Devisen weekly: US-Arbeitsmarktzahlen entscheidend für EUR/USD-Entwicklung
Die US-Wirtschaft sendete in der vergangenen Woche sehr gemischte Signale, weshalb der Euro im Vergleich zur Vorwoche sogar geringfügig aufwertete und nun bei 1,1193 notiert. Zwar zeigte sich der ISM-Index leicht positiv und auch das Wirtschaftswachstum im ersten Quartal wurde von 0,5% auf 0,8% (annualisiert, qoq) revidiert. Im Gegensatz dazu ging das Verbrauchervertrauen des Conference Boards um zwei Punkte auf 92,6 zurück und die Bauausgaben im April sanken um 1,6%. Spekulationen über eine Zinserhöhung in näherer Zukunft erhielten nach den jüngsten Aussagen von FOMC-Mitgliedern neue Nahrung, der genaue Zeitpunkt wurde allerdings noch nicht kommuniziert. Die EZB hat derweil keine weiteren expansiven Maßnahmen beschlossen. Die Inflation ist zwar weiterhin deutlich unter dem Inflationsziel (HVPI im Mai -0,1%, yoy), die derzeitigen Maßnahmen brauchen aber Zeit, um ihre Wirkung zu entfalten. Richtungsweisend für die Kursentwicklung von EUR/USD werden die US-Arbeitsmarktzahlen für Mai sein, die am Freitag (03.06) erscheinen. Sollt es einen Beschäftigungszuwachs von mehr als 180.000 Personen geben, wird der Abwertungsdruck auf den Euro zunehmen.
Hier können Sie das "Wochenbarometer" mit aktuellen News zu den Kapitalmärkten und weitere Research-Publikationen herunterladen.


