02.08.2018 08:30
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DAX® - Das große Bild

HSBC Daily Trading

Das große Bild

Der Juli war für die deutschen Standardwerte ein sehr guter Börsenmonat. Aus charttechnischer Sicht schlägt sich das Monatsplus von 5,4 % in einem dynamischen „weißen Block“ nieder. Zu einer Eröffnung – praktisch auf Monatstief – gesellt sich also ein Schlusskurs in Schlagdistanz zum Monatshoch, d. h. über den gesamten Juli hinweg konnten Anleger Kaufinteresse verzeichnen. Dank dieser Entwicklung entsteht zusätzlich ein „bullish engulfing“. Per Saldo stehen also zwei konstruktive Candlestickmuster als Steilvorlage in die saisonal herausfordernde Phase im August/September zu Buche. Langfristig betrachtet sind die jüngsten beiden Verlaufshochs bei 13.170/13.204 Punkten wichtig. Ein Anstieg über diese Zone würde das Risiko einer drohenden Schulter-Kopf-Schulter-Formation deutlich reduzieren (siehe Chart). Da RSI und MACD allerdings weiterhin eine mehrjährige negative Divergenz ausweisen, sollten Anleger auch die Unterseite nicht vernachlässigen. Der Aufwärtstrend seit März 2009 verläuft inzwischen bei 12.195 Punkten. Ein Bruch dieses Trends würde sofort den Druck auf die horizontale Haltezone bei rund 11.800 Punkten – und damit die potentielle Nackenzone der o. g. S-K-S-Formation – erhöhen.


DAX® (Monthly)



Vor Flaggenausbruch?

Im Umfeld des Quartalswechsels Q1/Q2 hatte die Siemens-Aktie den langfristigen Aufwärtstrend seit Herbst 2008 (akt. bei 105,44 EUR) einer Belastungsprobe unterzogen. Letztlich legte der erfolgreiche Test dieser Trendlinie den Grundstein für die konstruktive Kursentwicklung während der letzten Monate. Aktuell stellt das Papier den seit Mai 2017 bestehenden Korrekturtrend (akt. bei 120,44 EUR) zur Disposition. Gelingt ein nachhaltiger Ausbruch auf der Oberseite, wäre die gesamte Verschnaufpause seit dem Frühling des vergangenen Jahres als (aufwärts-)trendbestätigende Flagge zu interpretieren. Auf eine positive Weichenstellung lassen diverse quantitative Indikatoren hoffen. So ist der MACD derzeit „long“ positioniert und auch die objektive Auswertung anhand des „HSBC Trendkompass“ signalisiert aktuell einen idealtypischen Haussetrend. Eines der Kriterien ist dabei die Relative Stärke nach Levy, die nicht nur über dem Schwellenwert von 1 notiert, sondern zusätzlich auch eine Bodenbildung abgeschlossen hat. Im Erfolgsfall winkt ein erneuter Anlauf auf das Allzeithoch bei 133,50 EUR, wobei die beiden Hochs bei knapp 126 EUR ein wichtiges Etappenziel markieren.


Siemens (Weekly)



3,69 BRL als Schlüsselgröße

Das Währungspaar USD/BRL hat zuletzt zwei Mal die Marke von 4 BRL fast erreicht. Dieses Level markiert den Auftakt zu einem wahren Widerstandsgürtel, der sich über das 2002er-Hoch (4,01 BRL) bis zu den Hochs der Jahre 2016 und 2015 bei 4,17 BRL bzw. 4,26 BRL erstreckt. Mit zwei „shooting stars“ auf Wochenbasis wird der Widerstandscharakter der angeführten Hürden untermauert. Und auch eine Zeitebene höher, im Monatschart, findet diese Barriere ihren Niederschlag. Schließlich weisen die letzten beiden Monatskerzen vom Juli und Juni mit 3,95/3,97 BRL fast deckungsgleiche Monatshochs auf. Da der Juli zudem die erste korrektive Kerze nach einer Serie von fünf weißen Kerzen in Folge brachte, dürften dem Greenback weitere Zugewinne zusehends schwerer fallen. Dies gilt auch mit Blick auf den RSI, der gerade ein frisches Ausstiegssignal generiert hat. Diesem Beispiel droht der MACD zeitnah zu folgen. In dieser Gemengelage gilt es, das jüngste Verlaufstief bei 3,69 BRL zu verteidigen, welches durch das Tief vom November 2015 bzw. das Hoch vom Mai 2016 (3,69/3,68 BRL) untermauert wird. Ein Abgleiten unter diese Haltezone dürfte eine USD-Korrektur bis rund 3,51 BRL (Hoch vom November 2016) nach sich ziehen.


USD/BRL (Weekly)



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Quelle

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