28.07.2017 09:00
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Dow Jones Industrial Average - Zyklik: Ein heißer Sommer?

Zyklik: Ein heißer Sommer?
In unseren Publikationen greifen wir als eine Argumentationsgrundlage regelmäßig auf den Dekaden- und den US-Präsidentschaftszyklus zurück. Da die beiden bekanntesten Zyklen im 1. Halbjahr 2017 Hand in Hand gingen und saisonalen Rückenwind für die Aktienmärkte lieferten, war der Faktor „Saisonalität“ eines unserer Kernargumente, um von neuen Rekordständen an den internationalen Aktienmärkten auszugehen. Leider entfällt ab dem Hochsommer dieser Katalysator. Vielmehr signalisieren die beiden Zyklen, dass besonders in den Monaten August, September und Oktober der Wind auch mal von vorne kommen könnte. Mit anderen Worten: Während im 1. Halbjahr die beiden Zyklen für doppelten Rückenwind sorgten, kippen nun beide gemeinschaftlich. Per Saldo warnt der Faktor „Saisonalität“ also vor deutlichen Rückschlaggefahren im 3. Quartal. Konkret legt der durchschnittliche Verlauf aller Nachwahljahre von 1897 bis 2013 beim Dow Jones ab Ende Juli nur noch eine Seitwärtsphase nahe, ehe im Anschluss daran vor allem im September/Oktober eine klassische „Herbstdelle“ droht (siehe Chart). Der US-Präsidentschaftszyklus könnte sich deshalb bis zum Monatsultimo Oktober/November als Bremsklotz erweisen.

Dow Jones Industrial Average (Daily)
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Das verflixte 7. Jahr
Als noch größerer Spielverderber könnte sich der Dekadenzyklus erweisen, denn hier fallen die Korrekturgefahren noch deutlich größer aus. Gemessen am durchschnittlichen Verlauf des Dow Jones in sog. „7er-Jahren“ – also 1897, 1907, 1917, … 2007 – drohen den US-Standardwerten ab dem 3. Quartal ernsthafte Einschnitte, die auf der Zeitachse bis in den November anhalten können. Unter dem Strich ergibt sich sogar eine komplette „Rolle rückwärts“, denn das konstruktive 1. Halbjahr wird vollständig ausradiert. Für das gesamte „7er-Jahr“ steht im Durchschnitt sogar ein Minus zu Buche (siehe Chart). Auf zwei weitere Aspekte im möglicherweise verflixten 7. Jahr möchten wir noch eingehen: Zum einen kommt es nach dem Novembertief nur zu einem marginalen Erholungsimpuls, d. h. im „7er-Jahr“ verläuft die Jahresendrally oftmals im Sande. Zum anderen haben wir die Perspektiven in dem als besonders kritisch einzustufenden Zeitraum genauer unter die Lupe genommen: Die Wahrscheinlichkeiten mit einem Engagement in den Dow Jones im „7er-Jahr“ in den besonders schwierigen Monaten August/September/Oktober Kursgewinne zu erzielen, liegt jeweils deutlich unter 50 %, so dass eine 7er-Korrektur ein oftmals wiederkehrendes Phänomen darstellt.

Dow Jones Industrial Average (Daily)
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Aus der Spur
Die BMW-Aktie hat zuletzt deutlich an Fahrkraft verloren. Einen wichtigen Unglücksbringer stellt vor allem das Abwärtsgap vom Wochenbeginn (81,19 EUR zu 80,15 EUR) dar. Dieser kündigt nun magere Zeiten an, denn mit dem Bruch der Nackenlinie bei rund 81 EUR wurde ein Doppeltopp abgeschlossen. Die Projektion der Formationshöhe nach Süden ergibt ein kalkulatorisches Kursziel von rund 71 EUR (siehe Chart). Die Bedeutung des beschriebenen „Breaks“ wird zusätzlich durch das Abgleiten unter das 38,2%-Fibonacci-Retracement des Aufwärtsimpulses von Juli 2016 bis Anfang Januar 2017 (81,01 EUR) unterstrichen. Auch höhere Zeitebenen dokumentieren die derzeit schwierige Ausgangslage. So liegt im Wochenbereich ein sog. „bearish engulfing“ vor. Perspektivisch reicht das aufgezeigte Abschlagspotential aus, um die Kreuzunterstützung aus dem Tief vom September 2016 (72,03 EUR) und dem ehemaligen Abwärtstrend seit dem Frühjahr 2015 (akt. bei 71,38 EUR) auszuloten. Wollen die Bullen zurück auf die „Pole Position“, müsste dass o. g. Gap geschlossen bzw. die Nackenlinie der oberen Umkehr bei rund 81 EUR zurückerobert werden. Deshalb ist dieses Level als Absicherung für neue Shortpositionen prädestiniert.

BMW (Daily)
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Buy-Trigger bei 60,32 USD
Im „HSBC Trendkompass“ filtern wir auf wöchentlicher Basis über 100 Basiswerte nach den objektiven Kriterien der relativen Stärke (Levy) sowie des Momentums der letzten vier Wochen. Gemessen an diesen Maßstäben befindet sich die Nike-Aktie sowohl in einem kurz- als auch einem mittelfristigen Aufwärtstrend. Dazu gesellt sich durch die charttechnische Brille betrachtet eine interessante Ausbruchskonstellation. So haben sich die steigende 38-Wochen-Linie (akt. bei 54,41 USD) bzw. der ehemalige Korrekturtrend seit Dezember 2015 (akt. bei 51,13 USD) letztlich als Sprungbrett erwiesen. Als zusätzliche Bestätigung werten wir in diesem Zusammenhang die Auflösung der blauunterlegten Korrekturflagge der letzten Monate. Für das letzte Mosaiksteinchen im positiven Sinn könnte nun der Spurt über die letzten beiden Verlaufshochs bei 58,99/60,32 USD sorgen. Neben der Positionierung im Rahmen des „HSBC Trendkompass“ lassen die Trendfolger MACD und Aroon auf eine positive Weichenstellung hoffen, die zuletzt neue Einstiegssignale generieren konnten. Im Erfolgsfall rückt das bisherige Allzeithoch bei 68,05 USD wieder ins Blickfeld.

NIKE (Weekly)
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Quelle

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