11.09.2015 10:49
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Devisen weekly: Bei Euro-US-Dollar beschleunigter Rückgang Richtung 1,10 erwartet

EUR/USD bewegte sich in der Berichtswoche leicht abwärts und rangiert derzeit bei 1,121. Der Greenback profitierte dabei sowohl von der Erwartung einer anhaltend lockeren Geldpolitik der EZB als auch von der Ankündigung der chinesischen Regierung, der heimischen Wirtschaft mit einem milliardenschweren Konjunkturprogramm unter die Arme zu greifen. Wenig Einfluss auf die Kursentwicklung hatten da-gegen sowohl die relativ guten Konjunkturdaten der Eurozone als auch die jüngsten US-Arbeitsmarktdaten. Vor dem Hintergrund der Fed-Sitzung in der kommenden Woche rechnen wir mit einem festeren US-Dollar. Wir erwarten, dass die Fed die Leitzinsen anheben wird und sehen das Währungspaar EUR/USD beschleunigt im Rückwärtsgang in Richtung 1,10.

In den letzten Tagen setzte EUR/GBP seine leichte Korrektur fort. Aktueller Kurs ist 0,730. Die jüngsten Konjunkturdaten für das Vereinigte Königreich fielen zwar schwächer aus als erwartet, konnten das Pfund aber nicht unter Druck setzen. Dies trifft auf die im Juli um 0,4% zurückgegangene Industrieproduktion (Konsens 0,1%) genauso wie auf die Handelsbilanz zu. Ihr Defizit war höher als erwartet. Zudem sank der PMI (Einkaufsmanagerindex) für den Dienstleistungssektor auf hohem Niveau von 57,4 auf 55,6. Ebenfalls ohne nennenswerten Einfluss auf den Kurs waren die guten Konjunkturdaten der Eurozone sowie die Zinssitzung der Bank of England, auf der keine Veränderung der Geldpolitik vorgenommen wurde. Nach wie vor ist die Mehrheit der Notenbanker (Abstimmungsverhältnis 8 : 1) gegen eine Leitzinserhöhung. Das Wechselkurspaar EUR/GBP dürfte sich kurzfristig weiter in Richtung 0,72 bewegen.

Die Fluchtbewegungen in den Yen sind vorerst beendet. USD/JPY präsentierte sich in der Berichtswoche wieder stärker und kletterte zwischenzeitlich sogar über die Marke von 121,0. Momentan notiert das Währungspaar bei 120,7. Dabei gab es durchaus positive Nachrichten für den Yen. So kündigte die japanische Regierung an, mit einer Senkung der Unternehmenssteuern um 3,3 Prozentpunkte der Konjunktur Beine machen zu wollen. Außerdem wurde das Quartalswachstum des BIP für Q2 um 0,1 Prozentpunkte auf -0,3% nach oben revidiert. Dennoch bleibt die Angst vor der Abkühlung der japanischen Wirtschaft bestehen. Die schwachen Außenhandelsdaten für China sorgten trotz des neuen Konjunkturpaketes aus Peking für schlechte Stimmung. Vor dem Hintergrund der von uns erwarteten Leitzinserhöhung in den USA sehen wir USD/JPY in den nächsten Tagen weiter im Aufwärtstrend, auf einem Niveau über 121.



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