| Auf der Suche nach Orientierung |
| Am Nachmittag hatte der DAX® gestern wieder mit Abgabedruck zu kämpfen. Dennoch verblieb
die gestrige Handelsspanne innerhalb des Pendants des Vortages. Trotz des markanten
Dochts zeugt der dadurch resultierende Innenstab von der gegenwärtigen Suche nach
Orientierung seitens der Marktteilnehmer. Als Leitplanke nach Süden dient unverändert
der Aufwärtstrend seit Februar 2016 (akt. bei 12.037 Punkten), der zusammen mit dem
Tief vom 9. Februar (12.003 Punkte) einen ersten wichtigen Auffangbereich absteckt.
Fast noch bedeutender sind indes die Tiefpunkte vom August 2017 bzw. März 2018 bei
11.869/831 Punkten, deren Unterschreiten den deutschen Standardwerten die nächste
Breitseite verpassen würde. Auf der Oberseite fallen dagegen die jüngsten Hochs bei
12.455/460 Punkten auf. Ein Sprung über diese Hürden würde den DAX® kurzfristig stabilisieren.
Übergeordnet definiert aber erst die Kombination aus der 200-Tages-Linie (akt. bei
12.715 Punkten), dem Tief vom 2. Januar (12.745 Punkte) und dem Abwärtsgap vom 5.
Februar (12.753 zu 12.782 Punkte) die entscheidende Schaltstelle. |
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DAX® (Daily) |
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| Lehrbuchmäßiger Pullback |
| Seit dem zyklischen Hoch vom November 2017 bei 23,32 EUR durchlief die RWE-Aktie eine
deutliche Korrekturphase. Letztlich brachte diese aber lediglich einen nahezu lehrbuchmäßigen
Rücksetzer an die massive Haltezone aus dem ehemaligen Abwärtstrend seit Anfang 2008
(akt. bei 16,09 EUR) und der 38-Monats-Linie (akt. bei 15,97 EUR). Auf dieser Basis
hat der Versorger im Februar ein „Hammer“-Umkehrmuster ausgeprägt, dem im März voraussichtlich
eine dynamische weiße Monatskerze folgen dürfte. Per Saldo erfährt der beschriebene
Abwärtstrendbruch also eine Bestätigung. In die gleiche Kerbe schlägt die Tatsache,
dass inzwischen eine Folge steigender Hoch- und steigender Tiefpunkte zu Buche steht.
Für Charles Dow – einen der Wegbereiter der Technischen Analyse in der westlichen
Welt – war dies die Ausgangsvoraussetzung für einen (neuen) Haussetrend. Im konkreten
Fall ergibt sich ein Aufwärtstrendkanal, dessen Begrenzungen aktuell bei 15,09 EUR
bzw. 25,42 EUR verlaufen. Da wir die Verknüpfung unterschiedlicher Zeitebenen für
eine grundsätzlich sinnvolle Vorgehensweise halten, möchten wir im nächsten Schritt
den Wochenchart der RWE-Aktie auf den Prüfstand stellen. |
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RWE (Monthly) |
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| Gap von besonderer Qualität |
| Kurslücken, die offen bleiben und per Periodenende nicht geschlossen werden, messen
wir eine besondere Bedeutung bei. Tritt dieses Phänomen auf, interpretieren wir das
Gap prozyklisch, d. h. auf eine Aufwärtskurslücke folgt eine weitere Aufschwungphase
– bei einem Abwärtsgap drohen dagegen spiegelbildlich Anschlussverkäufe. Vor diesem
Hintergrund gilt es, die zu Wochenbeginn gerissene Kurslücke (untere Gapkante bei
18,04 EUR) zu verteidigen. Interessanterweise konnte das Papier damit auch die Glättungslinien
der letzten 200 bzw. 38 Wochen (akt. bei 18,34/18,76 EUR) hinter sich lassen. Hoffnungsvolle
Signale kommen aktuell auch von verschiedenen Indikatoren. So „arbeitet“ beispielsweise
der MACD an einem neuen Einstiegssignal, während der seit Juni 2017 im Verlauf der
Relativen Stärke nach Levy bestehende Abwärtstrend jüngst gebrochen wurde. In dieser
Gemengelage definieren die Tiefs von 2013 und 2011 bei 20,48/21,15 EUR eine erste
Zielzone. Perspektivisch winkt sogar ein Anlauf auf das Hoch vom November 2017 bei
23,32 EUR. Da wir die Bedeutung der jüngsten Aufwärtskurslücke hervorgehoben haben,
ist es nur konsequent den Stopp für neue Longengagements auf Basis der unteren Gapkante
zu platzieren. |
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RWE (Weekly) |
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