| Langfristtrend erneut im Fokus |
| Seit April 2015 und dem Rekordhoch bei 12.391 Punkten befinden sich die deutschen Standardwerte im Rückwärtsgang. Nach dem schwierigen Jahresauftakt bekam der DAX® bei 8.700 Punkten die Kurve. Das bisherige Jahrestief bestätigte damals punktgenau den im März 2009 etablierten Haussetrend (akt. bei 9.203 Punkten). Auf höherem Niveau steht nun der entsprechende Trend erneut zur Disposition (siehe Chart). Im Zusammenspiel mit den horizontalen Unterstützungen in Form der Tiefs vom August/September 2015 sowie vom Januar 2016 bei gut 9.300 Punkten entsteht eine wichtige Unterstützungszone. Mit anderen Worten: Kann die beschriebene Bastion nicht verteidigt werden, erfährt der Chartverlauf des Aktienbarometers eine deutliche Eintrübung. Anleger müssten dann ein Wiedersehen mit dem o. g. Jahrestief einkalkulieren. Danach markiert das Tief vom Oktober 2015 bei 8.355 Punkten den Auftakt zu einem möglicherweise idealtypischen Pullback an die alten Ausbruchsmarken bei 8.152/36 Punkten. Die Toleranz gegenüber weiteren Kursverlusten ist also äußerst gering. Auf der Oberseite ist indes ein Bruch des über 1-jährigen Korrekturtrends (akt. bei 10.729 Punkten) vonnöten, um die Bullen zurück in die Spur zu bringen. |
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DAX® (Monthly)
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| Das Jahr der großen Gaps |
| Das zuvor gezeichnete „große Bild“ wollen wir im Folgenden auf die Konstellation im Tagesbereich herunterbrechen. Nachdem die deutschen „blue chips“ gleich am ersten Handelstag des Jahres mit einem großen Abwärtsgap (10.743 zu 10.486 Punkte) in das Jahr starteten, wurde das Ausmaß dieser Kurslücke durch das jüngste Pendant nach dem britischen EU-Referendum (10.105 zu 9.720 Punkten) nochmals in den Schatten gestellt. Solche großen Gaps signalisieren ein Marktumfeld, welches in hohem Maße von der Psychologie dominiert wird. Dazu passt, dass der DAX® zu Wochenbeginn erneut mit Abgabedruck zu kämpfen hatte, dabei aber zwei Tiefs auf nahezu identischem Niveau ausprägte (9.226/14 Punkte). Damit ist das Aktienbarometer auf der Suche nach einem neuen Gleichgewicht. Um dieses tatsächlich zu finden, müssen die zuvor angeführten Lows unbedingt verteidigt werden. Ansonsten dürfte eine weitere Kurslücke – nämlich die von Mitte Februar – bei 9.079/8.968 Punkten zügig geschlossen werden, ehe das Jahrestief bei 8.700 Punkten in den Fokus rückt. Auf der Oberseite bildet die 200-Tages-Linie (akt. bei 10.072 Punkten) zusammen mit der oberen Gapkante der jüngsten Kurslücke in Zukunft eine massive Widerstandszone. |
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DAX® (Daily)
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| Der Fels in der Brandung |
| Das „Brexit“-Votum der Briten sorgte dafür, dass „sichere Häfen“ zuletzt stark nachgefragt waren. Einer der eindeutigen Profiteure war dabei der Goldpreis. Aus technischer Sicht hat sich das Edelmetall in eine vielversprechende Ausgangslage katapultiert. So spricht nicht nur der Pullback an den ehemaligen Abwärtstrend seit 2013 bei rund 1.200 USD, sondern auch der Sprung über die Widerstandszone aus dem Hoch vom Mai 2016, dem Jahreshoch 2015 bei 1.306/04 USD und der 200-Wochen-Linie (akt. bei 1.309 USD) für eine Fortsetzung der Aufwärtsbewegung. Erweist sich letzterer als nachhaltig, spielt der Abschluss einer inversen S-K-S-Formation den Goldbullen in die Hände (siehe Chart). Das Anschlusspotential aus der Bodenbildung lässt sich dabei auf rund 250 USD taxieren. Die nächsten Hürden in Form der zyklischen Hochs aus 2014 und Mitte 2013 bei 1.345/92 USD bzw. 1.433 USD dürften somit übergeordnet nur Durchgangsstationen auf dem Weg zu den entscheidenden Hürden in Form mehrerer Tiefpunkte aus den Jahren 2011 und 2012 knapp oberhalb von 1.500 USD sein. Die technischen Indikatoren unterstützen dabei das positive Szenario durch frische Einstiegssignale. Vorsicht gilt es derweil walten zu lassen, wenn sich der Sprung über die o. g. Hochs nur als temporär erweist. |
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Gold (Weekly)
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| Grundsätzliche Wende zum Besseren |
| Aber selbst dann dürfte der Goldpreis nur einen „kleinen Umweg“ nehmen, denn langfristig scheint das Edelmetall die Korrekturphase seit dem Rekordhoch vom September 2011 bei 1.920 USD abgeschlossen zu haben. So wurde Anfang des Jahres ein nicht ganz idealtypischer „morning star“ im Monatschart ausgeprägt. Dieses Candlestickumkehrmuster wird durch verschiedene Indikatoren bestätigt. Beispielhaft möchten wir an dieser Stelle die Bodenbildung im Verlauf des RSI sowie das auf historisch niedrigem Niveau entstandene Einstiegssignal seitens des trendfolgenden MACD hervorheben. Das stärkste Signal zugunsten einer langfristigen Trendwende sendet u. E. allerdings der Quartalschart des Goldpreises. Nach sechs Verlustquartalen in Serie wurde hier im 1. Quartal ein „bullish engulfing“ ausgeprägt, welches sogar die Körper der fünf vorangegangenen Quartalskerzen umschließt, und durch eine (voraussichtlich) weitere weiße Kerze im 2. Quartal untermauert wird. Per Saldo sprechen also eine Vielzahl an Faktoren dafür, dass der Goldpreis wieder nachhaltig den Weg nach Norden einschlagen dürfte. Als Absicherung dient dabei die Marke von 1.200 USD, wo jeweils die Tiefs der letzten vier Monate ausgeprägt wurden. |
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Gold (Quarterly)
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