| Trendlinie als Richtschnur |
| Die US-Aktienmärkte haben die Gewinnmitnahmen vom vergangenen Mittwoch endgültig vergessen
gemacht, in dem sowohl der S&P 500® als auch der Dow Jones® die seinerzeit gerissenen
Kurslücken geschlossen haben. Das war dann auch die Grundlage für einen freundlichen
Tag am deutschen Aktienmarkt. Allerdings erweist sich beim DAX® derzeit die Parallele
(akt. bei 12.699 Punkten) zum Aufwärtstrend seit Februar, die sich bis zum Hoch vom
Mai 2016 zurückverfolgen lässt, als ernstzunehmende Hürde. Nur bei einem Sprung über
diese Hürde rückt das bisherige Allzeithoch vom 16. Mai bei 12.842 Punkten wieder
auf die Agenda. Ohne eine positive Weichenstellung bleibt es beim den deutschen Standardwerten
wohl eher bei dem gesunden Kräftesammeln auf hohem Niveau der letzten Tage. Auf der
Unterseite ist das Aktienbarometer durch das Tief vom 18. Mai bei 12.490 Punkten bzw.
die 38-Tages-Linie (akt. bei 12.419 Punkten) unterstützt. Ernsthaft in Gefahr gerät
die laufende Rally aber erst, wenn der DAX® die alten Ausbruchsmarken bei 12.391/76
Punkten wieder preisgeben muss. Dieses Level ist weiterhin als strategischer Stopp
prädestiniert. |
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DAX® (Daily) |
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| Fächer vervollständigt? |
| Einen möglicherweise lehrbuchmäßigen Verlauf nimmt derzeit der Chart des Stoxx Europe
600 Utilities®. Nach dem Bruch zweier Trendlinien wackelt derzeit die dritte Auffächerungslinie
(akt. bei 299 Punkten) eines nahezu idealtypischen Fächers (siehe Chart). In der Vergangenheit
brachte der Bruch der dritten Baissetrendlinie oftmals die endgültige Wende zum Besseren.
Aus charttechnischer Sicht wird die Bedeutung der o. g. Trendlinie noch zusätzlich
durch die 38-Monats-Linie (akt. bei 304 Punkten) unterstrichen. Mut in Sachen „diskutierter
Befreiungsschlag“ machen derzeit die quantitativen Indikatoren. Während der RSI eine
kleine Bodenbildung vollzogen hat, gelang dem MACD jüngst ein neues Einstiegssignal.
Gelingt ein nachhaltiger Befreiungsschlag, winkt zunächst ein Wiedersehen mit dem
Hoch vom Juni 2016 bei 316 Punkten. Auf dem Weg zu den Hochpunkten der letzten Jahre
zwischen 342 und 347 Punkten dürfte dieses Level letztlich aber nur ein Etappenziel
darstellen. Der Sprung über dieses Barrierenbündel würde dann sogar die große Bodenbildung
der letzten acht Jahre abschließen. Um die aktuelle Steilvorlage nicht zu gefährden,
sollte das Branchenbarometer in Zukunft nicht mehr unter die o. g. Abwärtstrendlinie
zurückfallen. |
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STOXX® 600 Utilities (Monthly) |
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| Dreieck nach oben aufgelöst |
| Die E.ON-Aktie ist wieder einen Schritt weiter! Nachdem der Versorger zu Jahresbeginn
einen klassischen Doppelboden komplettiert hatte, kam es zu keinem dynamischen Aufwärtsimpuls.
Vielmehr kam es in den letzten Monaten zu einer seitlichen Schiebezone, die sich zuletzt
zu einem symmetrischen Dreieck verengt hatte (siehe Chart). Gestern wurde das beschriebene
Konsolidierungsmuster nach oben aufgelöst, womit gleichzeitig auch die positiven Implikationen
aus der eingangs angeführten unteren Umkehr bestätigt wurden. Da auch die quantitativen
Indikatoren (z. B. MACD, RSI) freundlich zu interpretieren sind, dürfte der Titel
das bisherige Jahreshoch bei 7,59 EUR nun nachhaltig hinter sich lassen. Das Mindestkursziel
aus dem beschriebenen Doppelboden lässt sich auf rund 8 EUR taxieren. Jenseits dieser
Marke definieren die Hochpunkte vom Juli und Januar 2016 bei 8,53/66 EUR die nächsten
Barrieren. Um den Ausbruch nicht zu gefährden, können tradingorientierte Anleger den
Stopp auf Basis der oberen Dreiecksbegrenzung (akt. bei 7,36 EUR) platzieren. Strategische
Investoren lassen ihren Engagements hingegen mit einer Absicherung im Bereich der
200-Tages-Linie (akt. bei 6,91 EUR) etwas mehr Luft zum Atmen. |
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E.ON (Daily) |
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