| Rebound von der 10.400er-Unterstützung? |
| Das hat gesessen! Mit Kursverlusten von zeitweise mehr als 275 Punkten sorgte der DAX® für einen verhagelten Start in die neue Handelswoche. Der Sturz unter die 38-Tages-Linie (akt. bei 10.497 Punkten) sowie das gestrige Abwärtsgap (10.539 zu 10.432 Punkte) haben dabei reichlich Scherben hinterlassen. Umso wichtiger war für die deutschen Standardwerte, dass die Schlüsselunterstützungszone bei 10.400 Punkten gerade noch einmal verteidigt werden konnte. Auf diesem Niveau fällt der ehemalige Abwärtstrend seit April 2015 (akt. exakt bei 10.400 Punkten) mit den Hochs von April, Mai und Juni bei 10.474/365/341 Punkten zusammen. Ein nachhaltiger Rückfall in den alten Trend würde dem weiteren Kursverlauf endgültig einen Dämpfer verpassen. Vor diesem Hintergrund sollten Anleger auch das bestehende Verkaufssignal seitens des trendfolgenden MACD sowie die Toppbildung im Verlauf des RSI beachten. Bei einem Bruch der o. g. Bastion dient die 200-Tages-Linie (akt. bei 10.044 Punkten) im Anschluss als nächste wichtige Unterstützung. Dank des Rebounds der US-Märkte ist auch beim DAX® heute mit einem Erholungsimpuls zu rechnen. Den schwachen Wochenauftakt vergessen machen, würde aber erst ein Schließen der gestrigen Kurslücke. |
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DAX® (Daily)
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| Aufsteigendes Dreieck |
| Das Unterschreiten des historischen Zinstiefs von 2012 bei 1,38 % erwies sich als Fehlausbruch auf der Unterseite, zumal mit dem neuen Tief von Anfang Juli die Parallele (akt. bei 1,32 %) zum Abwärtstrend seit Anfang 2014 bestätigt wurde. Auf solche „false breaks“ folgen regelmäßig dynamische Bewegungsimpulse in die umgekehrte Richtung. Ein Zinsanstieg wird derzeit durch den Abschluss eines aufsteigenden Dreiecks begünstigt. Interessanterweise harmoniert die obere Begrenzung dieses Chartmusters bestens mit dem Zinstief von Ende Januar 2015 bei 1,64 %. Aus der Höhe des Dreiecks lässt sich nun ein kalkulatorisches Anschlusspotential bis rund 1,82 % ableiten – ein Kursziel, welches sich fast exakt mit der 200-Tages-Linie (akt. bei 1,80 %) deckt. Danach bilden verschiedene Hoch- und Tiefpunkte zwischen 1,87 % und 1,91 % die nächste markante Widerstandszone. Zusätzlicher Rückenwind erhält ein möglicher Zinsanstieg durch den trendfolgenden MACD, der im Wochenbereich zuletzt ein neues Einstiegssignal generiert hat und auf Tagesbasis auf seiner Signallinie aufsetzte („bearish failure“). Um die Perspektiven des Dreiecksausbruchs nicht zu verspielen, sollte die 10-jährige Rendite in den USA zukünftig nicht mehr unter die Marke von 1,60 % zurückfallen. |
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10-jährige Rendite USA (Daily)
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| Vorsicht ist besser als Nachsicht |
| Im Bereich der ehemaligen Aufwärtstrendlinie (akt. bei 22,41 EUR) seit Juni 2012 hat die ThyssenKrupp-Aktie zuletzt der Mut verlassen. Aus charttechnischer Sicht gibt es neben der angeführten Trendlinie mit dem im Wochenchart jüngst ausgeprägten „shooting star“ und der 200-Monats-Linie (akt. bei 20,97 EUR) noch weitere gewichtige Gründe für die jüngste Korrektur. Das gestrige Abwärtsgap bei 21,39/21,08 EUR sorgt in diesem Zusammenhang für einen zusätzlichen Wermutstropfen, der zudem durch verschiedene Indikatoren bestätigt wird. Während im Verlauf des RSI eine Toppbildung vorliegt, ist der trendfolgende MACD jüngst wieder nach unten abgekippt. Zuvor hatten beide Indikatoren bereits negative Divergenzen ausgeprägt. In der Summe sollten Anleger derzeit Vorsicht walten lassen. Die nächste wichtige Haltezone hat ihren Ausgangspunkt bei der 50%-Korrektur des gesamten Aufwärtsimpulses von 2012 bis 2015 (18,94 EUR) und erstreckt sich über die 200-Tages-Linie (akt. bei 18,31 EUR) bis zur unteren Gapkante der Kurslücke vom 11. Juli (18,13 EUR). Als Stopp-Loss für neue „Shorts“ bietet sich das Aprilhoch bei 21,93 EUR an. |
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ThyssenKrupp (Daily)
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