DAX® - Dezember: Zu Beginn und am Ende freundlich
Dezember: Zu Beginn und am Ende freundlich
Saisonale Auswertungen liegen häufig für die USA vor, während das Thema in Deutschland eher stiefmütterlich behandelt wird. Hierzu wollten wir ein Gegengewicht setzen, indem wir die durchschnittliche Entwicklung der zehn DAX®-Schwergewichte in den schwierigen Sommermonaten bzw. im 4. Quartal untersucht haben. Während sich die saisonale Zurückhaltung in den heißen Sommermonaten ausgezahlt hat, blieb ein saisonal starkes Q4 bisher Wunschdenken. Kommt die Jahresendrally mit Zeitverzug doch noch oder fällt diese saisonale Anomalie in diesem Jahr komplett aus? Um diese Frage zu beantworten, haben wir die Kursentwicklung der zehn größten DAX®-Titel – gemessen an der Marktkapitalisierung von SAP bis Münchener Rück – im Dezember untersucht. Als Datenbasis dienen dabei die Jahre von 2000 bis 2017. Im letzten Monat des Jahres hat ein Portfolio aus den DAX®-Schwergewichten im Durchschnitt in diesem Jahrtausend um 1,35 % zugelegt und stellt dabei seine Benchmark (+0,99 %) in den Schatten. Mit anderen Worten: Die zehn größten deutschen „blue chips“ profitieren in besonderer Weise von dem saisonalen Phänomen der Dezemberrally. Die Wertentwicklung ist aber nur die eine Seite der Medaille (Fortsetzung siehe unten).
DAX® (Daily)

… dazwischen: Dezember-Delle
Interessant sind darüber hinaus die Trefferquote sowie die beste/schlechteste Performance im Dezember. Isoliert betrachtet sieht die Trefferquote von knapp 64 % gut aus. Doch das Bild wird getrübt, denn die Trefferquote ist deutlich schlechter als für das gesamte Schlussquartal. Außerdem brachte der schlechteste Dezembermonat regelmäßig größere Verluste als der beste Dezember Investoren Gewinne bescherte. Unsere Auswertung lässt aber noch tiefergehende Erkenntnisse zu. So neigen die zehn Schwergewichte in der 2. Dezemberwoche oftmals zu einer Konsolidierung. Diese „Dezember-Delle“ dürfte aufgrund der hohen Gewichtung auch den DAX® insgesamt belasten, was für einen weiteren Wermutstropfen sorgt. Ein Investitionszeitpunkt per Mitte Dezember dürfte deshalb ein besseres Chance-Risiko-Profil aufweisen als ein Engagement gleich zu Monatsbeginn. So bieten bspw. Bayer und Linde in der zweiten Monatshälfte sogar eine bessere Performance als im Gesamtmonat. Dagegen neigen die Deutsche Telekom und SAP (-0,09 % bzw. -0,81 %) sogar im gesamten Dezember zu einer saisonalen Schwächephase. Verknüpft mit der konkreten charttechnischen Situation bieten solche saisonalen Auswertungen zusätzliche Renditepotentiale.
DAX® (Monthly)

Last man standing
Im Vergleich zu vielen anderen Technologietiteln hat die Microsoft-Aktie die jüngste Korrektur im Techsektor sehr gut überstanden. Zwar hat die Parallele (akt. bei 118,62 USD) zum Basisaufwärtstrendkanal seit 2009 auch hier als Bremsklotz fungiert, aber die Kombination aus den Aufwärtstrends seit Februar 2018 bzw. Juli 2017 bzw. der 38-Wochen-Linie (akt. bei 104,50/103,36/102,49 USD) konnte letztlich verteidigt werden. Auf Basis dieser Haltezone hat das Papier mehrere Wochenkerzen mit markanten Lunten ausgeprägt. Dennoch hat die beschriebene Verschnaufpause Spuren hinterlassen. So haben zuletzt sowohl der Aroon als auch der MACD Ausstiegssignale generiert. Im Verlauf des zuletzt angeführten Trendfolgers liegt sogar eine abgeschlossene Toppbildung vor. In der Summe ist die charttechnische Ausgangslage zwar noch nicht gekippt, aber aufgrund der beschriebenen Bremsfaktoren sollten Investoren ein striktes Risikomanagement wählen. Als Stopp-Loss sind die letzten beiden Verlaufstiefs bei 100,12/99,38 USD prädestiniert, deren Unterschreiten gleichbedeutend mit einem Bruch der o. g. Bastion wäre.
Microsoft (Weekly)

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Saisonale Auswertungen liegen häufig für die USA vor, während das Thema in Deutschland eher stiefmütterlich behandelt wird. Hierzu wollten wir ein Gegengewicht setzen, indem wir die durchschnittliche Entwicklung der zehn DAX®-Schwergewichte in den schwierigen Sommermonaten bzw. im 4. Quartal untersucht haben. Während sich die saisonale Zurückhaltung in den heißen Sommermonaten ausgezahlt hat, blieb ein saisonal starkes Q4 bisher Wunschdenken. Kommt die Jahresendrally mit Zeitverzug doch noch oder fällt diese saisonale Anomalie in diesem Jahr komplett aus? Um diese Frage zu beantworten, haben wir die Kursentwicklung der zehn größten DAX®-Titel – gemessen an der Marktkapitalisierung von SAP bis Münchener Rück – im Dezember untersucht. Als Datenbasis dienen dabei die Jahre von 2000 bis 2017. Im letzten Monat des Jahres hat ein Portfolio aus den DAX®-Schwergewichten im Durchschnitt in diesem Jahrtausend um 1,35 % zugelegt und stellt dabei seine Benchmark (+0,99 %) in den Schatten. Mit anderen Worten: Die zehn größten deutschen „blue chips“ profitieren in besonderer Weise von dem saisonalen Phänomen der Dezemberrally. Die Wertentwicklung ist aber nur die eine Seite der Medaille (Fortsetzung siehe unten).
… dazwischen: Dezember-Delle
Interessant sind darüber hinaus die Trefferquote sowie die beste/schlechteste Performance im Dezember. Isoliert betrachtet sieht die Trefferquote von knapp 64 % gut aus. Doch das Bild wird getrübt, denn die Trefferquote ist deutlich schlechter als für das gesamte Schlussquartal. Außerdem brachte der schlechteste Dezembermonat regelmäßig größere Verluste als der beste Dezember Investoren Gewinne bescherte. Unsere Auswertung lässt aber noch tiefergehende Erkenntnisse zu. So neigen die zehn Schwergewichte in der 2. Dezemberwoche oftmals zu einer Konsolidierung. Diese „Dezember-Delle“ dürfte aufgrund der hohen Gewichtung auch den DAX® insgesamt belasten, was für einen weiteren Wermutstropfen sorgt. Ein Investitionszeitpunkt per Mitte Dezember dürfte deshalb ein besseres Chance-Risiko-Profil aufweisen als ein Engagement gleich zu Monatsbeginn. So bieten bspw. Bayer und Linde in der zweiten Monatshälfte sogar eine bessere Performance als im Gesamtmonat. Dagegen neigen die Deutsche Telekom und SAP (-0,09 % bzw. -0,81 %) sogar im gesamten Dezember zu einer saisonalen Schwächephase. Verknüpft mit der konkreten charttechnischen Situation bieten solche saisonalen Auswertungen zusätzliche Renditepotentiale.
Last man standing
Im Vergleich zu vielen anderen Technologietiteln hat die Microsoft-Aktie die jüngste Korrektur im Techsektor sehr gut überstanden. Zwar hat die Parallele (akt. bei 118,62 USD) zum Basisaufwärtstrendkanal seit 2009 auch hier als Bremsklotz fungiert, aber die Kombination aus den Aufwärtstrends seit Februar 2018 bzw. Juli 2017 bzw. der 38-Wochen-Linie (akt. bei 104,50/103,36/102,49 USD) konnte letztlich verteidigt werden. Auf Basis dieser Haltezone hat das Papier mehrere Wochenkerzen mit markanten Lunten ausgeprägt. Dennoch hat die beschriebene Verschnaufpause Spuren hinterlassen. So haben zuletzt sowohl der Aroon als auch der MACD Ausstiegssignale generiert. Im Verlauf des zuletzt angeführten Trendfolgers liegt sogar eine abgeschlossene Toppbildung vor. In der Summe ist die charttechnische Ausgangslage zwar noch nicht gekippt, aber aufgrund der beschriebenen Bremsfaktoren sollten Investoren ein striktes Risikomanagement wählen. Als Stopp-Loss sind die letzten beiden Verlaufstiefs bei 100,12/99,38 USD prädestiniert, deren Unterschreiten gleichbedeutend mit einem Bruch der o. g. Bastion wäre.
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