| Allzeithoch und Kreuzwiderstand |
| Die geringe Handelsspanne vom Vortag fand beim DAX® zum Wochenabschluss eine unmittelbare
Fortsetzung, denn zwischen Tageshoch und -tief lagen erneut nur gut 50 Punkte. Aufgrund
dieser Schwankungsarmut weichen wir heute auf die Analyse des Wochencharts der deutschen
Standardwerte aus. Dies tun wir aber keineswegs aus Verlegenheit. Vielmehr liefert
der längerfristige Kursverlauf einige spannende Erkenntnisse. So konnte beispielsweise
der trendfolgende MACD die jüngsten Kursavancen in ein neues Kaufsignal ummünzen.
Darüber hinaus unterstreicht das jüngste Aufwärtsgap (12.829 zu 12.850 Punkte) die
Ambitionen der Bullen. Allerdings hat das Aktienbarometer trotz des neuen Rekordstands
(12.994 Punkte) den ehemaligen Aufwärtstrend seit Sommer 2016 (akt. bei 13.090 Punkten)
unmittelbar vor der Brust. In der abgelaufenen Woche hatte der DAX® die angeführte
Trendlinie nahezu ausgelotet. Hoffnungsschimmer an dieser Stelle: Auch ohne eine Rückkehr
in den besagten Trend ermöglicht die Steigung der Trendlinie von 68 Punkten pro Woche
mit der Zeit weitere moderate Kurssteigerungen. Um den jüngsten Lauf nicht zu gefährden,
gilt es zumindest unter Tradinggesichtspunkten die o. g. Kurslücke nicht mehr zu schließen. |
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DAX® (Weekly) |
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| Im Korrekturmodus |
| Seit dem Verlaufshoch von Anfang September bei 1,2092 USD befindet sich der Euro im
Vergleich zum US-Dollar im Rückwärtsgang. Aktuell testet die Einheitswährung mit der
Kumulationsunterstützung bei gut 1,17 USD einen charttechnisch extrem wichtigen Rückzugsbereich.
Auf diesem Niveau bilden eine alte Trendlinie (akt. bei 1,1771 USD), das Hoch vom
August 2015 (1,1711 USD) sowie der Durchschnitt der letzten 200 Wochen (akt. bei 1,1710
USD) eine massive Bastion. Gegenwind kommt aktuell auch von den quantitativen Indikatoren.
Während der MACD im Tagesbereich bereits seit längerem „short“ positioniert ist, schneidet
der Trendfolger auf Wochenbasis seine Signallinie gerade von oben nach unten. Per
Saldo dominieren deshalb unverändert die EUR-Risiken. Ein nachhaltiger Bruch der o.
g. Haltezone ebnet deshalb den Weg bis zur Kombination aus der 90-Tages-Linie (akt.
bei 1,1636 USD) und dem Hoch vom Mai 2016 (1,1614 USD). Danach rücken die Hochpunkte
zwischen rund 1,15 USD und gut 1,14 USD bereits wieder auf die Agenda. Im Bereich
des zuletzt genannten Levels wären zudem 38,2% des diesjährigen EUR-Erholungsimpulses
korrigiert. Um den größten Druck von der europäischen Einheitswährung zu nehmen, ist
dagegen eine schnelle Rückeroberung der o. g. Trendlinie vonnöten. |
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EUR/USD (Daily) |
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| Zurück auf dem Gaspedal? |
| Im Vergleich zum Jahresauftakt liegt die Daimler-Aktie trotz eines DAX®-Plus von gut
12 % immer noch unter Wasser. Aus charttechnischer Sicht liegt aktuell aber ein Silberstreif
vor, dass der Autotitel die beschriebene Phase der Underperformance inzwischen überwunden
hat. Schließlich konnte das Papier jüngst den seit dem Frühjahr 2015 bestehenden Korrekturtrend
(akt. bei 65,68 EUR) zu den Akten legen. Übergeordnet kann die Korrektur der letzten
zweieinhalb Jahre damit als trendbestätigende Flagge interpretiert werden (siehe Chart).
Was aus charttechnischer Sicht jetzt noch fehlt, ist eine nachhaltige Rückeroberung
der 200-Wochen-Linie (akt. bei 68,71 EUR) – am besten per Wochenschlusskurs. Rückenwind
kommt dabei durch den trendfolgenden MACD, der gerade seine Signallinie von unten
nach oben durchschnitten hat, sowie seitens der Positionierung im „HSBC Trendkompass“.
Für die Daimler-Aktie signalisiert unsere wöchentliche Auswertung mittlerweile wieder
einen idealtypischen Aufwärtstrend. Gelingt der Befreiungsschlag, dürften die bisherigen
Jahreshochs bei rund 73 EUR nur eine Durchgangsstation auf dem Weg zur Kurslücke vom
Januar 2016 bei 75,26/77,02 EUR darstellen. Als Stopp auf der Unterseite ist indes
der o. g. ehemalige Abwärtstrend prädestiniert. |
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Daimler (Weekly) |
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| Mit neuem Allzeithoch |
| Die Netflix-Aktie befindet sich in einem stabilen Aufwärtstrend. Zum Abschluss der
vergangenen Woche kam es sogar nochmals zu zwei prozyklischen Investmentkaufsignalen.
Zum einen gelang dem Titel die „bullishe“ Auflösung der Dreieckskonsolidierung der
letzten Monate. Zum anderen hat das Papier damit gleichzeitig das bisherige Rekordhoch
vom Juli bei 191,50 USD passieren können. Letztere Weichenstellung sorgt für eines
der besten Signale der Technischen Analyse überhaupt. Auf der Indikatorenseite wird
der beschriebene Ausbruch durch ein neues MACD-Kaufsignal bestätigt, was das Risiko
eines Fehlausbruchs auf der Oberseite reduziert. Aus dem angeführten Konsolidierungsmuster
lässt sich ein kalkulatorisches Kursziel im Bereich von rund 214 USD ableiten. Auf
dem Weg in diese Region definieren die 138,2%-Fibonacci-Projektion bzw. das 161,8%-Pendant
der jüngsten Sommeratempause (202 USD bzw. 208 USD) wichtige Etappenziele. Um die
vorliegende Ausbruchssituation nicht leichtfertig zu verspielen, darf die Netflix-Aktie
in Zukunft nicht mehr nachhaltig unter das Septemberhoch bei knapp 190 USD zurückfallen. |
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Netflix (Daily) |
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