20.05.2016 11:32
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Devisen weekly: Zinserhöhung der Fed wieder wahrscheinlicher - Rückenwind für USD

Zuletzt wurde eine Juni-Zinserhöhung der Fed wieder wahrscheinlicher, was EUR/USD um 1,7 % auf 1,122 fallen ließ. Grund hierfür waren Äußerungen der regionalen Fed-Präsidenten Williams (San Francisco) und Lockhart (Atlanta) sowie die Veröffentlichung des letzten FOMC-Sitzungsprotokolls. Dieses zeigte, dass die Fed einer Zinserhöhung im Juni durchaus offen gegenübersteht, die Entscheidung aber von weiteren Konjunkturdaten abhängig macht. Zudem wurden die Risiken eines Brexit thematisiert. Gestützt wurden die Erwartungen an eine Zinserhöhung durch eine überraschend hohe Inflationsrate und gute Konjunkturdaten in den USA. Die Jahresrate der Verbraucherpreise lag im April bei 1,1%, die der Kernrate sogar bei 2,1%. Auch die Industrieproduktion konnte im April um 0,7% zulegen und der Konsumentenklimaindex der Universität Michigan machte einen Sprung von 89,0 auf 95,8 Punkte. Die endgültige Entscheidung über eine Zinserhöhung im Juni ist somit offener als bisher von vielen Marktteilnehmern erwartet. In der Eurozone dagegen bleibt die Inflation nahe null und wurde für April bei -0,2% (yoy) bestätigt. Ob es zu weiteren geldpolitischen Lockerungen kommt, bleibt abzuwarten. Sollte der Zinsschritt konkreter werden, hat der Dollar Aufwertungspotenzial.

USD/JPY stieg im Wochenverlauf von 108,94 auf 110,19, was einer Aufwertung des Dollars von 1,1% entspricht. Die erfreulichen Daten an der US-Konjunkturfront und die Debatte um das weitere Vorgehen der Fed waren die größten Treiber der Aufwertung. Die gestiegenen Autoverkäufe sorgten für eine höhere Industrieproduktion und ein besonders starkes Ansteigen der Einzelhandelsumsätze (+3% yoy). Des Weiteren zeigt sich die Kerninflation mit 2,1% yoy weiterhin auf einem festen Niveau. Die japanische Konjunktur vermeldete ebenfalls eine höhere Industrieproduktion und ein stärker als erwartetes Wirtschaftswachstum (+1,7% annualisiert in Q1). Dennoch bleiben Zweifel an der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in Japan bestehen. Das Protokoll der April-Sitzung der Fed erhöht nach Marktinterpretation die Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung im Juni, wenn die konjunkturellen Daten weiter positive Signale senden, was dem Dollar auch in der kommenden Woche Rückenwind verleihen dürfte

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Quelle

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