| Vorsicht geboten |
| Mit 170 Punkten fiel die gestrige DAX®-Handelsspanne zwar durchaus beachtlich aus, unter dem Strich ergab sich im Vergleich zum Freitag aber nur eine marginale Veränderung. In der verbliebenen Kurslücke vom Donnerstag (9.907 zu 9.947 Punkten) sehen wir wie auch in den zuletzt mehrfach beschriebenen saisonalen Einflussfakten in Form des Dekaden- und des Präsidentschaftszyklus eine Hypothek für die deutschen Standardwerte. Auch verschiedene quantitative Indikatoren mahnen zur Vorsicht. So ist der RSI zuletzt nach unten abgekippt und auch der MACD hat zuletzt seine Signallinie von oben nach unten durchstoßen. In dieser Gemengelage definiert das Tief von Mitte März bei 9.753 Punkten die nächste Unterstützung, ehe die 38-Tages-Linie (akt. bei 9.614 Punkten) bzw. das „Draghi-Tief“ bei 9.498 Punkten wieder auf die Agenda rücken. Um die größten Rückschlaggefahren zu bannen, ist ein vollständiges Schließen des o. g. Abwärtsgaps vonnöten. Damit ist die obere Kante der Kurslücke als Absicherung für spekulative Shortpositionen prädestiniert. |
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DAX® (Daily)
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| Wenig überzeugend |
| Die Erholung seit Mitte Februar konnte eine ganze Reihe von Aktienindizes nutzen, um die zuvor ausgeprägten Toppformationen zu negieren. Anders der Euro Stoxx 50®: Hier reichte die besagte Aufwärtsreaktion lediglich für einen nahezu idealtypischen Pullback an den Kreuzwiderstand aus diversen Hoch- und Tiefpunkten bei gut 3.000 Punkten und den ehemaligen Aufwärtstrend seit dem Jahr 2013 (akt. bei 3.132 Punkten) aus. Letztlich wurde damit die im Januar vervollständigte Schulter-Kopf-Schulter-Formation erneut mit einem Ausrufezeichen versehen. Im Zusammenspiel mit dem seit dem Jahrtausendwechsel dominierenden Baissetrend (akt. bei 3.641 Punkten) muss die charttechnische Verfassung der europäischen Standardwerte weiter als angeschlagen bezeichnet werden. Trotz des neuen MACD-Kaufsignals steht deshalb der Aufwärtstrend seit September 2011 (akt. bei 2.805 Punkten) im Fokus, dessen Bruch ein neues Jahrestief unterhalb der Marke von 2.673 Punkten implizieren würde. Um den beschriebenen Makel zu heilen, ist indes eine Rückeroberung der o. g. Barrieren bei rund 3.100 Punkten vonnöten. |
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EURO STOXX 50® (Weekly)
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| Schiebezone vor Auflösung? |
| Bei der Apple-Aktie kam es zuletzt zu der erwarteten Stabilisierung auf Basis der 200-Wochen-Linie (akt. bei 92,58 USD). Nach der Rückeroberung des ehemaligen Rekordhochs vom September 2012 (100,72 USD) befindet sich der Technologietitel aktuell an der nächsten charttechnisch bedeutenden Schwelle. Gemeint ist die Kombination aus der 38-Wochen-Linie (akt. bei 109,80 USD) und dem seit Sommer vergangenen Jahres bestehenden Baissetrends (akt. bei 110,42 USD). Ein Sprung über die angeführten Hürden dürfte neues Aufwärtsmomentum entfachen und den Weg in Richtung der verschiedenen Hoch- und Tiefpunkte im Dunstkreis der Marke von rund 120 USD ebnen. Rückenwind bezüglich einer positiven Weichenstellung kommt von Seiten der quantitativen Indikatoren. Hervorheben möchten wir an dieser Stelle das zuletzt auf historisch niedrigem Niveau generierte Einstiegssignal des MACD sowie den Bruch des im Verlauf des RSI bestehenden Baissetrends. Das zuletzt genannte Phänomen diente in der Vergangenheit oftmals als Vorbote eines Trendbruchs im eigentlichen Chartverlauf. Der Stopp für bestehende Engagements sollte auf das Niveau des Hochs von Anfang März bei 103,74 USD nachgezogen werden. |
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Apple (Weekly)
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