18.03.2016 11:00
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Devisen weekly: Vorsichtige Fed schwächt US-Dollar

EUR/USD machte im Wochenverlauf einen Sprung von 1,089 auf 1,129, was einer Abwertung des US-Dollars von 3,5% entspricht. Begründen lässt sich die neuerliche Schwäche des US-Dollars mit der Entscheidung der Fed vom 16. März: Der aktuelle Leitzins bleibt bei 0,25-0,5% und die Fed-Mitglieder halten im Durchschnitt nur noch zwei Zinsschritte in diesem Jahr für angemessen, statt wie bisher vier. Sie begründeten dies mit den weiterhin sich auf die US-Wirtschaft belastend auswirkenden globalen Risiken, ausgehend von den volatilen Finanzmärkten und der schwächelnden Weltkonjunktur. Die US-Wirtschaft gibt gemischte Signale: Die Industrieproduktion sank im Februar zwar um 0,5% (mom), allerdings konnte sich der Empire Manufacturing Index von -16,64 auf 0,62 erholen und auch die CPI-Kerninflationsrate befindet sich im Februar mit 2,3% (yoy) auf einem guten Weg. Für die nächste Woche sehen wir EUR/USD bei 1,12.

USD/JPY schwächte sich in dieser Woche von 113,7 auf 112,0 ab (-1,4%). Die Abwertung des US-Dollars fand vor allem direkt nach der Fed-Sitzung statt. Die Notenbank behielt ihren Leitzins zwar erwartungsgemäß bei, ihr Ausblick auf die Konjunktur enttäuschte jedoch. Geprägt von globalen und finanzwirtschaftlichen Risiken wurde die BIP-Erwartung für 2016 von 2,4% im Dezember auf 2,2% und die als angemessen angesehene „Fed Funds Rate“ von 1,4% auf 0,9% gesenkt. Auch die Bank of Japan behielt ihren Kurs mit einem Leitzins von -0,1% bei, was den Yen unmittelbar nach der Sitzung stabilisierte. Ihr konjunktureller Ausblick scheint sich aber ebenfalls verschlechtert zu haben, sodass weitere expansive Schritte bei der nächsten Sitzung am 28.4. wahrscheinlicher werden. USD/JPY dürfte sich in der kommenden Woche weniger volatil um 112 bewegen.


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