Trotz des neuen Allzeithochs beim S&P 500® (2.853 Punkte) blieben Anschlusskäufe nach dem neuen DAX®-Rekordstand von 13.597 Punkten am deutschen Aktienmarkt gestern aus.
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Gewinnmitnahmen belasten
Trotz des neuen Allzeithochs beim S&P 500® (2.853 Punkte) blieben Anschlusskäufe nach dem neuen DAX®-Rekordstand von 13.597 Punkten am deutschen Aktienmarkt gestern aus. Da das Aktienbarometer das alte Hoch vom November (13.526 Punkte) wieder preisgeben musste und zudem die jüngste Aufwärtskurslücke geschlossen hat, verbleibt aus charttechnischer Sicht ein fader Beigeschmack. Schließlich droht ein klassisches „false break“ auf der Oberseite. Als Belastungsfaktor könnte sich darüber hinaus die Entwicklung des Währungspaars USD/JPY erweisen (siehe Analyse unten). Deshalb betonen wir kurzfristig die nächsten Unterstützungen in Form der Hochpunkte vom 9. Januar und vom 19. Dezember bei 13.425 bzw. 13.339 Punkten. Darunter steht mit der Kombination aus der 38-Tages-Linie (akt. bei 13.163 Punkten) und den letzten beiden Verlaufstiefs bei rund 13.150 Punkten der nächste Rückzugsbereich zur Verfügung. Auf der Oberseite bedarf es indes eines Spurts über die letzten beiden Hochs bei 13.526/97 Punkten, um die Bullen zurück in die Erfolgsspur zu bringen.
DAX® (Daily)
Ein Schuss vor den Bug!
Im bisherigen Jahresverlauf musste der US-Dollar im Vergleich zum japanischen Yen deutliche Kursverluste hinnehmen. Nach dem Rückfall unter die 200-Tages-Linie (akt. bei 111,76 JPY) folgte gestern mit dem erneuten Unterschreiten des ehemaligen Abwärtstrends seit Anfang 2017 (akt. bei 110,37 JPY) die nächste Breitseite. Da damit gleichzeitig auch das Novembertief bei 110,83 JPY unterschritten wurde, muss die jüngste Kursentwicklung als Toppbildung interpretiert werden. Diese Gefahr spiegelt sich auch im Verlauf des trendfolgenden MACD wider, der sowohl im Tages- und Wochenbereich als auch auf Monatsbasis derzeit „short“ positioniert ist. Aus der beschriebenen oberen Umkehr lässt sich ein rechnerisches Abschlagspotential bis rund 107 JPY ableiten. Diese Zielmarke harmoniert bestens mit den beiden Verlaufstiefs des vergangenen Jahres bei 108,11 JPY bzw. 107,31 JPY. Per Saldo dürfte der Greenback weiter einen schweren Stand gegenüber der japanischen Valuta haben. Um diese Einschätzung zu negieren, bedarf es der Rückeroberung der o. g. Glättungslinie der letzten 200 Tage.
USD/JPY (Daily)
Ausbruch auf der Oberseite
Seit fast zwei Jahren verließ die Marktteilnehmer bei der Medigene-Aktie in schöner Regelmäßigkeit zwischen 14,88 EUR und 15,80 EUR der Mut. Gestern hat der Biotechtitel nun diesen „Deckel“ der letzten knapp zwei Jahre gelüftet. Das jüngste Aufwärtsgap (15,00 EUR zu 15,27 EUR) unterstreicht dabei die Ambitionen der Bullen. Interessant ist aber auch die jüngste Volumenentwicklung. So werden die Kursavancen der letzten Tage durch hohe Umsätze bestätigt. Die alte Börsenweisheit „volume goes with the trend“ ist also in nahezu idealtypischer Weise erfüllt. Weiter steigende Notierungen halten wir deshalb für das derzeit wahrscheinlichste Szenario. Wenn man die Kursentwicklung seit Dezember 2016 als seitliche Schiebezone interpretiert, dann lässt sich aus der Höhe des angeführten Konsolidierungsmusters ein rechnerisches Kursziel im Bereich von rund 22 EUR ableiten. Die aufgezeigte Zielmarke deckt sich wiederum mit dem Hoch vom September 2009. Um das Risiko eines Fehlausbruchs auf der Oberseite gar nicht erst aufkommen zu lassen, können Anleger die o. g. Kurslücke als engmaschige Absicherung heranziehen.
MediGene (Daily)
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