24.05.2017 09:00
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DAX® - Trendlinie als Richtschnur

Trendlinie als Richtschnur
Die US-Aktienmärkte haben die Gewinnmitnahmen vom vergangenen Mittwoch endgültig vergessen gemacht, in dem sowohl der S&P 500® als auch der Dow Jones® die seinerzeit gerissenen Kurslücken geschlossen haben. Das war dann auch die Grundlage für einen freundlichen Tag am deutschen Aktienmarkt. Allerdings erweist sich beim DAX® derzeit die Parallele (akt. bei 12.699 Punkten) zum Aufwärtstrend seit Februar, die sich bis zum Hoch vom Mai 2016 zurückverfolgen lässt, als ernstzunehmende Hürde. Nur bei einem Sprung über diese Hürde rückt das bisherige Allzeithoch vom 16. Mai bei 12.842 Punkten wieder auf die Agenda. Ohne eine positive Weichenstellung bleibt es beim den deutschen Standardwerten wohl eher bei dem gesunden Kräftesammeln auf hohem Niveau der letzten Tage. Auf der Unterseite ist das Aktienbarometer durch das Tief vom 18. Mai bei 12.490 Punkten bzw. die 38-Tages-Linie (akt. bei 12.419 Punkten) unterstützt. Ernsthaft in Gefahr gerät die laufende Rally aber erst, wenn der DAX® die alten Ausbruchsmarken bei 12.391/76 Punkten wieder preisgeben muss. Dieses Level ist weiterhin als strategischer Stopp prädestiniert.

DAX® (Daily)
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Fächer vervollständigt?
Einen möglicherweise lehrbuchmäßigen Verlauf nimmt derzeit der Chart des Stoxx Europe 600 Utilities®. Nach dem Bruch zweier Trendlinien wackelt derzeit die dritte Auffächerungslinie (akt. bei 299 Punkten) eines nahezu idealtypischen Fächers (siehe Chart). In der Vergangenheit brachte der Bruch der dritten Baissetrendlinie oftmals die endgültige Wende zum Besseren. Aus charttechnischer Sicht wird die Bedeutung der o. g. Trendlinie noch zusätzlich durch die 38-Monats-Linie (akt. bei 304 Punkten) unterstrichen. Mut in Sachen „diskutierter Befreiungsschlag“ machen derzeit die quantitativen Indikatoren. Während der RSI eine kleine Bodenbildung vollzogen hat, gelang dem MACD jüngst ein neues Einstiegssignal. Gelingt ein nachhaltiger Befreiungsschlag, winkt zunächst ein Wiedersehen mit dem Hoch vom Juni 2016 bei 316 Punkten. Auf dem Weg zu den Hochpunkten der letzten Jahre zwischen 342 und 347 Punkten dürfte dieses Level letztlich aber nur ein Etappenziel darstellen. Der Sprung über dieses Barrierenbündel würde dann sogar die große Bodenbildung der letzten acht Jahre abschließen. Um die aktuelle Steilvorlage nicht zu gefährden, sollte das Branchenbarometer in Zukunft nicht mehr unter die o. g. Abwärtstrendlinie zurückfallen.

STOXX® 600 Utilities (Monthly)
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Dreieck nach oben aufgelöst
Die E.ON-Aktie ist wieder einen Schritt weiter! Nachdem der Versorger zu Jahresbeginn einen klassischen Doppelboden komplettiert hatte, kam es zu keinem dynamischen Aufwärtsimpuls. Vielmehr kam es in den letzten Monaten zu einer seitlichen Schiebezone, die sich zuletzt zu einem symmetrischen Dreieck verengt hatte (siehe Chart). Gestern wurde das beschriebene Konsolidierungsmuster nach oben aufgelöst, womit gleichzeitig auch die positiven Implikationen aus der eingangs angeführten unteren Umkehr bestätigt wurden. Da auch die quantitativen Indikatoren (z. B. MACD, RSI) freundlich zu interpretieren sind, dürfte der Titel das bisherige Jahreshoch bei 7,59 EUR nun nachhaltig hinter sich lassen. Das Mindestkursziel aus dem beschriebenen Doppelboden lässt sich auf rund 8 EUR taxieren. Jenseits dieser Marke definieren die Hochpunkte vom Juli und Januar 2016 bei 8,53/66 EUR die nächsten Barrieren. Um den Ausbruch nicht zu gefährden, können tradingorientierte Anleger den Stopp auf Basis der oberen Dreiecksbegrenzung (akt. bei 7,36 EUR) platzieren. Strategische Investoren lassen ihren Engagements hingegen mit einer Absicherung im Bereich der 200-Tages-Linie (akt. bei 6,91 EUR) etwas mehr Luft zum Atmen.

E.ON (Daily)
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Quelle

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