| Kurssturm oder -feuerwerk? |
| Der deutsche Leitindex eröffnete die neue Handelswoche sehr verhalten und hat eine
Handelsspanne von mageren 40 Punkten gezeigt. Vielleicht ist es die berühmte Ruhe
vor dem Kurssturm/-feuerwerk, welche den DAX® derzeit begleitet. Hierfür spricht die
gestrige Kerze, welche vollständig in der Kursspanne des vergangenen Handelstages
liegt und somit einen „inside day“ bildet. Die Theorie besagt, dass nach einem solchem
Muster eine stärkere Kursveränderung folgt. Die Richtung dieser Bewegung ist jedoch
unbekannt. Obwohl der Blick auf die technischen Indikatoren eine Pattsituation zwischen
den Bullen und Bären zeigt, wollen wir vor allem aufgrund des RSI - der bereits seit
über einer Handelswoche im überhitzen Bereich notiert – das Vorsichtsprinzip erfüllen
und die Unterseite beleuchten. Hierbei sind zunächst die jüngsten beiden Aufwärtsgaps
(13.341/255 Punkte bzw. 13.187/45 Punkte) als Unterstützungen zu nennen. Etwas tiefer
definiert die Mittellinie (akt. 13.145 Punkte) der Bollinger-Bänder, welche sich auch
zu einer Stopp-Platzierung eignet, die nächste Haltemarke an. Sollte diese fallen,
rücken die 38-Tages-Linie (akt. 12.908 Punkte) und das untere Bollinger-Band (akt.
12.735 Punkte) auf die Agenda der Bären. |
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DAX® (Daily) |
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| Das nächste Hindernis |
| Der Ölpreis hat zuletzt die aus unserer Sicht entscheidende Schaltstelle passieren
können (siehe "HSBC Daily Trading" vom 18. Oktober). Gemeint ist das Widerstandsbündel
aus diversen Hochs und dem seit 2015 bestehenden Korrekturtrend bei rund 52 USD. Dank
dieser Weichenstellung wurde nicht nur ein Dreieck nach oben aufgelöst, sondern im
zweiten Anlauf konnte doch noch eine multiple inverse Schulter-Kopf-Schulter-Formation
vervollständigt werden (siehe Chart). Die beschriebenen Ausbrüche werden dabei von
Seiten der quantitativen Indikatoren untermauert. So wurde im Verlauf des RSI eine
klassische Flagge nach oben aufgelöst und auch der MACD ist freundlich zu interpretieren.
Im Fokus steht nun das nächste Barrierenbündel aus der Parallelen zum Aufwärtstrend
seit 2016, der 200-Wochen-Linie (akt. bei 58,56/58,76 USD) sowie den verschiedenen
Hoch- und Tiefpunkten bei rund 60 USD. Danach definiert das Tief vom Mai 2010 bei
64,24 USD den nächsten Widerstand. Perspektivisch lässt sich aus der Höhe der unteren
Umkehr sogar ein Anlauf auf die Tiefs der Jahre 2011 und 2012 bei 74,95/77,28 USD
rechtfertigen. Um die gegenwärtige Steilvorlage nicht leichtfertig zu verspielen,
sollte der Ölpreis zukünftig nicht mehr unter die o. g. Ausbruchsmarke bei 52 USD
zurückfallen. |
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Ölpreis - WTI (Weekly) |
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| Kursturbo: ja oder nein? |
| Mit der BMW-Aktie war im bisherigen Jahresverlauf 2017 kein Staat zu machen. Die Rückeroberung
der 200-Wochen-Linie (akt. bei 87,26 EUR) sorgt zuletzt aber für einen Silberstreif.
Aus charttechnischer Sicht bedarf es allerdings eines Spurts über die letzten beiden
Verlaufshochs bei gut 91 EUR, um endgültig in die Erfolgsspur zurückzukehren. Gelingt
dieses Unterfangen, wäre die gesamte Kursentwicklung des letzten Jahres als seitliche
Schiebezone zu interpretieren. Perspektivisch ließe ein abgeschlossenes Konsolidierungsmuster
sogar auf wieder dreistellige Notierungen schließen. Auf dem Weg dorthin gilt es jedoch
zunächst die Abwärtskurslücke vom Jahresauftakt 2016 (obere Gapkante bei 97,10 EUR)
zu schließen. Hilfreich ist derzeit auch der Blick auf die quantitativen Indikatoren.
Sowohl der RSI als auch der MACD haben ihrerseits bereits Konsolidierungen abgeschlossen,
was wiederum "Vorlaufcharakter" für die äquivalente Weichenstellung im eigentlichen
Chartverlauf besitzen könnte. Als Absicherung auf der Unterseite bietet sich der o.
g. gleitende Durchschnitt an, denn ein Rebreak der 200-Wochen-Linie würde unserem
Ausbruchsszenario doch einen herben Dämpfer versetzen. |
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BMW (Weekly) |
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