11.03.2016 10:00
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Devisen weekly - Hohe Volatilität nach EZB-Entscheidung. Spannung vor Fed-Sitzung und SNB-Tagung

EUR/USD konnte im Vergleich zur Vorwoche von 1,086 auf 1,098 zulegen, was einer Abwertung des Dollars um 1,1% entspricht. Diese Abwertung kam trotz positiver Arbeitsmarktzahlen zustande: So übertrafen die 242.000 im Februar neu geschaffenen Jobs im nichtlandwirtschaftlichen Bereich die Erwartungen. Die positive Konjunkturlage wird durch den Rückgang um 16.000 Stellen im produzierenden Gewerbe und den um 0,1 auf 53,4 im Februar abnehmenden ISM Index im nichtproduzierenden Gewerbe nur leicht eingetrübt. Die Sitzung der Fed in der nächsten Woche dürfte auch von den Entscheidungen der EZB und der Bank of Japan geprägt sein. Die von der EZB beschlossenen geldpolitischen Lockerungen dürften die Fed darin bestärken, dieses Mal noch die Füße stillzuhalten. Die Fed möchte vermeiden, dass ein stark aufwertender US-Dollar belastend auf die Inflation und das Wirtschaftswachstum wirkt. Dennoch könnte die Fed für April einen Zwischenschritt signalisieren, was den US-Dollar leicht stützen dürfte.

EUR/GBP sank im Vorwochenvergleich von 0,779 auf 0,773, was einer Aufwertung des Pfundes von 0,8% entspricht. Grund dafür sind die Erwartungen an die EZB Entscheidung. Die letzten britischen Wirtschaftsdaten deuten eine gemischte konjunkturelle Stimmung an: Zwar stieg das produzierende Gewerbe im Januar mit 0,7% (mom) an, die Industrieproduktion konnte mit 0,3% (mom) allerdings nur leicht zulegen. Für Aufregung unter den „Brexit“-Befürwortern und eine kurzzeitige Schwäche des Pfundes sorgte die jüngste Aussage von Mark Carney, dem britischen Notenbankchef: Er ist der Auffassung, dass ein Ausscheiden Großbritanniens aus der EU eine Bedrohung für die Finanzmarktstabilität darstellen würde. Angesichts der EZB Entscheidung dürfte EUR/GBP in der nächsten Woche weiter sinken.

EUR/CHF legte in dieser Woche um etwa 1,0% auf 1,094 (Stand 10.03. 14:15) zu. Die Aufwertung des Euros lässt sich vor allem auf Spekulationen über den EZB-Zinsent-scheid zurückführen. Viele Investoren rechneten im Vorfeld der Sitzung mit einer Enttäuschung der Märkte bzw. einem zu kleinen Maßnahmenpaket. Obwohl die Erwartungen wohl übertroffen wurden, zeigte das Wechselkurspaar durch die geldpolitischen Entscheidungen keine Niveauveränderung. Dafür dürfte die anstehende SNB-Tagung am 17.03. verantwortlich sein. Die letzten Äußerungen der schweizerischen Zentralbanker lassen eine expansive Reaktion auf die Maßnahmen der EZB vermuten. So ist z.B. eine Verringerung der Ausnahmen für den Negativzins, der derzeit bei -0,75% liegt, eine mögliche Option. In der nächsten Woche sehen wir EUR/CHF daher eher oberhalb von 1,09.


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