| Schwache Woche, versöhnlicher Wochenabschluss? |
| Das „reversal“ vom Vortag verpuffte gestern ohne Wirkung beim DAX®. Bei einer erneut
überdurchschnittlichen High-Low-Spanne von 270 Punkten mussten die deutschen Standardwerte
mit 12.104 Punkten erneut ein neues Verlaufstief hinnehmen. Die große Kurslücke von
Anfang April wurde damit nicht nur weiter eingegrenzt, sondern es fehlt auch gar nicht
mehr so viel, und der DAX® hat das Kursziel aus dem jüngsten Doppeltopp nahezu ausgeschöpft.
Übergeordnet müssen Anleger weiter die absolute Schlüsselzone aus den letzten Verlaufstiefs
bei 11.869/11.727 Punkten im Hinterkopf behalten. Ein Abgleiten unter diesen Rückzugsbereich
würde eine klasssische Schulter-Kopf-Schulter-Formation abschließen. Einen Hoffnungsschimmer
möchten wir dennoch ins Feld führen. So schlagen die jüngsten Marktverwerfungen deutlich
auf die Stimmung der Marktteilnehmer. Gemäß der aktuellen Sentimenterhebung der American
Association of Individual Investors (AAII) ist der Bullenanteil unter den amerikanischen
Privatanlegern um über 10%-Punkte auf nur noch 28 % eingebrochen. Gleichzeitig ist
der Anteil der Bären auf knapp 41 % in die Höhe geschossen – ein Sentimentextrem ist
also nicht mehr weit entfernt. Diese Ausgangslage begünstigt heute einen erneuten
DAX®-Erholungsversuch. |
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DAX® (Daily) |
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| Orientierung anhand der hohen Zeitebene |
| Mit Blick auf den anstehenden Quartals- und Halbjahreswechsel bietet sich eine Analyse
des Quartalscharts des S&P 500® an. Die hohe Zeitebene fördert nämlich einige interessante
Details zu Tage. So riss in den ersten drei Monaten des Jahres beispielsweise eine
Serie von neun weißen Quartalskerzen in Folge. Gleichzeitig zeichnet sich die damalige
Kerze durch einen kleinen Kerzenkörper sowie jeweils einen markanten oberen und unteren
Schatten aus. Das auf diese Weise entstehende Kreiselmuster dokumentiert, dass das
Momentum aus der seit Anfang 2016 bestehenden Rally entweicht. In die gleiche Kerbe
schlägt die Tatsache, dass die Schwankungsbreite der aktuellen Quartalskerze (bisher)
innerhalb der Q1-2018er-Kerze verblieb. In der Konsequenz entsteht also ein klassisches
„inside quarter“. Unter dem Strich liefern die jüngsten beiden Quartalskerzen also
mehrere Belege, dass die Rally der amerikanischen Standardwerte im Bereich einer Fibonacci-Projektion
(2.660 Punkte) eine Verschnaufpause einlegt. Der beschriebene „Innenstab“ gibt zudem
die Richtschnur für den Rest des Jahres vor. Während ein Spurt über die Marke von
2.800 Punkten neues Aufwärtsmomentum entfachen sollte, dürfte ein Rutsch unter die
Marke von 2.554 Punkten eine nennenswerte Korrektur nach sich ziehen. |
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S&P 500® (Quarterly) |
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| Index-Rauswurf als Chance? |
| Mit der GE-Aktie musste jüngst das letzte Dow Jones-Gründungsmitglied den bekanntesten
Aktienindex der Welt verlassen. Manchmal bietet ein solcher Indexrauswurf aber auch
die Chance, abseits der großen Öffentlichkeit, notwendige Reformen anzustoßen. Im
Kursverlauf des Titels spiegelt sich diese Chance wider. So musste das Papier im Juni
mit 12,62 USD erneut ein neues Mehrjahrestief hinnehmen. Auf dieser Basis kam es allerdings
zu einer Erholung, so dass sich im Monatschart ein klassischer „Hammer“ ergibt. Dieses
Candlestickumkehrmuster passt zu den letzten vier Monatskerzen, die allesamt kleine
Kerzenkörper aufweisen. An diesem Verhaltensmuster können Anleger den Stabilisierungsversuch
im Bereich der Tiefs von 2011 und 2010 bei 14,03/13,75 USD festmachen. Dazu passt
auch der RSI, der bereits seit Längerem tief in seinem unteren Extrembereich notiert.
Abgeschlossen wäre die beschriebene Stabilisierung, wenn die GE-Aktie die beiden Monatshochs
vom März und Mai bei 15,33/15,59 USD überspringt. Im Erfolgsfall definiert das Barrierenbündel
aus verschiedenen Hoch- und Tiefpunkten sowie einem Fibonacci-Level bei knapp 20 USD
das nächste Erholungsziel. Neben dem o. g. Mehrjahrestief markiert das Tief vom Juli
2009 (10,50 USD) eine wichtige Unterstützung. |
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General Electric (Monthly) |
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