| Selten war eine Marke klarer |
| Der DAX® musste gestern kleinere Kursverluste verkraften, so dass es im Tagesverlauf zum Test der in den letzten Tagen bereits angeführten Unterstützung in Form der 200-Stunden-Linie (akt. bei 10.606 Punkten) kam. Da das Aktienbarometer diesen Test bestand, bleibt es bei der zuletzt immer wieder ins Feld geführten Schlüsselgröße bei gut 10.800 Punkten. Auch auf die Gefahr hin, dass wir uns wiederholen: Die Verlaufshochs der letzten Monate definieren das obere Ende der seit August bestehenden Schiebezone. Anleger sollten deren Auflösung abwarten, dürften für ihre Geduld aber mit einer neuen Aufwärtsdynamik belohnt werden. Da sich aus der Höhe des Konsolidierungsmusters ein kalkulatorisches Kursziel im Bereich des Hochs vom November 2015 bei 11.431 Punkten ableiten lässt, winkt im Erfolgsfall die klassische Jahresendrally, welche nachhaltig neue Jahreshochs produzieren sollte. Trotz der freundlich zu interpretierenden Trendfolger MACD und Aroon wird der diskutierte Ausbruch alles andere als ein Selbstläufer, denn die jüngste Sentimenterhebung der American Association of Individual Investors (AAII) weist mit 46,7% den höchsten Bullenanteil seit 2014 aus. Make or break! |
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DAX® (Daily)
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| Jahreshoch noch nicht erreicht? |
| Auf Basis der 200-Tages-Linie (akt. bei 2.092 Punkten) hat der S&P 500 zuletzt die Kurve bekommen. Noch wichtiger war aus charttechnischer Sicht allerdings der Bruch des kurzfristigen Korrekturtrends seit August (akt. bei 2.153 Punkten). Letzteres enttarnt die gesamte Atempause der amerikanischen Standardwerte der letzten Monate als klassische Korrekturflagge (siehe Chart). Da es sich dabei um ein Konsolidierungsmuster handelt, stehen die Chancen für weitere Kursavancen in den nächsten Wochen günstig. Aus der Projektion der Höhe des zuvor ausgeprägten Flaggenmastes ergibt sich ein kalkulatorisches Kurspotenzial von rund 200 Punkten. Daraus folgen zwei wichtige Implikationen: Zum einen dürfte der S&P 500® sein Jahreshoch (= Allzeithoch; 2.194 Punkte) noch nicht gesehen haben, zum anderen können Anleger perspektivisch von einem Anlauf auf die Trendlinie (akt. bei 2.265 Punkten) ausgehen, welche die verschiedenen Hochs seit April 2016 verbindet. Das Risiko eines Fehlausbruchs auf der Oberseite wird dabei durch die bestehenden Kaufsignale seitens der Trendfolger MACD und Aroon reduziert. Als Absicherung auf der Unterseite können Anleger – je nach Risikoneigung – den o. g. Korrekturtrend oder aber die 200-Perioden-Glättung heranziehen. |
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S&P 500® (Daily)
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| Gelingt auch die große Bodenbildung? |
| „Die Wende vollzogen“, titelten wir am 25. Oktober in Bezug auf die Tom Tailor-Aktie. In der Zwischenzeit hat das Papier aus dem seinerzeit angeführten Bruch des Abwärtstrends seit März 2015 sowie der Rückeroberung der 200-Tages-Linie (akt. bei 3,94 EUR) lehrbuchmäßig Kapital schlagen können, was auch im „HSBC Trendkompass“ seinen Niederschlag findet. Von den 71 von uns betrachteten deutschen Nebenwerten erreicht die Tom Tailor-Aktie derzeit sowohl das höchste Momentum (4 Wochen) als auch die höchste Relative Stärke nach Levy (27 Wochen). Damit bleiben die langfristigen Perspektiven des Titels weiter gut. Die kurzfristige charttechnische Konstellation erfordert aber eine differenzierte Betrachtung. Hier möchten wir die Bedeutung des Hochs von Ende Dezember 2015 bei 5,48 EUR hervorheben, dessen Überwinden nach der kleinen Bodenbildung von Ende Oktober 2016 für den Abschluss einer langfristig tragfähigen unteren Umkehr sorgen würde. Da im Bereich dieser Schlüsselgröße gestern aber ein „bearish engulfing“ ausgeprägt wurde, favorisieren wir zunächst eine Verschnaufpause. Neue Longengagements sollten Anleger daher bis zu dem diskutierten langfristigen Befreiungsschlag zurückstellen. |
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TOM TAILOR (Daily)
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