| Jeden Tag ein neues Gap |
| Jetzt ist es in Stein gemeißelt: Gestern musste der DAX® das dritte Abwärtsgap in Folge (9.657 zu 9.621 Punkte) verkraften. In den letzten 15 Jahren war dies nur einmal zuvor zu beobachten – im März 2011 in den Tagen der Atomkatastrophe von Fukushima. Die beschriebene Serie von Kurslücken zeugt von einem hohen Grad an Unsicherheit bzw. sogar Angst der Marktteilnehmer. Dennoch ist es u. E. zu früh dieses Phänomen als Kontraindikator zu interpretieren. Schließlich mussten die deutschen Standardwerte erneut ein neues Verlaufstief hinnehmen. Darüber hinaus liegt derzeit ein Doppeltopp vor, aus dem sich ein kalkulatorisches Abschlagspotential bis in den Bereich von rund 9.100 Punkten ableiten lässt. Vor diesem Hintergrund definieren das Apriltief bei 9.485 Punkten bzw. die horizontalen Unterstützungen bei gut 9.300 Punkten nur Etappenziele auf dem Weg nach Süden. Das zuvor angedeutete Abschlagspotential harmoniert zudem gut mit der Kurslücke von Mitte Februar bei 9.079/8.968 Punkten. Obwohl heute eine Erholung zu erwarten ist, haben die Bären derzeit doch die besseren Argumente auf ihrer Seite. Um dies zu ändern, müsste der DAX® wenigstens die Nackenlinie des o. g. Doppeltopps bei 9.737 Punkten zurückerobern. |
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DAX® (Daily)
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| Trendlinie wackelt beträchtlich |
| Mehrfach hat sich der EuroStoxx 50® zuletzt an der internen Trendlinie (akt. bei 3.190 Punkten), welche diverse Tiefpunkte der letzten drei Jahre verbindet, die Zähne ausgebissen. Unter dem Strich muss deshalb ein nahezu idealtypischer Pullback an den ehemaligen Aufwärtstrend konstatiert werden. Damit behält auch die im Chartverlauf eingezeichnete Schulter-Kopf-Schulter-Formation zweifelsfrei ihre Gültigkeit. Vor diesem Hintergrund rückt nun der Basisaufwärtstrend seit Herbst 2011 (akt. bei 2.849 Punkten) in den Fokus. Ein nachhaltiger Bruch dieser Trendlinie würde den europäischen Standardwerten die nächste Breitseite verpassen, so dass sich Anleger dann auf ein Wiedersehen mit dem bisherigen Jahrestief bei 2.673 Punkten einstellen sollten. Dieses Level harmoniert bestens mit dem kalkulatorischen Abschlagspotential, das sich aus der im Tagesbereich vorliegenden Toppformation ableiten lässt. Darunter definieren verschiedene Hochs und Tiefs bei rund 2.500 Punkten den nächsten wichtigen Auffangbereich. Um dagegen den größten Druck vom EuroStoxx 50® zu nehmen, gilt es zumindest, die Kombination aus der 200-Tages-Linie (akt. bei 3.116 Punkten) und dem Aprilhoch bei 3.157 Punkten zurückzuerobern. |
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EURO STOXX 50® (Weekly)
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| Die Bäume wachsen nicht in den Himmel |
| Seit Mitte Februar und dem damals ausgeprägten kleinen Doppelboden bei 26,05 USD konnte sich der Ölpreis in der Spitze nahezu verdoppeln. Doch im Bereich des Hochs vom Oktober 2015 bei 50,92 USD wird die Luft nun dünner. Als äußeres Anzeichen für diese These dient der zuletzt im Dunstkreis der angeführten Hürde ausgeprägte „shooting star“. Neben diesem zur Vorsicht mahnenden Candlestickmuster möchten wir an dieser Stelle die jüngsten Ausstiegssignale seitens des RSI und des MACD auf Tagesbasis hervorheben. In dieser Zeitebene hatte der Trendfolger zuvor bereits eine divergente Entwicklung gezeigt. In dieser Gemengelage markiert das Aprilhoch bei 46,78 USD eine erste Unterstützung, bevor die verschiedenen Hoch- und Tiefpunkte bei rund 42 USD bzw. die 200-Tages-Linie (akt. bei 40,70 USD) wesentlich wichtigere Auffangbereiche darstellen. Auf der Oberseite hilft dem Ölpreis indes nur ein Spurt über die Hochs bei 50,92/51,67 USD, um die negativen Implikationen des jüngsten „shooting stars“ zu negieren. Im Erfolgsfall lauern bei rund 60 USD (Tief vom Juli 2009 bzw. Hochs vom Mai/Juni 2015) die nächsten horizontalen Barrieren. |
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WTI Crude Future (Weekly)
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