Der Fokus liegt kurzfristig auf der Unterseite. Die letzten beiden Tageskerzen unterstreichen, dass es beim DAX® aktuell richtig ist, potentielle Unterstützungen zu betonen. Schließlich stehen an den letzten beiden Tagen jeweils markante Dochte zu Buche. Mit anderen Worten: Das Aktienbarometer schaffte es nicht, die zwischenzeitlich erreichten Tageshochs über die Ziellinie zu retten. Vielmehr mussten Investoren einen Schlusskurs im unteren Drittel der jeweiligen Kerze verkraften. Unterhalb der 38-Tages-Linie (akt. bei 13.197 Punkten) markiert die Kurslücke vom Jahresauftakt (13.063 zu 13.024 Punkten) den nächsten wichtigen Rückzugsbereich. Wirklich ans Eingemachte geht es aus charttechnischer Sicht aber erst im Bereich des bisherigen Jahrestiefs (12.745 Punkte), welches durch den gleitenden Durchschnitt der letzten 200 Tage (akt. bei 12.740 Punkten) verstärkt wird. Schließlich müssten Anleger die Kursentwicklung der letzten Monate bei einem Bruch dieser Bastion als klassisches Doppeltopp mit einem Abschlagspotential von knapp 800 Punkten interpretieren. Auf der Oberseite müsste der DAX® indes sein bisheriges Wochenhoch (13.370 Punkte) überwinden, um die aktuelle Chartsituation wieder nachhaltig zu verbessern.
DAX® (Daily)
Charttechnische Abrisskante…
… leitet einen Korrekturimpuls beim S&P 500® ein!?! Zuvor konnten die amerikanischen Standardwerte den besten Jahresauftakt seit Ende der 1990er-Jahre feiern. Die jüngste Verschnaufpause hinterlässt allerdings einige charttechnische Bremsspuren. Als solche werten wir beispielsweise den Rückfall unter die Parallele (akt. bei 2.862 Punkten) zum steilen Aufwärtstrend seit Februar 2016, die wir über das Hoch vom 1. März 2017 (2.401 Punkte) gezogen haben. Noch schwerer wiegt die jüngste Abwärtskurslücke, die nach der vorangegangenen Kursrally den Charakter einer klassischen „Abrisskante“ bekommt. Die kurzfristig bestehenden Risiken betonen auch die auf historisch höchsten Niveaus generierten Ausstiegssignale seitens des RSI und des MACD. Ein erster nennenswerter Rückzugsbereich besteht in Form der Kombination aus der 38-Tages-Linie (akt. bei 2.736 Punkten) und dem Tief vom 11. Januar (ebenfalls 2.736 Punkte). Unterhalb dieses Niveaus wäre zudem mehr als die Hälfte der dynamischen Monatskerze vom Januar korrigiert, was aus Sicht des Candlestickcharts für ein zusätzliches Warnsignal sorgen würde. Ein schnelles Schließen der jüngsten Abwärtskurslücke (obere Gapkante bei 2.851 Punkten) „heilt“ indes die beschriebenen negativen Implikationen.
S&P 500® (Daily)
Bestätigung per Monatsschlusskurs
Im Jahresausblick hatten wir die Marke von 2,64 % als entscheidenden Signalgeber für die 10-jährige Rendite in den USA herausgehoben. Das Jahreshoch von 2016 wurde inzwischen auch per Monatsschlusskurs übersprungen, so dass gleichzeitig auch der Innenstab des vergangenen Jahres „bullish“ aufgelöst ist. Per Saldo nimmt damit die im Langfristchart eingezeichnete Bodenbildung immer weiter Form an (siehe Chart). Das nächste Anlaufziel definieren nun die Zinshochs vom Jahresultimo 2013/14 bei 3,04 %, welches sehr gut mit dem Renditetief vom Juni 2003 (3,07 %) harmoniert. Letztlich markiert die beschriebene Zone die nächste wichtige Schaltstelle. Schließlich wäre jenseits der angeführten Schlüsselmarken die diskutierte Bodenbildung tatsächlich abgeschlossen. In der Konsequenz dürfte die 10-jährige Rendite in den USA dann auch den seit Anfang der 1980er-Jahre bestehenden Baissetrend (auf Monatsbasis akt. bei 3,13 %) zu den Akten legen. Um diese charttechnische Perspektive nicht aus den Augen zu verlieren, gilt es in Zukunft nicht mehr nachhaltig unter die runde Marke von 2,50 % abzutauchen.
10 jährige Rendite USA (Monthly)
Interesse an einer täglichen Zustellung unseres Newsletters?
HSBC Trinkaus & Burkhardt AG
Derivatives Public Distribution
Königsallee 21-23
40212 Düsseldorf
kostenlose Infoline: 0800/4000 910
Aus dem Ausland: 00800/4000 9100 (kostenlos)
Hotline für Berater: 0211/910-4722
Fax: 0211/910-91936
Homepage: www.hsbc-zertifikate.de
E-Mail: zertifikate@hsbc.de
Als Pionier und Innovationstreiber innerhalb der deutschen Zertifikatebranche kann HSBC bei der Emission von Anlagezertifikaten und Hebelprodukten auf mehr als 25 Jahre Erfahrung zurückschauen.
Werbung
Ein turbulentes Börsenjahr 2022 liegt hinter uns. Im Gegensatz zum Gesamtjahr ging es an den Märkten letzte Woche ruhig zu. Wer als US-Staatsbürger seine Verluste aus Aktiengeschäften ...
Werbung
Wer waren 2022 die größten Verlierer auf absoluter Ebene bzw. in Bezug auf die Marktkapitalisierung?
Absoluter Spitzenreiter ist dabei der Tech-Gigant Apple aus dem Silicon Valley. Da ...
Werbung
Die Unterföhringer setzen in Zukunft auf die eigenständige Produktion von Nachrichten und bauen dafür ein entsprechendes Studio und Team auf. Gelöst hat sich ProSiebenSat.1 nun von Wel ...