DAX® - Gap verteidigt - Erholung setzt sich fort
Gap verteidigt - Erholung setzt sich fort
Nach dem freundlichen Wochenauftakt gönnte sich der DAX® gestern eine Verschnaufpause. Wichtig ist dabei aber, dass die positiven Argumente der letzten Tage weiter Bestand haben. So blieb die Kurslücke vom Vortag (untere Gapkante bei 11.206 Punkten) offen, mit der die deutschen Standardwerte zuvor die Rückkehr in den seit Mitte Juni bestehenden Abwärtstrendkanal vollzogen hatten. Auch die positiven Divergenzen beim RSI und beim MACD sorgen weiterhin für Rückenwind. Der Trendfolger hat sogar jüngst seine Signallinie von unten nach oben durchschnitten. In der Summe favorisieren wir deshalb eine Fortsetzung der zuletzt eingeleiteten Erholungsbewegung. Die Kombination aus dem Tief vom 15. Oktober (11.459 Punkte) bzw. der 38-Tages-Linie (akt. bei 11.465 Punkten) markiert dabei ein erstes wichtiges Erholungsziel. Danach ergibt sich aus dem oberen Bollinger Band (akt. bei 11.654 Punkten) sowie dem Hoch vom 2. November (11.690 Punkte) die nächste nennenswerte Widerstandszone. Aufgrund des antizyklischen Charakters aktueller Longpositionen bedarf es allerdings eines strikten Stoppmanagements. So würde ein vollständiges Schließen der o. g. Kurslücke die jüngsten Verlaufstiefs bei 11.051/11.009 Punkten sofort wieder in den Fokus rücken.
DAX® (Daily)

Autos: Underperformance beendet?
Sogenannte Ratio-Charts zwischen zwei Basiswerten offenbaren oftmals wichtige Marktwendepunkte. Wir setzen sie bevorzugt in Verbindung mit einem absoluten Chart ein, denn wir wissen es besonders zu schätzen, wenn relativer und eigentlicher Chartverlauf Hand in Hand gehen. Anhand der heutigen Analysen im „HSBC Daily Trading“ können Anleger unsere Vorgehensweise nachvollziehen. So zeigt der Verhältnischart zwischen dem Stoxx Europe 600 Automobiles & Parts® und dem Stoxx Europe 600® seit Januar eine deutliche Underperformance der Autotitel im Vergleich zum breiten Markt. Inzwischen wurde aber erneut die Schlüsselmarke von 1,3 getestet. Dieses Niveau spielte in den letzten sechs Jahren immer wieder eine wichtige Rolle (siehe Chart). Gleichzeitig arbeitet der MACD – bezogen auf das Verhältnis zwischen Sektor- und übergeordnetem Mutterindex – an einem neuen Einstiegssignal. Damit würde der Trendfolger dem Beispiel des RSI folgen, der zuvor bereits eine positive Divergenz ausgeprägt hat. Aufgrund dieser Indikatorenentwicklung sowie der beschriebenen Unterstützungszone im Ratio-Chart gehen wir davon aus, dass die Autowerte in den nächsten Monaten nicht mehr schlechter als der Gesamtmarkt laufen werden.
Ratio-Chart Stoxx 600 Autom. & Parts/Stoxx 600 (Weekly)

Massive Haltezone
Der letzte DAX®-Abschwung hat die Daimler-Aktie nicht mehr belastet. Anders als bei den deutschen Standardwerten stammt das Verlaufstief bei dem Autotitel von Mitte Oktober (48,77 EUR). Die „zittrigen Hände“ à la Kostolany haben also offensichtlich bereits verkauft. Diese Feststellung ist umso interessanter, als dass es sich bei der 50er-Marke um eine wichtige Unterstützung handelt. Neben dem Tief vom Juli 2016 (50,83 EUR) verläuft hier der langfristige gleitende Durchschnitt der letzten 200 Monate (akt. bei 49,27 EUR). Auf dieser Basis bildet das Papier im Monatschart voraussichtlich einen Innenstab aus. Die letzten beiden Monatskerzen weisen zudem markante Lunten auf, so dass die Marktteilnehmer das angeführte Level tatsächlich als wichtige Auffangzone wahrnehmen. Ein Bruch des steilen Abwärtstrends seit Mai (akt. bei 53,41 EUR) dürfte deshalb den Grundstein für eine Aufwärtsreaktion legen. Die verschiedenen Hoch- und Tiefpunkte bei 59 EUR – verstärkt durch die 38-Wochen-Linie (akt. bei 58,74 EUR) – definieren dann ein erstes Erholungsziel. Der Charme der aktuellen Konstellation liegt auch in einer engmaschigen Absicherung: Um die skizzierte Stabilisierungschance nicht zu verspielen, sollten die jüngsten Tiefs bei 49,62/48,77 EUR nicht mehr unterschritten werden.
Daimler (Weekly)

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Nach dem freundlichen Wochenauftakt gönnte sich der DAX® gestern eine Verschnaufpause. Wichtig ist dabei aber, dass die positiven Argumente der letzten Tage weiter Bestand haben. So blieb die Kurslücke vom Vortag (untere Gapkante bei 11.206 Punkten) offen, mit der die deutschen Standardwerte zuvor die Rückkehr in den seit Mitte Juni bestehenden Abwärtstrendkanal vollzogen hatten. Auch die positiven Divergenzen beim RSI und beim MACD sorgen weiterhin für Rückenwind. Der Trendfolger hat sogar jüngst seine Signallinie von unten nach oben durchschnitten. In der Summe favorisieren wir deshalb eine Fortsetzung der zuletzt eingeleiteten Erholungsbewegung. Die Kombination aus dem Tief vom 15. Oktober (11.459 Punkte) bzw. der 38-Tages-Linie (akt. bei 11.465 Punkten) markiert dabei ein erstes wichtiges Erholungsziel. Danach ergibt sich aus dem oberen Bollinger Band (akt. bei 11.654 Punkten) sowie dem Hoch vom 2. November (11.690 Punkte) die nächste nennenswerte Widerstandszone. Aufgrund des antizyklischen Charakters aktueller Longpositionen bedarf es allerdings eines strikten Stoppmanagements. So würde ein vollständiges Schließen der o. g. Kurslücke die jüngsten Verlaufstiefs bei 11.051/11.009 Punkten sofort wieder in den Fokus rücken.
Autos: Underperformance beendet?
Sogenannte Ratio-Charts zwischen zwei Basiswerten offenbaren oftmals wichtige Marktwendepunkte. Wir setzen sie bevorzugt in Verbindung mit einem absoluten Chart ein, denn wir wissen es besonders zu schätzen, wenn relativer und eigentlicher Chartverlauf Hand in Hand gehen. Anhand der heutigen Analysen im „HSBC Daily Trading“ können Anleger unsere Vorgehensweise nachvollziehen. So zeigt der Verhältnischart zwischen dem Stoxx Europe 600 Automobiles & Parts® und dem Stoxx Europe 600® seit Januar eine deutliche Underperformance der Autotitel im Vergleich zum breiten Markt. Inzwischen wurde aber erneut die Schlüsselmarke von 1,3 getestet. Dieses Niveau spielte in den letzten sechs Jahren immer wieder eine wichtige Rolle (siehe Chart). Gleichzeitig arbeitet der MACD – bezogen auf das Verhältnis zwischen Sektor- und übergeordnetem Mutterindex – an einem neuen Einstiegssignal. Damit würde der Trendfolger dem Beispiel des RSI folgen, der zuvor bereits eine positive Divergenz ausgeprägt hat. Aufgrund dieser Indikatorenentwicklung sowie der beschriebenen Unterstützungszone im Ratio-Chart gehen wir davon aus, dass die Autowerte in den nächsten Monaten nicht mehr schlechter als der Gesamtmarkt laufen werden.
Massive Haltezone
Der letzte DAX®-Abschwung hat die Daimler-Aktie nicht mehr belastet. Anders als bei den deutschen Standardwerten stammt das Verlaufstief bei dem Autotitel von Mitte Oktober (48,77 EUR). Die „zittrigen Hände“ à la Kostolany haben also offensichtlich bereits verkauft. Diese Feststellung ist umso interessanter, als dass es sich bei der 50er-Marke um eine wichtige Unterstützung handelt. Neben dem Tief vom Juli 2016 (50,83 EUR) verläuft hier der langfristige gleitende Durchschnitt der letzten 200 Monate (akt. bei 49,27 EUR). Auf dieser Basis bildet das Papier im Monatschart voraussichtlich einen Innenstab aus. Die letzten beiden Monatskerzen weisen zudem markante Lunten auf, so dass die Marktteilnehmer das angeführte Level tatsächlich als wichtige Auffangzone wahrnehmen. Ein Bruch des steilen Abwärtstrends seit Mai (akt. bei 53,41 EUR) dürfte deshalb den Grundstein für eine Aufwärtsreaktion legen. Die verschiedenen Hoch- und Tiefpunkte bei 59 EUR – verstärkt durch die 38-Wochen-Linie (akt. bei 58,74 EUR) – definieren dann ein erstes Erholungsziel. Der Charme der aktuellen Konstellation liegt auch in einer engmaschigen Absicherung: Um die skizzierte Stabilisierungschance nicht zu verspielen, sollten die jüngsten Tiefs bei 49,62/48,77 EUR nicht mehr unterschritten werden.
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