DAX® - Mehr Risiken als Chancen
Mehr Risiken als Chancen
Mit 11.051 Punkten musste der DAX® am Freitag, wie bereits an den vier Handelstagen zuvor, ein neues Bewegungstief verkraften. Dank der anschließenden Erholung ergibt sich auf Tagesbasis zwar ein „Hammer“-Umkehrmuster, doch langfristig überwiegen eindeutig die negativen Belastungsfaktoren. Zunächst einmal ist in diesem Zusammenhang die Anfang des Monats komplettierte Schulter-Kopf-Schulter-Formation zu nennen. Aufgrund der jüngsten Kursverluste steht zudem auf Wochenbasis ein „bearish engulfing“ zu Buche. Mit diesem Candlestickausstiegsmuster wurde zudem die 200-Wochen-Linie (akt. bei 11.477 Punkten) unterschritten. Dieser langfristige Durchschnitt fungiert zukünftig als massiver Widerstand, zumal dessen Bedeutung durch die jüngste Abwärtskurslücke im Tagesbereich (11.394 zu 11.497 Punkte) unterstrichen wird. Ohne eine Rückeroberung dieser Schlüsselzone müssen Anleger von einer nachhaltig veränderten Stimmungslage ausgehen. Das Motto lautet nicht mehr „buy the dips“, sondern vielmehr „sell the rallies“. Die nächsten Unterstützungen befinden sich dabei in Form der 50 %-Korrektur des Hausseimpulses seit Anfang 2016 bei 11.148 Punkten bzw. danach in Form der Hochs von 2016 bei gut 10.800 Punkten.
DAX® (Weekly)

Die nächsten Rückzugslinien
Die BASF-Aktie musste der Anfang des Monats vervollständigten Schulter-Kopf-Schulter-Formation Tribut zollen (siehe „HSBC Daily Trading“ vom 1. Oktober). Mit einem Minus von gut 13 % schnitt der Chemietitel im bisherigen Monatsverlauf zudem deutlich schlechter als der DAX® (- 8,5 %) ab. Aus charttechnischer Sicht reißen die negativen Weichenstellungen nicht ab. So ist das Papier zuletzt aus dem Aufwärtstrendkanal seit September 2009 (untere Begrenzung akt. bei 69,10 EUR) herausgefallen und musste zudem den Durchschnitt der letzten 38 Quartale (akt. bei 69,18 EUR) preisgeben. In diesem Umfeld sollten sich Anleger vor allem mit dem Herausarbeiten der nächsten Unterstützungen beschäftigen. Die Tiefs bei rund 64/63 EUR definieren aktuell den nächsten nennenswerten Rückzugsbereich. Danach rückt das Tief vom Februar 2016 (56,01 EUR) wieder auf die Agenda. Bei knapp 60 EUR wäre zudem das rechnerische Kursziel – abgeleitet aus der eingangs beschriebenen S-K-S-Umkehr – erreicht. Per Saldo bleibt das Chartbild angeschlagen. Um diese Einschätzung zu negieren, ist zumindest eine Rückeroberung der o. g. langfristigen Trendlinie vonnöten.
BASF (Weekly)

Mit neuem Allzeittief
Mit einem Minus von über 10 % hat die Aktie der Deutschen Bank eine äußerst schwierige Woche hinter sich. Zuletzt musste der Banktitel Ende Januar 2018 bzw. im November 2011 einen Wochenverlust in ähnlicher Größenordnung hinnehmen. Gleichzeitig unterschritt das Papier damit auch die beiden Tiefs vom September 2016 und Juni 2018 bei 8,83/8,75 EUR. Diese Entwicklung ist gleichbedeutend mit einem neuen Rekordtief, was aus Sicht der Technischen Analyse für ein erneutes Negativsignal sorgt. Wichtig ist nun die Parallele (akt. bei 8,27 EUR) zum Abwärtstrend seit April 2010. Kann auch diese letzte Rückzugslinie dem Kursverfall Einhalt gebieten, definiert die Parallelverschiebung der angeführten Trendlinie über das alte Allzeittief von 2016 (akt. bei 6,89 EUR) die nächste Unterstützung. Zur Vorsicht mahnt auch der trendfolgende Aroon, der in allen von uns betrachteten Zeitebenen (Tag, Woche, Monat) „short“ positioniert ist. In der Summe präsentieren sich also Chart- und Markttechnik angeschlagen. Für eine leichte Stabilisierung ist indes eine schnelle Rückeroberung der o. g. Tiefs bei 8,75/8,83 EUR nötig. Wirklich revidieren würden wir unsere verhaltene Einschätzung aber erst bei einem Bruch des steilen Abwärtstrends seit Dezember 2017 (akt. bei 9,99 EUR).
Deutsche Bank (Weekly)

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Königsallee 21-23
40212 Düsseldorf
Mit 11.051 Punkten musste der DAX® am Freitag, wie bereits an den vier Handelstagen zuvor, ein neues Bewegungstief verkraften. Dank der anschließenden Erholung ergibt sich auf Tagesbasis zwar ein „Hammer“-Umkehrmuster, doch langfristig überwiegen eindeutig die negativen Belastungsfaktoren. Zunächst einmal ist in diesem Zusammenhang die Anfang des Monats komplettierte Schulter-Kopf-Schulter-Formation zu nennen. Aufgrund der jüngsten Kursverluste steht zudem auf Wochenbasis ein „bearish engulfing“ zu Buche. Mit diesem Candlestickausstiegsmuster wurde zudem die 200-Wochen-Linie (akt. bei 11.477 Punkten) unterschritten. Dieser langfristige Durchschnitt fungiert zukünftig als massiver Widerstand, zumal dessen Bedeutung durch die jüngste Abwärtskurslücke im Tagesbereich (11.394 zu 11.497 Punkte) unterstrichen wird. Ohne eine Rückeroberung dieser Schlüsselzone müssen Anleger von einer nachhaltig veränderten Stimmungslage ausgehen. Das Motto lautet nicht mehr „buy the dips“, sondern vielmehr „sell the rallies“. Die nächsten Unterstützungen befinden sich dabei in Form der 50 %-Korrektur des Hausseimpulses seit Anfang 2016 bei 11.148 Punkten bzw. danach in Form der Hochs von 2016 bei gut 10.800 Punkten.
Die nächsten Rückzugslinien
Die BASF-Aktie musste der Anfang des Monats vervollständigten Schulter-Kopf-Schulter-Formation Tribut zollen (siehe „HSBC Daily Trading“ vom 1. Oktober). Mit einem Minus von gut 13 % schnitt der Chemietitel im bisherigen Monatsverlauf zudem deutlich schlechter als der DAX® (- 8,5 %) ab. Aus charttechnischer Sicht reißen die negativen Weichenstellungen nicht ab. So ist das Papier zuletzt aus dem Aufwärtstrendkanal seit September 2009 (untere Begrenzung akt. bei 69,10 EUR) herausgefallen und musste zudem den Durchschnitt der letzten 38 Quartale (akt. bei 69,18 EUR) preisgeben. In diesem Umfeld sollten sich Anleger vor allem mit dem Herausarbeiten der nächsten Unterstützungen beschäftigen. Die Tiefs bei rund 64/63 EUR definieren aktuell den nächsten nennenswerten Rückzugsbereich. Danach rückt das Tief vom Februar 2016 (56,01 EUR) wieder auf die Agenda. Bei knapp 60 EUR wäre zudem das rechnerische Kursziel – abgeleitet aus der eingangs beschriebenen S-K-S-Umkehr – erreicht. Per Saldo bleibt das Chartbild angeschlagen. Um diese Einschätzung zu negieren, ist zumindest eine Rückeroberung der o. g. langfristigen Trendlinie vonnöten.
Mit neuem Allzeittief
Mit einem Minus von über 10 % hat die Aktie der Deutschen Bank eine äußerst schwierige Woche hinter sich. Zuletzt musste der Banktitel Ende Januar 2018 bzw. im November 2011 einen Wochenverlust in ähnlicher Größenordnung hinnehmen. Gleichzeitig unterschritt das Papier damit auch die beiden Tiefs vom September 2016 und Juni 2018 bei 8,83/8,75 EUR. Diese Entwicklung ist gleichbedeutend mit einem neuen Rekordtief, was aus Sicht der Technischen Analyse für ein erneutes Negativsignal sorgt. Wichtig ist nun die Parallele (akt. bei 8,27 EUR) zum Abwärtstrend seit April 2010. Kann auch diese letzte Rückzugslinie dem Kursverfall Einhalt gebieten, definiert die Parallelverschiebung der angeführten Trendlinie über das alte Allzeittief von 2016 (akt. bei 6,89 EUR) die nächste Unterstützung. Zur Vorsicht mahnt auch der trendfolgende Aroon, der in allen von uns betrachteten Zeitebenen (Tag, Woche, Monat) „short“ positioniert ist. In der Summe präsentieren sich also Chart- und Markttechnik angeschlagen. Für eine leichte Stabilisierung ist indes eine schnelle Rückeroberung der o. g. Tiefs bei 8,75/8,83 EUR nötig. Wirklich revidieren würden wir unsere verhaltene Einschätzung aber erst bei einem Bruch des steilen Abwärtstrends seit Dezember 2017 (akt. bei 9,99 EUR).
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