29.06.2018 09:00
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DAX® - Schwache Woche, versöhnlicher Wochenabschluss?

Schwache Woche, versöhnlicher Wochenabschluss?
Das „reversal“ vom Vortag verpuffte gestern ohne Wirkung beim DAX®. Bei einer erneut überdurchschnittlichen High-Low-Spanne von 270 Punkten mussten die deutschen Standardwerte mit 12.104 Punkten erneut ein neues Verlaufstief hinnehmen. Die große Kurslücke von Anfang April wurde damit nicht nur weiter eingegrenzt, sondern es fehlt auch gar nicht mehr so viel, und der DAX® hat das Kursziel aus dem jüngsten Doppeltopp nahezu ausgeschöpft. Übergeordnet müssen Anleger weiter die absolute Schlüsselzone aus den letzten Verlaufstiefs bei 11.869/11.727 Punkten im Hinterkopf behalten. Ein Abgleiten unter diesen Rückzugsbereich würde eine klasssische Schulter-Kopf-Schulter-Formation abschließen. Einen Hoffnungsschimmer möchten wir dennoch ins Feld führen. So schlagen die jüngsten Marktverwerfungen deutlich auf die Stimmung der Marktteilnehmer. Gemäß der aktuellen Sentimenterhebung der American Association of Individual Investors (AAII) ist der Bullenanteil unter den amerikanischen Privatanlegern um über 10%-Punkte auf nur noch 28 % eingebrochen. Gleichzeitig ist der Anteil der Bären auf knapp 41 % in die Höhe geschossen – ein Sentimentextrem ist also nicht mehr weit entfernt. Diese Ausgangslage begünstigt heute einen erneuten DAX®-Erholungsversuch.

DAX® (Daily)
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Orientierung anhand der hohen Zeitebene
Mit Blick auf den anstehenden Quartals- und Halbjahreswechsel bietet sich eine Analyse des Quartalscharts des S&P 500® an. Die hohe Zeitebene fördert nämlich einige interessante Details zu Tage. So riss in den ersten drei Monaten des Jahres beispielsweise eine Serie von neun weißen Quartalskerzen in Folge. Gleichzeitig zeichnet sich die damalige Kerze durch einen kleinen Kerzenkörper sowie jeweils einen markanten oberen und unteren Schatten aus. Das auf diese Weise entstehende Kreiselmuster dokumentiert, dass das Momentum aus der seit Anfang 2016 bestehenden Rally entweicht. In die gleiche Kerbe schlägt die Tatsache, dass die Schwankungsbreite der aktuellen Quartalskerze (bisher) innerhalb der Q1-2018er-Kerze verblieb. In der Konsequenz entsteht also ein klassisches „inside quarter“. Unter dem Strich liefern die jüngsten beiden Quartalskerzen also mehrere Belege, dass die Rally der amerikanischen Standardwerte im Bereich einer Fibonacci-Projektion (2.660 Punkte) eine Verschnaufpause einlegt. Der beschriebene „Innenstab“ gibt zudem die Richtschnur für den Rest des Jahres vor. Während ein Spurt über die Marke von 2.800 Punkten neues Aufwärtsmomentum entfachen sollte, dürfte ein Rutsch unter die Marke von 2.554 Punkten eine nennenswerte Korrektur nach sich ziehen.

S&P 500® (Quarterly)
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Index-Rauswurf als Chance?
Mit der GE-Aktie musste jüngst das letzte Dow Jones-Gründungsmitglied den bekanntesten Aktienindex der Welt verlassen. Manchmal bietet ein solcher Indexrauswurf aber auch die Chance, abseits der großen Öffentlichkeit, notwendige Reformen anzustoßen. Im Kursverlauf des Titels spiegelt sich diese Chance wider. So musste das Papier im Juni mit 12,62 USD erneut ein neues Mehrjahrestief hinnehmen. Auf dieser Basis kam es allerdings zu einer Erholung, so dass sich im Monatschart ein klassischer „Hammer“ ergibt. Dieses Candlestickumkehrmuster passt zu den letzten vier Monatskerzen, die allesamt kleine Kerzenkörper aufweisen. An diesem Verhaltensmuster können Anleger den Stabilisierungsversuch im Bereich der Tiefs von 2011 und 2010 bei 14,03/13,75 USD festmachen. Dazu passt auch der RSI, der bereits seit Längerem tief in seinem unteren Extrembereich notiert. Abgeschlossen wäre die beschriebene Stabilisierung, wenn die GE-Aktie die beiden Monatshochs vom März und Mai bei 15,33/15,59 USD überspringt. Im Erfolgsfall definiert das Barrierenbündel aus verschiedenen Hoch- und Tiefpunkten sowie einem Fibonacci-Level bei knapp 20 USD das nächste Erholungsziel. Neben dem o. g. Mehrjahrestief markiert das Tief vom Juli 2009 (10,50 USD) eine wichtige Unterstützung.

General Electric (Monthly)
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Quelle

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