15.03.2018 09:00
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DAX® - Auf der Suche nach Orientierung

Auf der Suche nach Orientierung
Am Nachmittag hatte der DAX® gestern wieder mit Abgabedruck zu kämpfen. Dennoch verblieb die gestrige Handelsspanne innerhalb des Pendants des Vortages. Trotz des markanten Dochts zeugt der dadurch resultierende Innenstab von der gegenwärtigen Suche nach Orientierung seitens der Marktteilnehmer. Als Leitplanke nach Süden dient unverändert der Aufwärtstrend seit Februar 2016 (akt. bei 12.037 Punkten), der zusammen mit dem Tief vom 9. Februar (12.003 Punkte) einen ersten wichtigen Auffangbereich absteckt. Fast noch bedeutender sind indes die Tiefpunkte vom August 2017 bzw. März 2018 bei 11.869/831 Punkten, deren Unterschreiten den deutschen Standardwerten die nächste Breitseite verpassen würde. Auf der Oberseite fallen dagegen die jüngsten Hochs bei 12.455/460 Punkten auf. Ein Sprung über diese Hürden würde den DAX® kurzfristig stabilisieren. Übergeordnet definiert aber erst die Kombination aus der 200-Tages-Linie (akt. bei 12.715 Punkten), dem Tief vom 2. Januar (12.745 Punkte) und dem Abwärtsgap vom 5. Februar (12.753 zu 12.782 Punkte) die entscheidende Schaltstelle.

DAX® (Daily)
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Lehrbuchmäßiger Pullback
Seit dem zyklischen Hoch vom November 2017 bei 23,32 EUR durchlief die RWE-Aktie eine deutliche Korrekturphase. Letztlich brachte diese aber lediglich einen nahezu lehrbuchmäßigen Rücksetzer an die massive Haltezone aus dem ehemaligen Abwärtstrend seit Anfang 2008 (akt. bei 16,09 EUR) und der 38-Monats-Linie (akt. bei 15,97 EUR). Auf dieser Basis hat der Versorger im Februar ein „Hammer“-Umkehrmuster ausgeprägt, dem im März voraussichtlich eine dynamische weiße Monatskerze folgen dürfte. Per Saldo erfährt der beschriebene Abwärtstrendbruch also eine Bestätigung. In die gleiche Kerbe schlägt die Tatsache, dass inzwischen eine Folge steigender Hoch- und steigender Tiefpunkte zu Buche steht. Für Charles Dow – einen der Wegbereiter der Technischen Analyse in der westlichen Welt – war dies die Ausgangsvoraussetzung für einen (neuen) Haussetrend. Im konkreten Fall ergibt sich ein Aufwärtstrendkanal, dessen Begrenzungen aktuell bei 15,09 EUR bzw. 25,42 EUR verlaufen. Da wir die Verknüpfung unterschiedlicher Zeitebenen für eine grundsätzlich sinnvolle Vorgehensweise halten, möchten wir im nächsten Schritt den Wochenchart der RWE-Aktie auf den Prüfstand stellen.

RWE (Monthly)
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Gap von besonderer Qualität
Kurslücken, die offen bleiben und per Periodenende nicht geschlossen werden, messen wir eine besondere Bedeutung bei. Tritt dieses Phänomen auf, interpretieren wir das Gap prozyklisch, d. h. auf eine Aufwärtskurslücke folgt eine weitere Aufschwungphase – bei einem Abwärtsgap drohen dagegen spiegelbildlich Anschlussverkäufe. Vor diesem Hintergrund gilt es, die zu Wochenbeginn gerissene Kurslücke (untere Gapkante bei 18,04 EUR) zu verteidigen. Interessanterweise konnte das Papier damit auch die Glättungslinien der letzten 200 bzw. 38 Wochen (akt. bei 18,34/18,76 EUR) hinter sich lassen. Hoffnungsvolle Signale kommen aktuell auch von verschiedenen Indikatoren. So „arbeitet“ beispielsweise der MACD an einem neuen Einstiegssignal, während der seit Juni 2017 im Verlauf der Relativen Stärke nach Levy bestehende Abwärtstrend jüngst gebrochen wurde. In dieser Gemengelage definieren die Tiefs von 2013 und 2011 bei 20,48/21,15 EUR eine erste Zielzone. Perspektivisch winkt sogar ein Anlauf auf das Hoch vom November 2017 bei 23,32 EUR. Da wir die Bedeutung der jüngsten Aufwärtskurslücke hervorgehoben haben, ist es nur konsequent den Stopp für neue Longengagements auf Basis der unteren Gapkante zu platzieren.

RWE (Weekly)
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