24.06.2019 13:19
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DZB Risikomonitor: Ausfallssorgen nehmen deutlich ab

CDS sinken branchenweit und signalisieren allgemeine Entspannung – Auch Deutsche Bank und Commerzbank von Erholung erfasst – Zunahme bei Emissionen mit höherem Risiko-Rang

Ausfallssorgen nehmen deutlich ab
Die Preise für Kreditausfallversicherungen (CDS) sind in den letzten Wochen deutlich zurückgegangen. Die daraus ableitbare Entspannung umfasst die gesamte Branche, wobei zuletzt vor allem bei den US-Banken und bei den meisten französischen Instituten deutliche Abschläge zu verzeichnen waren. Stark rückläufig sind aber auch die CDS bei den beiden deutschen Großbanken. Seit der Umstellung der Bezugsgröße für die CDS-Preise im Mai gaben die neuen Kontrakte sowohl bei der Deutschen Bank als auch bei der Commerzbank kontinuierlich nach. Hatten die ersten Preise bei der Deutschen Bank noch bei rund 100 Basispunkten gelegen, so sind sie mittlerweile auf 70 gesunken. Bei der Commerzbank gingen die CDS von 60 bps auf jetzt 46 zurück.

Unterschiedliche Anleihekategorien
Zu beachten ist dabei, dass sich die dargestellten Kontraktpreise ebenso wie die Ratings auf die sogenannten „Senior-preferred“-Verbindlichkeiten beziehen, die in der Haftungskaskade auf einer Stufe mit Zertifikaten stehen. Bei einigen Emittenten werden darüber hinaus aber auch vermehrt Anleihen aus dem schwächeren Rang („Non Preferred“) begeben. Diese werden aufgrund des höheren Ausfallrisikos von den Ratingagenturen Moody‘s und S&P meist niedriger eingestuft, sodass deren Bonität nicht mit den hier gezeigten Daten vergleichbar ist. Neben LBBW und BayernLB, gilt dies jetzt auch für die Deka.

 

Unsere Übersicht zu aktuellen Ratings und Credit Spreads der Zertifikate-Emittenten finden Sie auch hier.

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