusik. Um die untere Begrenzung der eingangs angeführten Tradingrange nicht wieder auf die Agenda zu bringen, sollte die 10-jährige Rendite in Zukunft das o. g. Aufwärtsgap nicht mehr schließen. |
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10 jährige Rendite Deutschland (Weekly) |
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| Es ist geflaggt! |
| Auf Basis der 200-Tages-Linie (akt. bei 109,32 JPY) hat der US-Dollar im Vergleich zur japanischen Valuta zuletzt die Kurve bekommen. Seither befindet sich der Greenback im Aufwärtsmodus und hat dabei die nächste positive Weichenstellung geliefert. Als solche werten wir den Bruch des seit Jahresbeginn bestehenden Korrekturtrends (akt. bei 112,79 JPY), wodurch die gesamte Verschnaufpause seither letztlich als klassische Korrekturflagge interpretiert werden kann (siehe Chart). Interessant ist in diesem Kontext auch ein Blick auf den Monatschart des Währungspaars: Während im April ein „Hammer“-Umkehrmuster ausgeprägt wurde, arbeitet der trendfolgende MACD in diesem Zeitfenster aktuell an einem neuen Einstiegssignal. Der Abschluss des beschriebenen Konsolidierungsmusters legt perspektivisch ein Wiedersehen mit dem zyklischen Hoch vom Dezember vergangenen Jahres bei knapp 119 JPY nahe. Auf dem Weg in diese Region definieren die verschiedenen Hoch- und Tiefpunkte zwischen 115,56 JPY und 116,46 JPY ein wichtiges Etappenziel, zumal auch zwei unterschiedliche Fibonacci-Retracements (115,62/116,17 JPY) in dieses Kursband fallen. Um die jüngste Steilvorlage nicht leichtfertig zu verspielen, sollte der US-Dollar zum japanischen Yen in Zukunft nicht mehr unter den o. g. Korrekturtrend zurückfallen. |
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USD/JPY (Daily) |
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| Mehrfach bestätigter Ausbruch |
| Die am vergangenen Freitag beschriebene Dreieckskonsolidierung hat die Aktie der Deutschen Telekom inzwischen nach oben aufgelöst (siehe „Daily Trading“ vom 5. Mai). Für ein besonderes Ausrufezeichen hinter der beschriebenen positiven Weichenstellung sorgt die jüngste Kurslücke (16,61 EUR zu 16,64 EUR), mit welcher der Ausbruch erfolgte. Aber auch die gegenwärtige Indikatorenkonstellation unterstreicht die Ambitionen der Bullen. So können Anleger gemäß der objektiven Kriterien des „HSBC Trendkompass“ (Relative Stärke nach Levy und Momentum) von einem idealtypischen Aufwärtstrend ausgehen. Im Verlauf der Relativen Stärke wurde jüngst zudem eine Korrekturflagge nach oben aufgelöst. Rein rechnerisch eröffnet die Auflösung der eingangs angeführten Dreieckskonsolidierung ein kalkulatorisches Anschlusspotential von gut 1 EUR, so dass die Mehrjahreshochs von 2015 bei 17,54/63 EUR perspektivisch wieder auf die Agenda rücken. Ein Sprung über diese Hürden käme dem ganz großen charttechnischen Befreiungsschlag gleich, denn im Erfolgsfall wäre die große Bodenbildung seit Beginn des Jahrtausends abgeschlossen. Eine enge Absicherung auf Basis des o. g. Aufwärtsgaps sichert gleichzeitig ein attraktives Chance-Risiko-Verhältnis. |
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Deutsche Telekom (Weekly) |
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