| Zyklik: Ein heißer Sommer? |
| In unseren Publikationen greifen wir als eine Argumentationsgrundlage regelmäßig auf
den Dekaden- und den US-Präsidentschaftszyklus zurück. Da die beiden bekanntesten
Zyklen im 1. Halbjahr 2017 Hand in Hand gingen und saisonalen Rückenwind für die Aktienmärkte
lieferten, war der Faktor „Saisonalität“ eines unserer Kernargumente, um von neuen
Rekordständen an den internationalen Aktienmärkten auszugehen. Leider entfällt ab
dem Hochsommer dieser Katalysator. Vielmehr signalisieren die beiden Zyklen, dass
besonders in den Monaten August, September und Oktober der Wind auch mal von vorne
kommen könnte. Mit anderen Worten: Während im 1. Halbjahr die beiden Zyklen für doppelten
Rückenwind sorgten, kippen nun beide gemeinschaftlich. Per Saldo warnt der Faktor
„Saisonalität“ also vor deutlichen Rückschlaggefahren im 3. Quartal. Konkret legt
der durchschnittliche Verlauf aller Nachwahljahre von 1897 bis 2013 beim Dow Jones
ab Ende Juli nur noch eine Seitwärtsphase nahe, ehe im Anschluss daran vor allem im
September/Oktober eine klassische „Herbstdelle“ droht (siehe Chart). Der US-Präsidentschaftszyklus
könnte sich deshalb bis zum Monatsultimo Oktober/November als Bremsklotz erweisen. |
|
|
Dow Jones Industrial Average (Daily) |
|
|
 |
|
|
|
|
|
| Das verflixte 7. Jahr |
| Als noch größerer Spielverderber könnte sich der Dekadenzyklus erweisen, denn hier
fallen die Korrekturgefahren noch deutlich größer aus. Gemessen am durchschnittlichen
Verlauf des Dow Jones in sog. „7er-Jahren“ – also 1897, 1907, 1917, … 2007 – drohen
den US-Standardwerten ab dem 3. Quartal ernsthafte Einschnitte, die auf der Zeitachse
bis in den November anhalten können. Unter dem Strich ergibt sich sogar eine komplette
„Rolle rückwärts“, denn das konstruktive 1. Halbjahr wird vollständig ausradiert.
Für das gesamte „7er-Jahr“ steht im Durchschnitt sogar ein Minus zu Buche (siehe Chart).
Auf zwei weitere Aspekte im möglicherweise verflixten 7. Jahr möchten wir noch eingehen:
Zum einen kommt es nach dem Novembertief nur zu einem marginalen Erholungsimpuls,
d. h. im „7er-Jahr“ verläuft die Jahresendrally oftmals im Sande. Zum anderen haben
wir die Perspektiven in dem als besonders kritisch einzustufenden Zeitraum genauer
unter die Lupe genommen: Die Wahrscheinlichkeiten mit einem Engagement in den Dow
Jones im „7er-Jahr“ in den besonders schwierigen Monaten August/September/Oktober
Kursgewinne zu erzielen, liegt jeweils deutlich unter 50 %, so dass eine 7er-Korrektur
ein oftmals wiederkehrendes Phänomen darstellt. |
|
|
Dow Jones Industrial Average (Daily) |
|
|
 |
|
|
|
|
|
| Aus der Spur |
| Die BMW-Aktie hat zuletzt deutlich an Fahrkraft verloren. Einen wichtigen Unglücksbringer
stellt vor allem das Abwärtsgap vom Wochenbeginn (81,19 EUR zu 80,15 EUR) dar. Dieser
kündigt nun magere Zeiten an, denn mit dem Bruch der Nackenlinie bei rund 81 EUR wurde
ein Doppeltopp abgeschlossen. Die Projektion der Formationshöhe nach Süden ergibt
ein kalkulatorisches Kursziel von rund 71 EUR (siehe Chart). Die Bedeutung des beschriebenen
„Breaks“ wird zusätzlich durch das Abgleiten unter das 38,2%-Fibonacci-Retracement
des Aufwärtsimpulses von Juli 2016 bis Anfang Januar 2017 (81,01 EUR) unterstrichen.
Auch höhere Zeitebenen dokumentieren die derzeit schwierige Ausgangslage. So liegt
im Wochenbereich ein sog. „bearish engulfing“ vor. Perspektivisch reicht das aufgezeigte
Abschlagspotential aus, um die Kreuzunterstützung aus dem Tief vom September 2016
(72,03 EUR) und dem ehemaligen Abwärtstrend seit dem Frühjahr 2015 (akt. bei 71,38
EUR) auszuloten. Wollen die Bullen zurück auf die „Pole Position“, müsste dass o.
g. Gap geschlossen bzw. die Nackenlinie der oberen Umkehr bei rund 81 EUR zurückerobert
werden. Deshalb ist dieses Level als Absicherung für neue Shortpositionen prädestiniert. |
|
|
BMW (Daily) |
|
|
 |
|
|
|
|
|
| Buy-Trigger bei 60,32 USD |
| Im „HSBC Trendkompass“ filtern wir auf wöchentlicher Basis über 100 Basiswerte nach
den objektiven Kriterien der relativen Stärke (Levy) sowie des Momentums der letzten
vier Wochen. Gemessen an diesen Maßstäben befindet sich die Nike-Aktie sowohl in einem
kurz- als auch einem mittelfristigen Aufwärtstrend. Dazu gesellt sich durch die charttechnische
Brille betrachtet eine interessante Ausbruchskonstellation. So haben sich die steigende
38-Wochen-Linie (akt. bei 54,41 USD) bzw. der ehemalige Korrekturtrend seit Dezember
2015 (akt. bei 51,13 USD) letztlich als Sprungbrett erwiesen. Als zusätzliche Bestätigung
werten wir in diesem Zusammenhang die Auflösung der blauunterlegten Korrekturflagge
der letzten Monate. Für das letzte Mosaiksteinchen im positiven Sinn könnte nun der
Spurt über die letzten beiden Verlaufshochs bei 58,99/60,32 USD sorgen. Neben der
Positionierung im Rahmen des „HSBC Trendkompass“ lassen die Trendfolger MACD und Aroon
auf eine positive Weichenstellung hoffen, die zuletzt neue Einstiegssignale generieren
konnten. Im Erfolgsfall rückt das bisherige Allzeithoch bei 68,05 USD wieder ins Blickfeld. |
|
|
NIKE (Weekly) |
|
|
 |
|
|
|
|
|
| Interesse an einer täglichen Zustellung unseres Newsletters? |

|


|
HSBC Trinkaus
& Burkhardt AG
Derivatives Public Distribution
Königsallee 21-23
40212 Düsseldorf
kostenlose Infoline: 0800/4000 910
Aus dem Ausland: 00800/4000 9100 (kostenlos)
Hotline für Berater: 0211/910-4722
Fax: 0211/910-91936
Homepage: www.hsbc-zertifikate.de
E-Mail: zertifikate@hsbc.de |
|
|