Am Freitag verblieb der DAX® innerhalb der Handelsspanne des Vortages.
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Flagge als Katalysator
Am Freitag verblieb der DAX® innerhalb der Handelsspanne des Vortages. Der so entstehende „inside day“ gibt uns die Gelegenheit, einen Blick auf den Wochenchart der deutschen Standardwerte zu werfen. Zu Jahresbeginn hat das Aktienbarometer fast punktgenau auf dem seit Sommer 2016 bestehenden Haussetrend (akt. bei 12.880 Punkten) bzw. auf der 38-Wochen-Linie (akt. bei 12.725 Punkten) aufgesetzt. Die Bestätigung dieser Haltezone sorgt im Zusammenspiel mit dem „bullish engulfing“ der Vorwoche für ein erneutes Ausrufezeichen hinter der laufenden Rally. Das angeführte Candlestickmuster umschließt sogar die Körper der vier(!) vorangegangenen Wochen. Möglicherweise ist dies der Nährboden, um zum wiederholten Mal eine Konsolidierungsflagge auszuprägen (siehe Chart). Der endgültige Abschluss dieser Trendfortsetzungsformation ließe sogar auf neue Rekordstände jenseits der Marke von 13.526 Punkten schließen, zumal auch die amerikanischen Aktienmärkte (z. B. DJIA®, S&P 500®) unverändert von einem Allzeithoch zum nächsten eilen. Um diese Perspektive nicht aus den Augen zu verlieren, sollte der DAX® in Zukunft nicht mehr unter die o. g. Bastion zurückfallen.
DAX® (Weekly)
Doppelter (Kurs-)Turbo?
In unseren Analysen betonen wir regelmäßig den Charme der hohen Zeitebenen. Gerade im Umfeld des Jahreswechsels bietet sich auch mal ein Blick auf den Jahreschart an. Oftmals fördert die höchste aller möglichen Zeitebenen interessante Details zu Tage. So liegt bei der Daimler-Aktie die zweite Jahreskerze in Folge mit markanter Lunte vor. Gleichzeitig beendete das Papier die letzten beiden Jahre jeweils im oberen Drittel der jeweiligen Jahresrange. Als drittes fällt auf, dass die Handelsspanne von 2017 innerhalb der Schwankungsbreite des Vorjahres verblieb. Damit würde ein nachhaltiger Anstieg über die Hochs von 2017 bei gut 73 EUR das beschriebene "inside year" nach oben auflösen und somit für ein neues Einstiegssignal sorgen. Eine solche Weichenstellung deckt sich in der untergeordneten Zeitebene. Schließlich wäre im Erfolgsfall auch die Schiebezone zwischen 60 EUR auf der Unter- und gut 73 EUR auf der Oberseite nach oben aufgelöst. Im Erfolgsfall dürfte zunächst die Kurslücke vom Jahresauftakt 2016 (obere Gapkante bei 77,02 EUR) geschlossen werden. Perspektivisch lässt sich aus der Höhe der o. g. Tradingrange sogar ein Anlauf auf das Hoch vom Dezember 2015 bei 85,50 EUR rechtfertigen.
Daimler (Weekly)
Kernhaltezone unter Druck
In der abgelaufenen Woche musste der Euro-BUND-Future deutliche Kursverluste hinnehmen. Damit rücken die Tiefs von Mai, Juli und September 2017 bei gut 160 in den Fokus. Ein Rutsch unter die letzten Tiefs würde dem Rentenbarometer einen ersten Nackenschlag versetzen, so dass in der Folge die charttechnische Schlüsselunterstützung bei rund 159 getestet werden dürfte. Auf diesem Niveau fallen die Tiefs von November 2016 und März 2017 mit der 200-Wochen-Linie (akt. bei 158,39) zusammen. Bei einem Abgleiten unter diese Bastion werden gleich mehrere negative Weichenstellungen Realität. Zum einen wäre dann die seitliche Schiebezone der letzten 16 Monate bzw. die jüngsten „inside quarters“ nach unten aufgelöst, zum anderen müssten Investoren dann von einer abgeschlossenen Toppbildung ausgehen (siehe Chart). Das rechnerische Abschlagspotential aus der Höhe der beschriebenen Tradingrange lässt sich auf rund sieben „big figures“ veranschlagen. Begünstigt wird ein solcher Bewegungsimpuls durch den ADX-Indikator. Die Trenddynamik notiert auf dem niedrigsten Niveau seit dem Jahr 2000 – der ideale Nährboden für die Etablierung eines neuen Trendimpulses.
Euro-BUND-Future (Weekly)
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