DAX® - Erholung auf wackeligen Füßen
Erholung auf wackeligen Füßen
Gleich zu Handelsbeginn musste der DAX® gestern zum wiederholten Mal ein neues Verlaufstief (11.078 Punkte) hinnehmen. Anders als in den letzten Tagen setzte danach allerdings eine technische Aufwärtsreaktion ein, so dass sich auf Tagesbasis ein „bullish engulfing“-Umkehrmuster ergibt. Damit wurde zudem eine Folge von sechs roten Tageskerzen in Serie durchbrochen. Aus charttechnischer Sicht führt diese Entwicklung dazu, dass die Unterstützungszone aus dem 50%-Retracement des Aufwärtsimpulses seit Februar 2016 (11.148 Punkte) sowie der Parallelen (akt. bei 11.174 Punkten) zum Abwärtstrend seit Ende Januar auf Schlusskursbasis verteidigt werden konnte. Aufgrund der Vorgaben dürfte das Ringen um diese Bastion heute jedoch in die Verlängerung gehen. Ein möglicherweise neuerlicher Schwächeanfall signalisiert, wie fragil der Markt derzeit ist. Für einen Silberstreif sorgt dabei die Analyse der Marktbreite. Von den 90 DAX®- und MDAX®-Werten notieren nur noch gut 21 % oberhalb ihrer 200-Tages-Linie. Die objektive Auswertung anhand des „HSBC Trendkompass“ wies am Mittwoch für gerade einmal noch vier DAX®-Einzeltitel einen Haussetrend aus. In der Summe handelt es sich um sehr niedrige Werte, wie sie oft an unteren Wendepunkten festzustellen sind.
DAX® (Daily)

Die Kurve bekommen!?!
Im Gegensatz zum schwachen Gesamtmarkt kam es im Oktober bei der Südzucker-Aktie zu einer deutlichen Aufwärtsreaktion. Diese Entwicklung nährt die Hoffnung, dass das Papier nach dem Kursverfall von gut 25 EUR auf knapp 11 EUR mittlerweile das Schlimmste überstanden hat. Auch aus charttechnischer Sicht mehren sich aktuell die positiven Signale. So wurde jüngst ein wichtiger Kumulationswiderstand zurückerobert. Gemeint ist das Barrierenbündel aus verschiedenen Hoch- und Tiefpunkten bei rund 13,50 EUR, der 38-Wochen-Linie (akt. bei 13,59 EUR) sowie dem im Februar 2017 etablierten Baissetrend (akt. bei 13,62 EUR). Der beschriebene Stimmungswandel wird durch den MACD untermauert, der freundlich zu interpretieren ist und zuvor bereits eine positive Divergenz ausgeprägt hatte. Darüber hinaus möchten wir die Bodenbildung im Verlauf der Relativen Stärke hervorheben (siehe Chart). Das nächste Erholungsziel wird durch das Junihoch bei 15,85 EUR definiert. Auf der Unterseite bestehen indes die ersten Rückzugslinien in Form der o. g. Kumulationszone, aber auch in Form des Hochs vom September bzw. dem Tief vom März bei 13,02/13,01 EUR.
Südzucker (Weekly)

Die ersten Hoffnungsschimmer
Die Osram-Aktie musste mit 29,71 EUR zuletzt nochmals ein neues Verlaufstief hinnehmen. Neue Bewegungstiefs sind derzeit gleichbedeutend mit dem niedrigsten Stand seit 2014. Dennoch sehen wir inzwischen Licht am Ende des Tunnels. So ergibt sich auf Monatsbasis voraussichtlich ein sog. „Hammer“. Sowohl an diesem Candlestickumkehrmuster als auch am mittlerweile wieder freundlich zu interpretierenden MACD lässt sich der laufende Gezeitenwandel festmachen. Zuvor hatte der Trendfolger bereits eine positive Divergenz ausgeprägt. Gleichzeitig arbeitet der RSI an einer Bodenbildung. Damit auch das eigentliche Chartbild eine nachhaltige Verbesserung erfährt, ist ein Bruch des Baissetrends seit Beginn des Jahres (akt. bei 36,28 EUR) notwendig. Der Charme einer positiven Weichenstellung liegt nicht zuletzt darin, dass im Erfolgsfall auch das Tief vom Januar 2016 (34,25 EUR) zurückerobert wäre. Gelingt der Befreiungsschlag, definieren die jüngsten Erholungshochs bei rund 40 EUR das nächste Anlaufziel. Bis dahin bieten sich aus Investorensicht Anlageprodukte an, welche die letzten wichtigen Tiefs (31,54/29,71 EUR) bzw. in der defensiven Ausprägung sogar das historische Low (25,31 EUR) als Unterstützungen berücksichtigen.
Osram Licht (Weekly)

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Gleich zu Handelsbeginn musste der DAX® gestern zum wiederholten Mal ein neues Verlaufstief (11.078 Punkte) hinnehmen. Anders als in den letzten Tagen setzte danach allerdings eine technische Aufwärtsreaktion ein, so dass sich auf Tagesbasis ein „bullish engulfing“-Umkehrmuster ergibt. Damit wurde zudem eine Folge von sechs roten Tageskerzen in Serie durchbrochen. Aus charttechnischer Sicht führt diese Entwicklung dazu, dass die Unterstützungszone aus dem 50%-Retracement des Aufwärtsimpulses seit Februar 2016 (11.148 Punkte) sowie der Parallelen (akt. bei 11.174 Punkten) zum Abwärtstrend seit Ende Januar auf Schlusskursbasis verteidigt werden konnte. Aufgrund der Vorgaben dürfte das Ringen um diese Bastion heute jedoch in die Verlängerung gehen. Ein möglicherweise neuerlicher Schwächeanfall signalisiert, wie fragil der Markt derzeit ist. Für einen Silberstreif sorgt dabei die Analyse der Marktbreite. Von den 90 DAX®- und MDAX®-Werten notieren nur noch gut 21 % oberhalb ihrer 200-Tages-Linie. Die objektive Auswertung anhand des „HSBC Trendkompass“ wies am Mittwoch für gerade einmal noch vier DAX®-Einzeltitel einen Haussetrend aus. In der Summe handelt es sich um sehr niedrige Werte, wie sie oft an unteren Wendepunkten festzustellen sind.
Die Kurve bekommen!?!
Im Gegensatz zum schwachen Gesamtmarkt kam es im Oktober bei der Südzucker-Aktie zu einer deutlichen Aufwärtsreaktion. Diese Entwicklung nährt die Hoffnung, dass das Papier nach dem Kursverfall von gut 25 EUR auf knapp 11 EUR mittlerweile das Schlimmste überstanden hat. Auch aus charttechnischer Sicht mehren sich aktuell die positiven Signale. So wurde jüngst ein wichtiger Kumulationswiderstand zurückerobert. Gemeint ist das Barrierenbündel aus verschiedenen Hoch- und Tiefpunkten bei rund 13,50 EUR, der 38-Wochen-Linie (akt. bei 13,59 EUR) sowie dem im Februar 2017 etablierten Baissetrend (akt. bei 13,62 EUR). Der beschriebene Stimmungswandel wird durch den MACD untermauert, der freundlich zu interpretieren ist und zuvor bereits eine positive Divergenz ausgeprägt hatte. Darüber hinaus möchten wir die Bodenbildung im Verlauf der Relativen Stärke hervorheben (siehe Chart). Das nächste Erholungsziel wird durch das Junihoch bei 15,85 EUR definiert. Auf der Unterseite bestehen indes die ersten Rückzugslinien in Form der o. g. Kumulationszone, aber auch in Form des Hochs vom September bzw. dem Tief vom März bei 13,02/13,01 EUR.
Die ersten Hoffnungsschimmer
Die Osram-Aktie musste mit 29,71 EUR zuletzt nochmals ein neues Verlaufstief hinnehmen. Neue Bewegungstiefs sind derzeit gleichbedeutend mit dem niedrigsten Stand seit 2014. Dennoch sehen wir inzwischen Licht am Ende des Tunnels. So ergibt sich auf Monatsbasis voraussichtlich ein sog. „Hammer“. Sowohl an diesem Candlestickumkehrmuster als auch am mittlerweile wieder freundlich zu interpretierenden MACD lässt sich der laufende Gezeitenwandel festmachen. Zuvor hatte der Trendfolger bereits eine positive Divergenz ausgeprägt. Gleichzeitig arbeitet der RSI an einer Bodenbildung. Damit auch das eigentliche Chartbild eine nachhaltige Verbesserung erfährt, ist ein Bruch des Baissetrends seit Beginn des Jahres (akt. bei 36,28 EUR) notwendig. Der Charme einer positiven Weichenstellung liegt nicht zuletzt darin, dass im Erfolgsfall auch das Tief vom Januar 2016 (34,25 EUR) zurückerobert wäre. Gelingt der Befreiungsschlag, definieren die jüngsten Erholungshochs bei rund 40 EUR das nächste Anlaufziel. Bis dahin bieten sich aus Investorensicht Anlageprodukte an, welche die letzten wichtigen Tiefs (31,54/29,71 EUR) bzw. in der defensiven Ausprägung sogar das historische Low (25,31 EUR) als Unterstützungen berücksichtigen.
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