DAX® - 12.100 Punkte – wichtiges Frühwarnsystem
12.100 Punkte – wichtiges Frühwarnsystem
Nach der Ruhe aufgrund des US-Feiertags kam der DAX® gestern kräftig unter die Räder. Mit dem Tief bei 12.163 Punkten lotete das Aktienbarometer dabei die wichtige Haltezone aus den Tiefs vom August bzw. Juni bei 12.121/12.104 Punkten aus. Dieser Bastion messen wir eine hohe Bedeutung bei. Zum einen deckt sich diese Haltezone mit der verbliebenen Kurslücke von Anfang April (12.104 zu 12.011 Punkte), zum anderen wäre bei einer negativen Weichenstellung die Kursentwicklung der letzten Monate als absteigendes Dreieck zu interpretieren (siehe Chart). Auch andere Chartdarstellungsformen, wie der Point & Figure- oder der Heikin Ashi-Chart, unterstreichen die Bedeutung dieser Rückzugszone. Im langfristigen Kontext definieren wir einen Bruch der angeführten Unterstützungen als Frühwarnsystem dafür, dass die Nackenzone der drohenden Schulter-Kopf-Schulter-Formation bei 11.800 Punkten in Gefahr gerät. Schließlich hält das beschriebene Dreieck ein ausreichendes Abschlagspotential bereit, um auch diese Schlüsselmarke zu verletzen. Eine abgeschlossene große obere Umkehr würde den deutschen Standardwerten einen echten Nackenschlag versetzen.
DAX® (Daily)

Die volle Breitseite …
… musste aus charttechnischer Sicht zuletzt der Silberpreis hinnehmen. Neben dem Abgleiten unter die 200-Monats-Linie (akt. bei 16,18 USD) musste das Edelmetall zuletzt einen Rückfall in den Abwärtstrend seit April 2011 (akt. bei 14,85 USD) verkraften. Die letztere Weichenstellung geht einher mit einem Rutsch unter das Tief vom Juli 2017 bei 14,86 USD. Ein weiteres interessantes Detail fördert die noch längerfristige Betrachtung des Silberpreises auf Quartalsbasis zu Tage. Die letzten drei Quartale zeigte das Edelmetall nur eine unterdurchschnittliche Handelsspanne und verblieb dabei innerhalb der High-Low-Spanne vom 3. Quartal 2017. Diese „inside quarters“ werden aktuell gerade nach unten aufgelöst. Auf der Indikatorenseite werden diese Negativfaktoren durch ein neues Ausstiegssignal seitens des trendfolgenden MACD bestätigt. In dieser Gemengelage definiert das Tief vom Dezember 2015 (13,60 USD) die letzte Rückzugslinie. Unterhalb dieser Bastion wäre der Chart endgültig „nach unten offen“. Um den größten Druck vom Silberpreis zu nehmen, gilt es schnellstmöglich die Marke von 15 USD zurückzuerobern. Eine wirkliche charttechnische Entspannung stellt sich allerdings erst ein, wenn das Edelmetall die o. g. langfristige Glättung zurückerobert.
Silber (Monthly)

Angeschlagen
Anfang August kam es bei der VW-Aktie zu einem idealtypischen Pullback an die Kernwiderstandszone aus der Nackenlinie des zuvor ausgeprägten Doppeltopps, der 200-Wochen-Linie (akt. bei 151,66 EUR) sowie dem Erholungstrend seit Oktober 2015 (akt. bei 155,27 EUR; siehe Chart). Letztlich biss sich der Autotitel an dieser Barriere die Zähne aus, wodurch der zuvor gesehene Trendbruch untermauert wurde. Das neue Verlaufstief bei 134,90 EUR sorgt aktuell für eine weitere Bestätigung des angeschlagenen Chartbilds. Aus der Höhe der eingangs beschriebenen oberen Umkehr ergibt sich kalkulatorisches Abschlagspotential bis in den Bereich von gut 120 EUR. Knapp darüber (123,55 EUR) verläuft eine ehemalige Trendlinie als weitere Unterstützung. Auf Seiten der quantitativen Indikatoren möchten wir den MACD hervorheben. Da der Trendfolger auf Monatsbasis gerade ein negatives Schnittmuster generiert hat, ist der Indikator mittlerweile in allen von uns betrachteten Zeitebenen (Tag, Woche, Monat) „short“ positioniert. Ohne eine Rückeroberung der o. g. Hürden bei gut 150 EUR besitzt das Chartbild des Autotitels unverändert Schlagseite.
VW Vz. (Weekly)

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Nach der Ruhe aufgrund des US-Feiertags kam der DAX® gestern kräftig unter die Räder. Mit dem Tief bei 12.163 Punkten lotete das Aktienbarometer dabei die wichtige Haltezone aus den Tiefs vom August bzw. Juni bei 12.121/12.104 Punkten aus. Dieser Bastion messen wir eine hohe Bedeutung bei. Zum einen deckt sich diese Haltezone mit der verbliebenen Kurslücke von Anfang April (12.104 zu 12.011 Punkte), zum anderen wäre bei einer negativen Weichenstellung die Kursentwicklung der letzten Monate als absteigendes Dreieck zu interpretieren (siehe Chart). Auch andere Chartdarstellungsformen, wie der Point & Figure- oder der Heikin Ashi-Chart, unterstreichen die Bedeutung dieser Rückzugszone. Im langfristigen Kontext definieren wir einen Bruch der angeführten Unterstützungen als Frühwarnsystem dafür, dass die Nackenzone der drohenden Schulter-Kopf-Schulter-Formation bei 11.800 Punkten in Gefahr gerät. Schließlich hält das beschriebene Dreieck ein ausreichendes Abschlagspotential bereit, um auch diese Schlüsselmarke zu verletzen. Eine abgeschlossene große obere Umkehr würde den deutschen Standardwerten einen echten Nackenschlag versetzen.
Die volle Breitseite …
… musste aus charttechnischer Sicht zuletzt der Silberpreis hinnehmen. Neben dem Abgleiten unter die 200-Monats-Linie (akt. bei 16,18 USD) musste das Edelmetall zuletzt einen Rückfall in den Abwärtstrend seit April 2011 (akt. bei 14,85 USD) verkraften. Die letztere Weichenstellung geht einher mit einem Rutsch unter das Tief vom Juli 2017 bei 14,86 USD. Ein weiteres interessantes Detail fördert die noch längerfristige Betrachtung des Silberpreises auf Quartalsbasis zu Tage. Die letzten drei Quartale zeigte das Edelmetall nur eine unterdurchschnittliche Handelsspanne und verblieb dabei innerhalb der High-Low-Spanne vom 3. Quartal 2017. Diese „inside quarters“ werden aktuell gerade nach unten aufgelöst. Auf der Indikatorenseite werden diese Negativfaktoren durch ein neues Ausstiegssignal seitens des trendfolgenden MACD bestätigt. In dieser Gemengelage definiert das Tief vom Dezember 2015 (13,60 USD) die letzte Rückzugslinie. Unterhalb dieser Bastion wäre der Chart endgültig „nach unten offen“. Um den größten Druck vom Silberpreis zu nehmen, gilt es schnellstmöglich die Marke von 15 USD zurückzuerobern. Eine wirkliche charttechnische Entspannung stellt sich allerdings erst ein, wenn das Edelmetall die o. g. langfristige Glättung zurückerobert.
Angeschlagen
Anfang August kam es bei der VW-Aktie zu einem idealtypischen Pullback an die Kernwiderstandszone aus der Nackenlinie des zuvor ausgeprägten Doppeltopps, der 200-Wochen-Linie (akt. bei 151,66 EUR) sowie dem Erholungstrend seit Oktober 2015 (akt. bei 155,27 EUR; siehe Chart). Letztlich biss sich der Autotitel an dieser Barriere die Zähne aus, wodurch der zuvor gesehene Trendbruch untermauert wurde. Das neue Verlaufstief bei 134,90 EUR sorgt aktuell für eine weitere Bestätigung des angeschlagenen Chartbilds. Aus der Höhe der eingangs beschriebenen oberen Umkehr ergibt sich kalkulatorisches Abschlagspotential bis in den Bereich von gut 120 EUR. Knapp darüber (123,55 EUR) verläuft eine ehemalige Trendlinie als weitere Unterstützung. Auf Seiten der quantitativen Indikatoren möchten wir den MACD hervorheben. Da der Trendfolger auf Monatsbasis gerade ein negatives Schnittmuster generiert hat, ist der Indikator mittlerweile in allen von uns betrachteten Zeitebenen (Tag, Woche, Monat) „short“ positioniert. Ohne eine Rückeroberung der o. g. Hürden bei gut 150 EUR besitzt das Chartbild des Autotitels unverändert Schlagseite.
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