26.04.2017 09:00
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DAX® - Zusätzlicher Rückenwind

Zusätzlicher Rückenwind
Der DAX® konnte gestern die Dynamik des Ausbruchs auf neue Rekordstände vom Wochenbeginn zwar nicht ganz halten, dennoch steht beim deutschen Aktienbarometer erneut ein neues Allzeithoch (12.483 Punkte) zu Buche. Das gibt uns die Gelegenheit, an dieser Stelle auf eine zumindest in Europa etwas in Vergessenheit geratene Chartdarstellungsform einzugehen: den Point & Figure-Chart der deutschen Standardwerte. Bei dieser Chartart signalisieren Spalten mit „x“ steigende Notierungen, während Kreise für fallende Kurse stehen. Vereinfacht ausgedrückt, wird nur dann eine neue Spalte begonnen, wenn zuvor eine Bewegung in einer bestimmten Größenordnung stattgefunden hat. Damit lässt sich das „Marktrauschen“ herausfiltern. Als weiterer Vorteil ist die klare Signalgebung dieser Chartdarstellungsform anzusehen. Und das ist dann auch der Grund, warum wir gerade heute auf den Point & Figure-Chart des DAX® zurückgreifen. Schließlich sorgt der Spurt über die Marke von 12.400 Punkten hier nochmals für ein prozyklisches Investmentkaufsignal. Letztlich liefert diese Chartart also einen weiteren Katalysator für eine Fortsetzung der laufenden DAX®-Rally.

DAX® (Daily)
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Kumulationszone übersprungen
Kurslücken sind auf der Währungsseite ein seltenes Phänomen. Umso bemerkenswerter ist aus unserer Sicht deshalb, dass der Euro im Vergleich zum US-Dollar zu Wochenbeginn die alte Kumulationszone bei gut 1,08 USD mit einem Gap (1,0737 USD zu 1,0819 USD) übersprang. Auf diesem Niveau bildeten das 38,2%-Fibonacci-Retracement des Baisseimpulses von Mai 2016 bis Anfang 2017 (1,0826 USD), die letzten Verlaufshochs sowie die Kombination aus dem knapp 1-jährigen Abwärtstrend (akt. bei 1,0819 USD) und der 200-Tages-Linie (akt. bei 1,0835 USD) ein echtes Barrierenbündel. Mit der jüngsten Kurslücke wurde also nicht nur der beschriebene Abwärtstrend gebrochen und der langfristige gleitende Durchschnitt zurückerobert, sondern gleichzeitig auch eine inverse Schulter-Kopf-Schulter-Formation vervollständigt (siehe Chart). Aus der Höhe der unteren Umkehr lässt sich nun ein rechnerisches Anschlusspotential bis in den Bereich von rund 1,13 USD ableiten. Interessanterweise harmoniert dieses Kursziel bestens mit dem Hoch vom November 2016. Um die beschriebene Steilvorlage nicht zu gefährden, sollte der Euro zum Greenback die o. g. Kurslücke in Zukunft nicht mehr schließen. Zurvor dient bereits die o. g. Kumulationszone als massiver Auffangbereich.

EUR/USD (Daily)
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Kampf um den langfristigen Baissetrend
War das neue Jahreshoch des Euro Stoxx 50® erst der Auftakt? Schließlich versuchen die Bullen aktuell mit neuem Elan, das Ruder durch einen Sprung über den Baissetrend seit 2000 (akt. bei 3.543 Punkten) auf ihre Seite zu reißen. Der Leitindex befindet sich dabei übergeordnet seit nunmehr gut sechs Jahren im Spannungsfeld zwischen dem o. g. Basisabwärtstrend und dem 2011 etablierten Aufwärtstrend (siehe Chart). Ein nachhaltiger Bruch der langfristigen Baissetrendlinie dürfte vor diesem Hintergrund nochmals neue Kräfte freisetzen. Gelingt der Ausbruch, markieren die Hochs vom Juli und April 2015 bei 3.714 bzw. 3.836 Punkten die nächsten Etappenziele. Die technischen Indikatoren auf Wochenbasis unterstützen das angeführte Positivszenario zwar insgesamt mit Kaufsignalen (z. B. MACD, Aroon). Der RSI notiert allerdings bereits im überkauften Terrain und mahnt vor allzu großer Sorglosigkeit. Deshalb gilt es in Zukunft, das Aufwärtsgap auf Tagesbasis (3.481 zu 3.456 Punkte) unbedingt zu verteidigen. Schließlich würde ein entsprechendes Gap-Closing für ein Scheitern an dem dominierenden Baissetrend seit Beginn des Jahrtausends sprechen.

EURO STOXX 50® (Weekly)
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Quelle

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