08.04.2016 10:00
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Devisen weekly: USD verliert gegen EUR und JPY und schwankt weiter

EUR/USD stieg in der letzten Woche von 1,1327 auf 1,1443. Der US-Dollar konnte zunächst an Boden gewinnen, da die Wirtschaftszahlen positiv ausfielen. Insbesondere entwickelte sich der US-Arbeitsmarkt mit 215.000 neuen Stellen im nicht-landwirtschaftlichen Bereich sehr robust. Die Eurozone konnte durch einen höheren Einkaufsmanagerindex im Verarbeitenden Gewerbe sowie gestiegener Einzelhandelsumsätze (+0,2% mom) ebenfalls gute Zahlen vorweisen. Der Euro erhielt weiter Rückenwind im Nachklang der Rede von Fed-Präsidentin Yellen aus der letzten Woche, infolge der die Wahrscheinlichkeit für eine US-Zinserhöhung im April sank. Das Protokoll der Fed-Sitzung von März zeigt ein gespaltenes FOMC, da einzelne Notenbanker schon einen Zinsanhebungsschritt im April befürwortet haben, Yellen sich aber für eine vorsichtigere Gangart ausspricht. Die US-Zahlen zum Einzelhandelsumsatz und zur Inflation in der nächsten Woche dürften weiteren Aufschluss über den Zustand der amerikanischen Volkswirtschaft bieten.

USD/JPY fiel im Vorwochenvergleich von 112,39 auf 108,81, was einer Aufwertung des Yen von 3,2% entspricht. Die japanische Währung ist damit so stark wie seit Oktober 2014 nicht mehr. Der Gouverneur der Bank of Japan Kuroda will die Risiken des Landes weiter im Blick behalten und lässt die Tür für weitere Maßnahmen offen. Der Einkaufsmanagerindex im Verarbeitenden Gewerbe fiel im März auf einen Wert unter 50, was erstmals auf eine schrumpfende Wirtschaft hindeutet. Das Protokoll der Fed-Sitzung von März bestätigte die Erwartungen der Marktteilnehmer hinsichtlich der Politik der graduellen Zinsveränderungen, was den US-Dollar belastete. Die Auflösung entsprechender Carry-Trades könnte die Aufwertung des Yen beschleunigt haben. Vor dem Hintergrund der schwächelnden japanischen Wirtschaft dürfte USD/JPY weiter schwanken.


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