21.09.2016 08:00
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DAX® - Orientierung gesucht

Orientierung gesucht
Der DAX® konnte gestern seine anfänglichen Kursgewinne nicht über die Ziellinie retten. Auf Tagesbasis entsteht deshalb sogar ein sog. „shooting star“. Dieses Candlestickmuster unterstreicht, dass ein zähes Ringen um die Schlüsselunterstützung aus dem alten Korrekturtrend seit April 2015 (akt. bei 10.370 Punkten) und den Hochs vom April, Mai und Juni zwischen 10.474 und 10.341 Punkten im Gange ist. Während der Bruch dieser Bastion einen weiteren Abverkauf in Richtung der 200-Tages-Linie (akt. bei 10.022 Punkten) nach sich ziehen dürfte, messen wir auf der Oberseite der Kombination aus der 38-Tages-Linie (akt. bei 10.521 Punkten) und dem verbliebenen Abwärtsgap vom 12. September bei 10.507/39 Punkten eine wichtige Bedeutung bei. Ein Spurt über dieses Widerstandsbündel halten wir für die absolut notwendige Voraussetzung, um die Börsenampel am deutschen Aktienmarkt wieder auf „grün“ springen zu lassen. Bei der Beantwortung der Frage in welche Richtung das Pendel letztlich ausschlagen wird, dürfte wie so oft ein Blick auf den S&P 500® hilfreich sein, wo zuletzt auf Basis einer extrem wichtigen Haltezone eine Serie von „inside candles“ ausgeprägt wurde (siehe Analyse unten).
 
 
  DAX® (Daily)  
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Innenstäbe im Bereich der Schlüsselgrößen
In der letzten Woche haben die US-Standardwerte die technischen Schlüsselmarken in Form der alten Hochstände zwischen 2.135 und 2.111 Punkten mehrfach einer Belastungsprobe unterzogen. An den letzten sechs Handelstagen verblieb das Aktienbarometer zudem innerhalb der Handelsspanne vom 12. September, so dass klassische Innenstäbe entstehen. Das beschriebene Phänomen unterstreicht nochmals die Bedeutung der alten Ausbruchsmarken! Bei einem Abgleiten unter die Marke von 2.100 Punkten wäre das neue Allzeithoch bei 2.193 Punkten als „false break“ auf der Oberseite zu klassifizieren. Aus zwei Gründen ist dann sogar mit einem beschleunigten Baisseimpuls zu rechnen: Zum einen hatten sich die Bollinger Bänder zuvor extrem stark zusammengezogen, zum anderen befindet sich der S&P 500® sowohl gemäß des Dekaden- als auch gemäß des US-Präsidentschaftszyklus derzeit in einer saisonal schwierigen Phase. Bei einer negativen Weichenstellung droht deshalb ein schnelles Wiedersehen mit der 200-Tages-Linie (akt. bei 2.059 Punkten) bzw. sogar ein Schließen der Kurslücke von Ende Juni bei 2.043/36 Punkten. Um die bestehenden Risiken zu bannen, ist dagegen ein Schließen der Kurslücke vom 9. September (obere Gapkante bei 2.177 Punkten) vonnöten.
 
 
  S&P 500® (Daily)  
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Mehr als einen Blick wert
Seit dem 1. August befindet sich die Merck-Aktie im Konsolidierungsmodus. Dank des erfolgreichen Pullbacks an das Junihoch bei 91,97 EUR dürfte die Phase des Luftholens nun aber beendet sein, zumal der Titel auf dieser Basis einen kleinen Doppelboden ausgeprägt hat. Perspektivisch sollte das Papier deshalb Kurs auf die wichtige horizontale Widerstandszone aus verschiedenen Hochs zwischen 98,21 EUR und 100,35 EUR nehmen, welche die letzte wichtige charttechnische Hürde auf dem Weg zum bisherigen Allzeithoch bei 111,85 EUR darstellt. Mut macht in diesem Zusammenhang, dass der Aroon jüngst dem Beispiel des MACD gefolgt ist und ebenfalls ein neues Einstiegssignal generiert hat sowie die aktuelle Lage im „HSBC Trendkompass“. Im Rahmen der Erweiterung der „HSBC Marktbeobachtung“-App filtern wir auf wöchentlicher Basis insgesamt 111 Werte nach den objektiven Kriterien der relativen Stärke nach Levy sowie des Momentums der letzten vier Wochen. Gemessen an diesen Bewertungskennziffern befindet sich die Merck-Aktie aktuell sowohl kurz- als auch langfristig in einem Aufwärtstrend.
 
 
  Merck KGaA (Daily)  
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Quelle

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