| Kurzfristiges Aufatmen? |
| Das ganz große Schreckensszenario blieb zum Ende der Woche aus. Der von uns zuletzt
herausgehaltene wichtige Unterstützungsbereich aus dem Tief vom 20. April bei 11.942
Punkten und der 200-Tages-Linie (akt. bei 11.913 Punkten), der unmittelbar im Anschluss
durch die Parallele zum Abwärtstrend seit Juni (akt. bei 11.871 Punkten) ergänzt wird,
hat seine Funktion zunächst erfüllt: Dem DAX® gelang es im Dunstkreis der angeführten
Marken, die jüngste Baissebewegung vorerst zu beenden. Doch aus dem Schneider ist
der Leitindex damit längst nicht, seitens der technischen Indikatoren dominieren weiterhin
die Ausstiegssignale. Kommt es in der Folge zu einem Sturz unter das o. g. Haltebündel,
drohen Anschlussverluste. Unterhalb des Julihochs 2015 bei 11.802 Punkten tut sich
vor allem das Novemberhoch 2015 bei 11.431 Punkten als nächster wichtiger – wenngleich
noch entfernter – Halt auf. Damit sich die Perspektiven des DAX® nicht weiter eintrüben,
ist ein Verteidigen des o. g. Unterstützungsbereichs bei rund 11.900 Punkten zwingende
Voraussetzung. Für einen wirklichen Richtungswechsel ist dagegen ein Sprung über das
Cluster aus dem Abwärtstrend seit Juni und der 38-Tages-Linie (akt. bei 12.367/97
Punkten) notwendig, da in diesem Fall eine abwärtsgerichtete Flagge „bullish“ aufgelöst
wäre. Kurzfristig dürften die Bullen für dieses Szenario aber nicht genug Kräfte aufbringen. |
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DAX® (Daily) |
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| Der endgültige Befreiungsschlag? |
| Die E.ON-Aktie befindet sich derzeit an einer ganz entscheidenden Sollbruchstelle.
Zunächst einmal gelang dem Versorger zuletzt ein vollständiges Schließen der Kurslücke
vom August 2015. Doch das ist noch nicht alles an positiver Weichenstellung. Noch
viel wichtiger sind aus charttechnischer Sicht der Abschluss der großen Bodenbildung
der letzten beiden Jahre (siehe Chart) sowie der Bruch des seit Anfang 2008 dominierenden
Baissetrends (auf monatlicher Basis akt. bei 8,73 EUR). Eine zusätzliche Bestätigung
für eine nachhaltige untere Umkehr finden Anleger im Verlauf des Monats-RSI, der ebenfalls
eine Bodenbildung abgeschlossen hat. Rein rechnerisch lässt sich aus der Höhe des
Doppelbodens im eigentlichen Chartverlauf ein kalkulatorisches Kursziel im Bereich
von rund 12 EUR ableiten. Auf dem Weg in diese Region definieren die Tiefs vom Oktober
2014 und Januar 2015 bei 10,73/10,83 EUR wichtige Etappenziele. Um die langfristige
Bodenbildung nicht zu negieren, gilt es in Zukunft die Hochs bei gut 8,50 EUR nicht
mehr zu unterschreiten. Eine Absicherung auf dieser Basis sorgt im Umkehrschluss für
ein attraktives Chance-Risiko-Verhältnis. |
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E.ON (Daily) |
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