| Nachts spielt die Musik |
| Mit der heutigen Ausgabe des „Daily Trading“ möchten wir ausgetretene Pfade verlassen
und auf einen interessanten Aspekt hinweisen. Auf Basis der DAX®-Daten vom 4. Januar
2000 bis zum 11. April 2017 haben wir die Kursentwicklung der deutschen Standardwerte
untersucht. Und zwar erstens, wenn Anleger jeden Tag zur Eröffnung eine Longposition
eingegangen wären und diese zum Schlusskurs wieder glattgestellt hätten bzw. zweitens
an jedem Handelstag „overnight“, d. h. vom Schlusskurs bis zur Eröffnung am Folgetag
investiert gewesen wären. Trotz des zugrundeliegenden Bullenmarktes – Anfang 2000
notierte der DAX® bei knapp 7.000 Punkten – hätten Anleger im 1. Fall ein Minus von
35 % verkraften müssen. Dagegen stellt die „über Nacht“-Investition über die letzten
17 Jahre mit einem Kurszuwachs von 178% sogar die DAX®-Performance von gut 80% deutlich
in den Schatten. Interessanterweise ist dabei sogar die Wahrscheinlichkeit mit einer
Longposition Kursgewinne zu erzielen, bei einem „über Nacht“-Engagement größer als
an allen Handelstagen (54,2 % vs. 53,1%) – und das bei einer deutlich reduzierten
Volatilität (8,9 % vs. 24 %). Offensichtlich fordern Investoren eine Prämie für das
Eingehen von „overnight“-Risiken. Deshalb können Anleger, die Positionen abbauen wollen,
damit durchaus auch Mal bis zur Eröffnung des Folgetages warten. |
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DAX® (Daily) |
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| Der ganz große Befreiungsschlag!?! |
| Wenn doch nur schon Monatsultimo wäre …, denn dann hätte die Aktie der Deutschen Telekom
eine ganz wichtige charttechnische Weichenstellung vollzogen. Schließlich wäre dann
der Sprung über die Mehrjahreshochs vom November und April 2015 bei 17,54/63 EUR endgültig
vollzogen. Die Tragweite einer solchen Weichenstellung unterstreicht der nebenstehende
Langfristchart des Telekomtitels. Gelingt der Befreiungsschlag, wäre die große Bodenbildung
seit Beginn des Jahrtausends Realität (siehe „Daily Trading“ vom 5., 10. und 15. Mai).
Mit anderen Worten: Ein Monatsschlusskurs auf dem gegenwärtigen Niveau würde das Platzen
der TMT-Blase zu Beginn des Jahrtausends endgültig vergessen machen. Auch auf Monatsbasis
sind die quantitativen Indikatoren inzwischen freundlich zu interpretieren. So wird
die Bodenbildung im Verlauf der Relativen Stärke nach Levy durch ein neues Einstiegssignal
seitens des MACD bestätigt. Aus der Höhe einer erfolgreichen unteren Umkehr lässt
sich ein langfristiges Kursziel im Bereich von 25 EUR ableiten, wobei das Hoch vom
November 2001 bei 20,84 EUR ein wichtiges Etappenziel darstellt. Um den beschriebenen
Ausbruch nicht zu gefährden, sollte die Aktie in Zukunft nicht mehr unter die Hochs
von 2005 und 2004 bei 16,89/87 EUR zurückfallen. |
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Deutsche Telekom (Monthly) |
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