| Spurt über Glättungslinie als Katalysator? |
| Der DAX® stellt Anleger derzeit auf eine harte Geduldsprobe, denn den fünften Tag in Folge setzte sich das Aktienbarometer mit der 38-Tages-Linie (akt. bei 9.714 Punkten) auseinander. Gegen Handelsschluss gelang es dem Aktienbarometer allerdings sowohl den gleitenden Durchschnitt als auch das Tief vom 17. März bei 9.753 Punkten zurückzuerobern. Am Vortag hatte dieses Level noch seinen Widerstandscharakter unter Beweis gestellt. Dank dieser positiven Weichenstellung ist heute eine unmittelbare Fortsetzung der freundlichen Entwicklung möglich. Die verbliebene Kurslücke vom 1. April (obere Gapkante bei 9.947 Punkten) steckt dabei das nächste Anlaufziel ab, ehe der Widerstandsbereich aus den jüngsten Hochpunkten bei rund 10.100 Punkten und dem Tief von Mitte Dezember 2015 bei 10.123 Punkten wieder auf die Agenda rückt. Auf der Unterseite definiert logischerweise die eingangs angeführte 38-Tages-Linie die erste nennenswerte Haltemarke. Für charttechnisch noch wichtiger halten wir allerdings die beiden jüngsten Verlaufstiefs bei knapp 9.500 Punkten. |
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DAX® (Daily)
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| Die Kurve bekommen |
| Nach drei Verlustjahren in Serie gelang dem Goldpreis ein vielversprechender Start ins Jahr 2016. Damit drängt sich die Frage auf, ob das Edelmetall Anfang Dezember 2015 ein wichtiges zyklisches Tief ausgeprägt und gleichzeitig die seit gut fünf Jahren andauernde Korrekturphase seit dem bisherigen Rekordhoch bei 1.920 USD beendet hat? Zur Beantwortung dieser Frage stellen wir zunächst den Quartalschart auf den Prüfstand. In diesem Zeithorizont ging im Sommer 2015 die horizontale Haltezone aus verschiedenen Tiefs zwischen 1.181 USD und 1.132 USD zu Bruch – nachdem zuvor bereits der Basisaufwärtstrend seit Beginn des Jahrtausends (auf Quartalsbasis akt. bei 1.379 USD) zu den Akten gelegt wurde und sich das Edelmetall bereits acht Quartale lang mit den angeführten Unterstützungen auseinander gesetzt hatte. Wann immer der Bruch von solch charttechnisch relevanten Marken bzw. der durch die vorangegangene Seitwärtsbewegung aufgestaute Bewegungsdruck kein größeres Abwärtsmomentum mehr nach sich zieht, scheinen alle „zittrigen Hände“ aus dem Markt gespült zu sein. |
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Gold (Quarterly)
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| Indikatoren bestätigen Candlestickumkehr |
| Als weiteren Mosaikstein, der das Tief von Anfang Dezember 2015 bei 1.046 USD als wichtiges Markttief klassifiziert, werten wir die Konstellation im Monatschart. Per Ende Januar kam es hier zur Ausprägung eines nicht ganz idealtypischen „morning stars“. Als Bestätigung dieses Candlestick-Umkehrmusters werten wir den inzwischen vollzogenen Bruch des Abwärtstrends seit August 2013 (akt. bei 1.222 USD). Was jetzt noch fehlt, ist eine nachhaltige Rückeroberung der fallenden 38-Monats-Linie (akt. bei 1.243 USD), dem sich ein Anlauf auf das Jahreshoch von 2015 bei 1.306 USD anschließen dürfte. Danach stecken die Hochpunkte vom Juli und März 2014 bei 1.345/92 USD die nächsten Etappenziele ab. Rückenwind kommt dabei von Seiten der quantitativen Indikatoren. Während beim trendfolgenden MACD das erste wirkliche Kaufsignal seit über vier Jahren vorliegt, steht im Verlauf des RSI eine abgeschlossene Bodenbildung zu Buche (siehe Chart). Damit war die Suche nach sich bestätigenden Argumenten – im konkreten Fall zwischen Charttechnik, Indikatoren und Candlestickanalyse –, welche zu den tiefsten Sehnsüchten des Technischen Analysten zählt, beim Goldpreis erfolgreich. |
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Gold (Monthly)
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| Wichtiges Etappenziel erreicht |
| Einen weiteren Pfeil im Köcher der Goldbullen stellt derzeit der Heikin Ashi-Chart auf Quartalsbasis dar. Diese Chartdarstellungsform, die im Wesentlichen auf der Bildung von Durchschnitten beruht, lieferte im 1. Quartal die erste weiße Kerze nach zuvor insgesamt 12 roten (Verlust-)Gegenstücken. In der Vergangenheit brachte ein solcher „Farbwechsel“ oftmals die Wende zum Besseren. In diesem Szenario dürften Goldminentitel, die sich zuvor jahrelang schlechter als der Goldpreis entwickelt haben, überproportional profitieren. Als Beispiel dient der Kursverlauf des Philadelphia Gold/Silver-Index, dessen charttechnische Ausgangslage sich mit dem Bruch des Abwärtstrends seit Herbst 2012 (akt. bei 61 Punkten) und der Rückeroberung des Tiefs vom Oktober 2008 bei 64 Punkten zuletzt deutlich verbessert hat. Im Dunstkreis der Widerstandszone aus der 38-Monats-Linie (akt. bei 79 Punkten), einem Fibonacci-Cluster aus zwei unterschiedlichen Retracements (81/84 Punkte) sowie diversen alten Hoch- und Tiefpunkten bei rund 80 Punkten ist nun mit einer verstärkten Gegenwehr seitens der Bären zu rechnen. Jenseits des beschriebenen Kumulationspunktes wäre der Weg sogar bis zu den Hochs vom Juli und März 2014 bei 106/107 Punkten frei. |
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Philadelphia Gold Silver Index (Monthly)
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