Die Berichtssaison gibt den Takt vor
Tech-Ausverkauf an der Wall Street
Am Freitag waren die Marktteilnehmer jenseits des Atlantiks negativ gestimmt. Grund dafür war ein erneuter Einbruch der KI-Euphorie, die dieser Tage ein maßgeblicher Treiber der Volatilität an den Aktienmärkten ist. In der vergangenen Handelswoche gerieten jene Titel deutlich unter Druck, da die Börsianer zusehends befürchten, dass die Betreiber von Rechenzenten nicht rechtzeitig profitabel werden und in Konsequenz dessen nicht imstande sein dürften, ihre enorme Schuldenlast zurückzuzahlen. Das toxische Umfeld aus steigenden Renditen und sich folglich verschärfenden Finanzierungsbedingungen setzt insbesondere hoch bewerteten KI-Aktien zu, da sich die exorbitanten Wachstumserwartungen rational immer schwieriger als Kompensation für den starken Diskontierungseffekt rechtfertigen lassen. Lediglich positive Impulse von Seiten der Earnings Season könnten in den nächsten Wochen den Optimismus zurückbringen.
In Europa stützen solide Zahlen
Gegenwind kam aus Europa. Hier nahmen die Marktteilnehmer die berichteten Quartalszahlen überwiegend positiv auf. Unter anderem Industrieaktien gehörten zu den großen Gewinnern. Insbesondere substanzstarke Werte aus traditionellen Branchen können derzeit einen adäquaten Beitrag zur Senkung der Portfoliovolatilität leisten.
Diese Woche viele Veröffentlichungen
In der neuen Handelswoche stehen wieder einige Veröffentlichungen auf der Agenda, sowohl auf der Makro- als auch auf Mikro-Ebene. Den Auftakt macht der NAHB-Index jenseits des Atlantiks. Mit 32 Punkten erwarten wir eine weiterhin schwache Stimmung auf dem US-Häusermarkt. Am Dienstag folgen außerdem weitere Daten zu den Baubeginnen und Baugenehmigungen in den USA. Hierzulande steht darüber hinaus der ZEW-Index im Fokus. Für das Konjunkturbarometer prognostizieren wir 30,0 nach zuvor 34,7 Punkten. Am Freitag rücken die vorläufigen Einkaufsmanagerindizes in den Mittelpunkt. Für Deutschland erwarten wir 53,0 Punkte in der Industrie, 52,5 bei Dienstleistungen und 52,8 beim Composite. Für die EWU rechnen wir in allen drei Bereichen mit 52,5 Punkten. Zudem veröffentlicht die EZB die Inflationserwartungen der Verbraucher. Zum Ende der Handelswoche publiziert Moody's außerdem eine Neueinschätzung zu Frankreichs Rating, weshalb eine erhöhte Volatilität französischer Staatsanleihen nicht unwahrscheinlich ist. Auf der Einzeltitelebene geht die Berichtssaison parallel weiter. Es veröffentlichen unter anderem Netflix, SAP, Tesla und Meta diese Woche ihre Quartalszahlen.Wichtige HinweiseDiese Publikation richtet sich ausschließlich an Empfänger in der EU, Schweiz und Liechtenstein. Diese Publikation wird von der LBBW nicht an Personen in den USA vertrieben und die LBBW beabsichtigt nicht, Personen in den USA anzusprechen. Aufsichtsbehörden der LBBW: Europäische Zentralbank (EZB), Sonnemannstraße 22, 60314 Frankfurt am Main und Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), Graurheindorfer Str. 108, 53117 Bonn / Marie-Curie-Str. 24-28, 60439 Frankfurt. Diese Publikation beruht auf von uns nicht überprüfbaren, allgemein zugänglichen Quellen, die wir für zuverlässig halten, für deren Richtigkeit und Vollständigkeit wir jedoch keine Gewähr übernehmen können. Sie gibt unsere unverbindliche Auffassung über den Markt und die Produkte zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses wieder, ungeachtet etwaiger Eigenbestände in diesen Produkten. Diese Publikation ersetzt nicht die persönliche Beratung. Sie dient nur zu Informationszwecken und gilt nicht als Angebot oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf. Für weitere zeitnähere Informationen über konkrete Anlagemöglichkeiten und zum Zwecke einer individuellen Anlageberatung wenden Sie sich bitte an Ihre Anlageberaterin oder -berater. Wir behalten uns vor, unsere hier geäußerte Meinung jederzeit und ohne Vorankündigung zu ändern. Wir behalten uns des Weiteren vor, ohne weitere Vorankündigung Aktualisierungen dieser Information nicht vorzunehmen oder völlig einzustellen. Die in dieser Ausarbeitung abgebildeten oder beschriebenen früheren Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen stellen keinen verlässlichen Indikator für die künftige Wertentwicklung dar. HerausgeberLandesbank Baden-Württemberg Am Hauptbahnhof 2 70173 Stuttgart |


