| Ein Hoffnungschart |
| Während die Bären die fehlende Dynamik als Negativargument ins Feld führen, können die Optimisten auf den nach wie vor bestehenden Bruch des im April 2015 etablierten Korrekturtrends (akt. bei 4.959 Punkten) verweisen. Letztere Weichenstellung halten wir für die deutlich wichtigere, denn damit kann die gesamte Verschnaufpause der letzten anderthalb Jahre als trendbestätigende Flagge interpretiert werden. Damit der DAX®-Kursindex nun aber endlich neues Aufwärtsmomentum entfacht, bedarf es eines Anstiegs über die jüngsten Verlaufshochs bei 5.247/70 Punkten. Im Erfolgsfall greifen zwei unterschiedliche Faktoren ineinander: Zum einen ist dann die Schiebezone seit Mitte August „bullish“ aufgelöst, zum anderen wäre dann endgültig ein Doppelboden abgeschlossen (siehe Chart). Aus der Höhe der unteren Umkehr lässt sich ein kalkulatorisches Anschlusspotenzial bis knapp 6.000 Punkte ableiten. Die quantitativen Indikatoren zeigen ein gemischtes Bild. Hervorheben möchten wir allerdings das nahende, positive Schnittmuster zwischen der 38- und der 200-Wochen-Linie (akt. bei 4.969/76 Punkten). Apropos gleitende Durchschnitte: In Verbindung mit dem o. g. Korrekturtrend bieten sich diese als gleichermaßen sinnvolle wie enge Absicherung auf der Unterseite an. |
| |
| |
DAX®-Kursindex (Weekly)
|
|
| |
 |
|
| |
|
| |
| |
| 8. Tagesverlust in Serie |
| Gemessen am Schlusskurs des Vortages mussten die amerikanischen Standardwerte gestern erneut Federn lassen. Insgesamt war es der 8. Tagesverlust in Folge, was der längsten Verlustserie seit dem Jahr 2008 entspricht. In der Historie – zurück bis 1995 – gab es für den S&P 500® nur ein weiteres Mal (1996) eine vergleichbar lange Durststrecke. Die gute Nachricht lautet an dieser Stelle: Sowohl 1996 als auch 2008 endete die Verlustserie am neunten Tag. Die Charttechnik könnte an dieser Stelle durchaus helfen. Schließlich haben die amerikanischen „blue chips“ ihre 200-Tages-Glättung (akt. bei 2.082 Punkten) nahezu erreicht. Langfristig betrachtet hat die beschriebene Verlustserie allerdings zur Konsequenz, dass einiges an charttechnischem Porzellan zerschlagen wurde. Vor allem der Rückfall unter die alten Ausbruchsmarken bei gut 2.100 Punkten wiegt in diesem Zusammenhang schwer. Letztlich muss das neuerliche Allzeithoch vom August bei 2.194 Punkten somit als Fehlausbruch auf der Oberseite klassifiziert werden. Da auch der MACD auf Tages- als auch auf Wochenbasis „short“ positioniert ist, müssen Anleger derzeit beim S&P 500® zunächst kleinere Brötchen backen. Diese Einschätzung ist erst zu revidieren, wenn die Schlüsselzone bei gut 2.100 Punkten zurückerobert wird. |
| |
| |
S&P 500® (Daily)
|
|
| |
 |
|
| |
|
| |
| |
| Abgeschlossene Toppformation |
| Die Adidas-Aktie ist immer noch der Topperformer des Jahres 2016 unter allen DAX®-Titeln. Allerdings präsentiert sich das Chartbild derzeit mehr als angeschlagen. Als Warnsignal werten wir beispielsweise den Rutsch unter das Septembertief bei 142,05 EUR, wodurch gleichzeitig ein Doppeltopp vervollständigt wurde (siehe Chart). Besonders bemerkenswert ist, dass diese negative Weichenstellung mit einem Abwärtsgap (145,20 EUR zu 142,00 EUR) vollzogen wird, was für ein zusätzliches Ausrufezeichen hinter der oberen Umkehr sorgt. Für das „i-Tüpfelchen“ aus Sicht der Bären sorgt nun das „Wackeln“ des Aufwärtstrends seit August 2015 (akt. bei 136,99 EUR). Aus der Höhe des abgeschlossenen Doppeltopps ergibt sich ein kalkulatorisches Abschlagspotential bis in den Bereich der 200-Tages-Linie (akt. bei 124,55 EUR). Auch die quantitativen Indikatoren betonen derzeit die Risiken. So sind die Trendfolger MACD und Aroon derzeit sowohl im Tages- als auch im Wochenbereich „short“ positioniert. Um das angeschlagene Chartbild zu heilen, müsste die Adidas-Aktie dagegen zeitnah die Nackenlinie der beschriebenen Toppformation bei 142 EUR zurückerobern. |
| |
| |
adidas (Daily)
|
|
| |
 |
|
| |
|
| |
| |
| Kreuzunterstützung im Fokus |
| Es ist noch nicht lange her, da scheiterte der Ölpreis an den entscheidenden horizontalen Hürden bei 51/52 USD, deren Überwinden für den Abschluss einer inversen Schulter-Kopf-Schulter-Formation gesorgt hätte. So hat das „schwarze Gold“ eine charttechnische Chance liegen gelassen und testet aktuell eine wichtige Kreuzunterstützung. Gemeint ist der kurzfristige Aufwärtstrend seit August, der im Zusammenspiel mit dem im Juni etablierten Korrekturtrend (akt. bei 45,66/45,72 USD) einen neuralgischen Punkt im Kursverlauf bildet. Ein Abgleiten per Wochenschlusskurs unter diese Bastion dürfte eine Ausdehnung der jüngsten Verschnaufpause nach sich ziehen. Die nächste Unterstützung findet sich dann in Form des Tiefs vom September bei 42,55 USD wieder. Für noch wesentlich wichtiger halten wir indes das Tief von Anfang August bei knapp 40 USD. Dagegen bleibt den Ölbullen derzeit nur die Hoffnung, dass es auf Basis der o. g. Kreuzunterstützung zu einer Stabilisierung kommt. Für einen großen Befreiungsschlag – sprich den Abschluss der unteren Umkehr – ist aber unverändert ein Sprung über die Hochs bei 51/52 USD zwingende Voraussetzung. |
| |
| |
WTI Crude Future (Weekly)
|
|
| |
 |
|
| |
|
| |
| |
| Interesse an einer täglichen Zustellung unseres Newsletters? |

|


|
HSBC Trinkaus & Burkhardt AG
Derivatives Public Distribution
Königsallee 21-23
40212 Düsseldorf
kostenlose Infoline: 0800/4000 910
Aus dem Ausland: 00800/4000 9100 (kostenlos)
Hotline für Berater: 0211/910-4722
Fax: 0211/910-91936
Homepage: www.hsbc-zertifikate.de
E-Mail: zertifikate@hsbc.de
|
|
|