Devisen weekly - SNB stabilisiert vermutlich EUR/CHF, auch Stimuli der Bank of Japan erwartet
USD/JPY konnte in dieser Woche auf 114,1 zulegen, was eine Erholung des US-Dollars um ca. 1,8% bedeutet. Sowohl die amerikanischen Haushaltseinkommen als auch die Konsumausgaben konnten im Januar um 0,5% (mom) unerwartet stark zulegen. Baldige Leitzinserhöhungen der Fed sind damit nicht mehr ausgeschlossen, worauf besonders die dazugehörigen Futures hindeuten. Die aus ihnen abgeleitete Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung im Juni stieg in dieser Woche von 23,9% auf 38%. Zum anderen fielen die Inflationszahlen für Japan wie erwartet schwach aus. So lag im Januar sowohl bei der Gesamtinflation als auch bei der Kernrate (ohne frische Lebensmittel) kein Preisanstieg im Jahresvergleich vor (0,0%). Weitere Stimuli der Bank of Japan gelten daher als wahrscheinlich. USD/JPY erwarten wir in der nächsten Woche tendenziell um 115.
EUR/CHF schwächte sich in dieser Woche um ca. 0,7% auf 1,083 ab. Zum einen ließen die schwachen Inflationszahlen aus der Eurozone den Euro abwerten. So lagen die Gesamtinflation und Kerninflation (yoy) im Februar bei nur -0,2% bzw. 0,7%. Eine Ausweitung des QE-Programms bei der nächsten Sitzung der EZB am 10. März steht daher aus der Sicht der meisten Marktbeobachter schon fast fest. Zum anderen konnte das BIP-Wachstum (qoq) der Schweiz im vierten Quartal mit 0,4% (statt erwarteten 0,1%) positiv überraschen. Um einer weiteren Aufwertung des Franken entgegenzuwirken, werden von der SNB expansive Maßnahmen erwartet, wie sie bereits von ihrem Präsidenten, Jordan, angedeutet wurden. In der kommenden Woche könnte vor allem die EZB-Sitzung das Wechselkurspaar EUR/CHF bewegen. Die SNB lässt momentan aber Anpassungsmaßnahmen vermuten, um den Franken daraufhin um seinen aktuellen Kurs zu stabilisieren.


