DAX® - Schiebezone gibt die Richtung vor

HSBC Daily Trading
 

 

Schiebezone gibt die Richtung vor

Der DAX® nahm gestern das obere Ende der zuletzt beschriebenen Schiebezone ins Visier. Zur Erinnerung: Die Tradingrange der letzten Handelstage ergibt sich aus den jüngsten Verlaufstiefs bei rund 10.250 Punkten – und bestätigt damit fast punktgenau die Bedeutung der Schlüsselzone bei 10.300 Punkten – und den jüngsten Verlaufshochs bei 10.757/10.820 Punkten. In dieses Kursband fällt auch die 50-Tages-Linie (akt. bei 10.795 Punkten), welche die deutschen Standardwerte gestern ausgebremst hat. Apropos Schiebezone: Dieses charttechnische Konsolidierungsmuster zieht weiter eine deutlich fallende Volatilität nach sich. So notiert der VDAX® nur noch auf dem Niveau von Anfang März. Aus charttechnischer Sicht stellt die angeführte Tradingrange also einen wichtigen Signalgeber dar. Während eine Auflösung nach Süden den DAX® wieder unter Stress setzen würde, liefert eine „bullishe“ Auflösung ein wichtiges Argument in Sachen „Fortsetzung des jüngsten Erholungsimpulses“. Die Kombination aus der 50%-Korrektur des gesamten Baisseimpulses seit Februar (11.025 Punkte) und dem großen Abwärtsgap von Anfang März (11.032 zu 11.447 Punkte) definiert dann das nächste Erholungsziel.

pfeil-rotDAX® (Daily)
Chart DAX®


Ich schreib’s an jede Wand …

… neue Kursziele braucht das Land! Dieses Motto – frei nach dem Song von Ina Deter aus den 1980er Jahren – stellt die ideale Einleitung zur heutigen Analyse des Goldpreises dar, denn der Goldpreis hat mittlerweile ein wichtiges und von uns regelmäßig angeführtes Etappenziel erreicht. Aufmerksame Leser des „HSBC Daily Trading“ kennen die von uns favorisierten Kurstreiber in Form der großen Bodenbildung der letzten Jahre sowie der langgezogenen Korrekturflagge seit dem bisherigen Allzeithoch vom September 2011 bei 1.920 USD (siehe Chart). Um noch einmal auf den Song von Ina Deter zurückzukommen: Das erste Kursziel – abgeleitet aus der inversen Schulter-Kopf-Schulter-Formation der letzten sechs Jahre (1.670 USD) – wurde inzwischen lehrbuchmäßig abgearbeitet. Die große Korrekturflagge seit 2011 legt sogar einen Anlauf auf den o. g. Rekordstand nahe, welcher nun als neues Kursziel fungiert. Das Hoch vom Herbst 2012 (1.796 USD) definiert dabei das letzte verbliebene Zwischenziel auf dem Weg zu besagtem Allzeithoch bei 1.920 USD. Unter Risikogesichtspunkten fallen die verschiedenen Monatstiefs bei rund 1.450 USD ins Auge. Auf dieses Niveau können Anleger den Stopp für bestehende Goldengagements nachziehen.

pfeil-rotGold (Monthly)
Chart Gold


V-förmige Erholung

Den Kursverfall der Tesla-Aktie von fast vierstelligen Notierungen seit Anfang Februar haben wir richtigerweise als Pullback an die wichtige Unterstützungszone aus der 38-Wochen-Linie (akt. bei 450,79 USD), den verschiedenen Hochs der Jahre 2017/18 bei rund 380 USD sowie dem 76,4%-Fibonacci-Retracement des Hausseimpulses von Juni 2019 bis Februar 2020 (363,88 USD) eingestuft (siehe „HSBC Daily Trading“ vom 8. April). Mittlerweile ist der Titel wieder aus dem im Jahr 2014 etablierten Aufwärtstrendkanal (obere Begrenzung akt. bei 514,85 USD) nach oben ausgebrochen und nimmt Kurs auf das bisherige Allzeithoch bei 968,88 USD. Auf der Indikatorenseite sorgt die beschriebene Entwicklung zum einen dazu, dass der RSI seine überkaufte Konstellation abbauen konnte. Zum anderen generiert der trendfolgende MACD gerade ein neues Einstiegssignal. Aber auch unter dem Blickwinkel eines sinnvollen Money Managements liefert der aktuelle Kursverlauf eine wichtige Orientierungshilfe. So stellt das Tief des Innenstabs der Vorwoche (673,84 USD) eine erste nennenswerte Unterstützung dar. Noch bedeutender ist allerdings die Aufwärtskurslücke von Mitte April (untere Gapkante bei 575,06 USD).

pfeil-rotTesla (Weekly)
Chart Tesla


Ein dickes Brett …

… hat die Daimler-Aktie aktuell zu bohren. Gemeint ist die Widerstandszone aus einem Fibonacci-Level (28,92 EUR), den Hoch- und Tiefpunkten der Jahre 2009, 2010 und 2011 bei rund 30 EUR sowie der unteren Begrenzung des seit März 2015 bestehenden Baissetrendkanals (akt. bei 30,03 EUR). Der Respekt der Marktteilnehmer vor der beschriebenen Kumulationszone spiegelt sich in den jüngsten Innenstäben wider: Seit vier Wochen verharrt die wöchentliche Schwankungsbreite innerhalb des Pendants der dynamischen Erholungskerze von Ende März. Kurzfristig stechen die jüngsten Wochenhochs bei 30,93/30,98 EUR hervor. Gelingt dem Autotitel der Sprung über diese Hürden, könnten Anleger gleichzeitig von einer nachhaltigen Rückeroberung der ungleich bedeutenderen Schlüsselzone bei rund 30 EUR ausgehen. Dann rückt die Kombination aus dem Abwärtsgap von Mitte März bei 32,86/34,08 EUR und dem 38,2%-Retracement des letzten Abwärtsimpulses (33,81 EUR) wieder auf die Agenda. Auf der Unterseite sollten Anleger indes das jüngste „swing low“ bei 27,23 EUR im Hinterkopf haben. Bei einem Abgleiten unter dieses Level müssten Investoren von einem Scheitern an den eingangs erwähnten Barrierenbündel ausgehen.

pfeil-rotDaimler (Weekly)
Chart Daimler


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Quelle

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