DAX knackt Marke von 25.000 Punkten
Inflation im Euroraum gesunken
Die Inflationsrate im Euroraum betrug im Dezember 2025 nach vorläufigen Daten 2,0 %, was dem Zielwert der Europäischen Zentralbank (EZB) entspricht. Im Vormonat lag die Inflationsrate mit 2,1 % etwas höher. Unter den Hauptkomponenten des Verbraucherpreisindexes legten laut Eurostat die Preise für Dienstleistungen im Dezember mit 3,4 % im Vergleich zum Vorjahresmonat am stärksten zu, gefolgt von Lebensmitteln, Alkohol und Tabak (+2,6 %). Die Energiepreise gingen dagegen um 1,9 % zurück. Bereits am Dienstag wurden die vorläufigen Daten zur Teuerung in Deutschland veröffentlicht. Die Verbraucherpreise stiegen im Dezember 2025 nach EU-harmonisierter Rechnung um 2,0 %. Dies lag unter der Bloomberg-Konsensschätzung von 2,2 %. Im November 2025 hatte die deutsche Inflation noch 2,6 % betragen. Auch in Frankreich und Spanien minderte sich der Preisdruck im Dezember etwas. Für die EZB liefern die neuesten Daten zur Teuerung keinen Grund, von ihrem Kurs abzuweichen. Wir erwarten in diesem Jahr unveränderte Leitzinsen.
DAX überschreitet 25.000 Punkte
Am gestrigen Handelstag überschritt der DAX erstmals die Schwelle von 25.000 Punkten. Bereits am Dienstag hatte der deutsche Aktienindex an dieser Marke gekratzt und sowohl im Handelsverlauf als auch auf Schlusskurs-basis ein neues Allzeithoch erklommen. Die Aktienkurse wurden durch die Hoffnung auf eine Konjunkturbelebung aufgrund der staatlichen Milliardenpakete für Infrastruktur und Rüstung beflügelt. Die Nachfrage nach Rüstungsaktien bleibt vor dem Hintergrund geopolitischer Spannungen ohnehin hoch. Zudem sorgte die Hoffnung auf weiter sinkende Ölpreise nach dem US-Angriff auf Venezuela für eine positive Stimmung an der Börse. Der KI-Boom ließ erneut Zuversicht aufkommen: Siemens verkündete gestern eine Erweiterung seiner Kooperation mit dem KI-Riesen Nvidia. An den US-Börsen sorgte Donald Trump gestern für Verunsicherung. Er will laut eigenen Angaben großen institutionellen Investoren den Kauf von Einfamilienhäusern untersagen, damit Wohnraum für die Bevölkerung erschwinglich bleibt. Auch die Rüstungsindustrie geriet in seinen Fokus: Der US-Präsident kündigte an, den Rüstungsunternehmen die Auszahlung von Dividenden oder den Rückkauf von Aktien zu untersagen, bis diese die Waffenproduktion beschleunigen.Heute Wirtschaftsvertrauen Euroraum
Heute dürften sich die Augen der Investoren zunehmend auf den morgen anstehenden offiziellen US-Arbeitsmarktbericht richten. Die Entwicklung des Arbeitsmarktes ist für die Federal Reserve von zentraler Bedeutung für ihren weiteren Zinspfad. Gestern veröffentlichte Arbeitsmarktdaten brachten keine eindeutigen Erkenntnisse. Auf dem Makrokalender stehen heute erst einmal das Wirtschaftsvertrauen und die Arbeitslosenquote für den Euroraum. Jenseits des Atlantiks erwarten uns US-Daten zur Produktivität sowie die Lohnstückkosten. An den Finanzmärkten dürften zudem die politischen Nachrichten weiter aufmerksam verfolgt werden. US-Präsident Donald Trumps Ansprüche auf Grönland bleiben ein Risikofaktor.
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