| Flagge möglich, aber Toppbildungsgefahr größer |
| In regelmäßigen Abständen stellen wir an dieser Stelle den Kursindex der deutschen Standardwerte auf den Prüfstand. So auch heute: Seit dem Hoch vom April vergangenen Jahres bei 6.340 Punkten sieht sich das Aktienbarometer mit einem Korrekturtrend (akt. bei 5.415 Punkten) konfrontiert, der gleichzeitig als obere Begrenzung einer potentiellen Flagge fungiert (siehe Chart). Um dem Kursverlauf wieder eine „bullishe“ Grundnote zu verleihen, ist deshalb ein Sprung über den beschriebenen Abwärtstrend zwingend vonnöten. Kurzfristig überwiegen u. E. aber die Risiken in Form einer erneuten Belastungsprobe der entscheidenden Haltezone auf der Unterseite. Als solche sehen wir die Kombination aus den verschiedenen Hoch- und Tiefpunkten bei rund 4.300 Punkten und einem Fibonacci-Cluster aus zwei unterschiedlichen Retracements (4.299/79 Punkten) an. Selbst der Basisaufwärtstrend seit März 2009 (akt. bei 4.166 Punkten) wird Mitte des Jahres in diesem Dunstkreis verlaufen. Bei der aufgezeigten Unterstützungszone handelt es sich um die letzte Rückzugslinie des DAX®-Kursindex, denn ein Bruch dieser Bastion würde eine klassische Schulter-Kopf-Schulter-Formation vervollständigen (siehe Chart), die dem Haussetrend der letzten Jahre ein jähes Ende bereiten würde. |
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DAX® Kursindex (Weekly)
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| Angeschlagen |
| Durch die charttechnische Brille betrachtet hat die BASF-Aktie derzeit einen schweren Stand. Neben der fallenden 200-Tages-Linie (akt. bei 70,23 EUR) ist als Beleg für diese These vor allem das jüngste Abwärtsgap (64,64 EUR zu 63,91 EUR) anzuführen, mit dem die wichtige horizontale Unterstützungszone bei rund 65 EUR gebrochen wurde. Gleichzeitig wurde damit der kurzfristige Erholungstrend seit Mitte Februar zu den Akten gelegt, so dass die technische Reaktion der letzten Wochen letztlich als „bearishe“ Korrekturflagge (untere Flaggenbegrenzung akt. bei 64,32 EUR) interpretiert werden muss (siehe Chart). Als letzte Rückzugslinie dient nun eine alte Trendlinie (akt. bei 61,67 EUR). Fällt auch diese Bastion, müssen Anleger endgültig ein Wiedersehen mit dem bisherigen Jahrestief bei 56,01 EUR einkalkulieren. Um die charttechnische „Schieflage“ zu bereinigen, ist indes ein Schließen der o. g. Kurslücke oder besser noch eine Rückeroberung des kurzfristigen Erholungstrends (64,32 EUR) notwendig, weshalb sich dieses Level als Stopp-Loss auf der Shortseite anbietet. |
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BASF (Daily)
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| Prozyklisch agieren |
| Gemessen an der Wertentwicklung im bisherigen Jahresverlauf hat die Adidas-Aktie die „pole position“ aller DAX®-Titel inne. Auch aus charttechnischer Sicht ergibt sich aktuell eine interessante Entwicklung: So wurden die letzten beiden Wochenhochs auf exakt gleichem Niveau ausgeprägt (104,75 EUR), so dass die Gefahr eines „tweezer tops“ nicht von der Hand zu weisen ist. Da das jüngste Wochentief (101,65 EUR) zudem höher lag als das Pendant der Vorperiode, entstand gleichzeitig eine sog. „inside candle“. Unter dem Strich legen beide Phänomene eine prozyklische Positionierung nahe: Während ein Anstieg über die Marke von 104,75 EUR neues Aufwärtsmomentum entfachen und den Boden für ein weiteres Vorstoßen in „uncharted territory“ bereiten dürfte, gilt es auf der Unterseite eine „bearishe“ Auflösung des jüngsten „Innenstabs“ zu verhindern. Schließlich ist eine negative Weichenstellung geeignet, um eine Korrekturphase in Richtung der Hochs vom Dezember 2015 und Januar 2014 bei 94,50/93,13 EUR einzuleiten. Dies gilt umso mehr, als dass diverse Indikatoren auf Tagesbasis (z. B. MACD, RSI) bereits seit längerem eine divergente Entwicklung zeigen. |
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adidas (Weekly)
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