24.10.2016 09:00
Anzeige

DAX® - Prozyklisch agieren

Prozyklisch agieren
Nachdem dem DAX® in der Vorwoche eine Eintrübung der mittelfristigen Perspektiven drohte, konnte das Aktienbarometer in den vergangenen fünf Handelstagen wieder Boden gutmachen. An der grundsätzlichen Ausgangslage hat sich aber noch nicht viel verändert. So gilt es nach wie vor, das Verlaufshoch vom August bei 10.802 Punkten zu überwinden, um neue Kursimpulse auf der Oberseite freizusetzen. Im Erfolgsfall winkt ein Wiedersehen mit dem Hoch vom November 2015 bei 11.431 Punkten. Dagegen würde ein Abrutschen unter die Kombination aus dem alten Abwärtstrend seit April 2015 (akt. bei rund 10.182 Punkten), der 38-Wochen-Linie (akt. bei 10.060 Punkten) und dem Hoch vom Dezember 2014 (10.093 Punkte) wieder vierstellige Notierungen auf den Plan rufen. Als nächste wichtige Unterstützungen fungieren dann nämlich erst wieder die 200-Wochen-Linie (akt. bei 9.689 Punkten) und der langfristige Aufwärtstrend seit den Tiefs vom März 2009 (akt. bei 9.587 Punkten). Die technischen Indikatoren zeigen sich derzeit wenig inspiriert: Sowohl Stochastik als auch MACD notieren im Bereich der jeweiligen Triggerlinien, ohne eine klare Richtung anzuzeigen. Anleger sollten sich daher entsprechend der aus den obigen Impulsmarken resultierenden künftigen Ausbruchsrichtung positionieren.
 
 
  DAX® (Weekly)  
  chart  
 
 
 
Auf Messers Schneide
In der Ausgabe des „Daily Trading“ vom 18. Juli hatten wir auf Grundlage der Indikatoren und des Volumens die Hoffnung geäußert, dass sich die Bären bei der Continental-Aktie an der 200-Wochen-Linie (akt. bei 167,41 EUR) die Zähne ausbeißen. Diese Hoffnung wurde bisher bestätigt, die darauffolgende Aufwärtsbewegung konnten die Bullen jedoch nicht lange aufrechterhalten. Aktuell steht die angeführte Glättungslinie erneut zur Disposition. Wird diese unterschritten, dürfte es zumindest zu einem Wiedersehen mit dem bisherigen Jahrestief vom Juli (162,05 EUR) kommen. In dem beschriebenen Szenario sind dann aber auch deutlich niedrigere Notierungen nicht ausgeschlossen. Darauf lässt auch der MACD schließen, der ein frisches Verkaufssignal generiert hat. Im Hinblick auf den künftigen Kursverlauf der Aktie signalisiert die enge Bandbreite der Bollinger Bänder, die uns seit Ende Mai begleitet, dass ein Abrutschen unter die Glättungslinie einen neuen Vola-Impuls mit sich bringen dürfte. Um Impulse auf der Oberseite zu setzen, sollte die Continental-Aktie die 38-Wochen-Linie (akt. bei 186,53 EUR), besser noch den Abwärtstrend seit Dezember 2015 (akt. bei 191,12 EUR) überwinden. Erst dann hellen sich die Wolken auf, so dass Kursniveaus von 200 EUR und mehr wieder ins Visier rücken.
 
 
  Continental (Weekly)  
  chart  
 
 
 
Euro angeschlagen
Dem Euro droht gegenüber dem australischen Dollar Ungemach. Nach dem Abrutschen unter den Aufwärtstrend seit 2012 (akt. bei 1,4969 AUD) im Juli versuchte die Einheitswährung im Anschluss noch einmal, diese Hürde zurückzuerobern, was jedoch nicht nachhaltig gelang. Vielmehr mussten jüngst auch noch die 200-Wochen-Linie (akt. bei 1,4551 AUD) und die horizontalen Haltemarken bei rund 1,44 AUD preisgegeben werden (siehe Chart), was die technischen Perspektiven spürbar eintrübt. Als nächste Unterstützungen fungieren nun erst wieder die Tiefs vom Frühjahr 2015 bei rund 1,37 AUD, bevor diverse Hoch- und Tiefpunkte bei knapp 1,30 AUD ins Visier rücken. Das Risikoszenario wird durch die technischen Indikatoren gestützt, bei denen nach dem Stochastik mittlerweile auch der trendfolgende MACD unter seine Triggerlinie gerutscht ist und damit eine Reduzierung noch bestehender EUR-Longpositionen anmahnt. Um das beschriebene Abwärtsrisiko abzuwenden, sollte der Euro schleunigst über die angeführten vormaligen Haltepunkte zurückkehren. Erst oberhalb des o. g. alten Haussetrends, der derzeit mit einer kurzfristigen Abwärtstrendlinie (akt. bei 1,4806 AUD) und der 38-Wochen-Linie (akt. bei 1,4914 AUD) zusammenfällt, kann aber Entwarnung gegeben werden. Anleger sollten in dem beschriebenen Umfeld vorerst Zurückhaltung üben.
 
 
  EUR/AUD (Weekly)  
  chart  
 
 
 
Interesse an einer täglichen Zustellung unseres Newsletters?


 




 
HSBC Trinkaus & Burkhardt AG
Derivatives Public Distribution
Königsallee 21-23
40212 Düsseldorf

kostenlose Infoline: 0800/4000 910
Aus dem Ausland: 00800/4000 9100 (kostenlos)
Hotline für Berater: 0211/910-4722
Fax: 0211/910-91936
Homepage: www.hsbc-zertifikate.de
E-Mail: zertifikate@hsbc.de

Quelle

Als Pionier und Innovationstreiber innerhalb der deutschen Zertifikatebranche kann HSBC bei der Emission von Anlagezertifikaten und Hebelprodukten auf mehr als 25 Jahre Erfahrung zurückschauen.

Weitere Nachrichten
HSBC
02.01.2023 07:30
Werbung   Ein turbulentes Börsenjahr 2022 liegt hinter uns. Im Gegensatz zum Gesamtjahr ging es an den Märkten letzte Woche ruhig zu. Wer als US-Staatsbürger seine Verluste aus Aktiengeschäften ...
30.12.2022 10:30
Werbung   Wer waren 2022 die größten Verlierer auf absoluter Ebene bzw. in Bezug auf die Marktkapitalisierung? Absoluter Spitzenreiter ist dabei der Tech-Gigant Apple aus dem Silicon Valley. Da ...
29.12.2022 16:30
Werbung   Die Unterföhringer setzen in Zukunft auf die eigenständige Produktion von Nachrichten und bauen dafür ein entsprechendes Studio und Team auf. Gelöst hat sich ProSiebenSat.1 nun von Wel ...