| Die gute Prognose aus dem letztjährigen Jahresausblick legt die Messlatte für 2017 nun umso höher. Schließlich ist frei nach Sepp Herberger „die nächste Prognose immer die Schwerste“. Deshalb wollen wir uns nicht lange mit Schulterklopfen aufhalten und uns vielmehr dem Blick in die 2017er-Glaskugel zuwenden. Der Tradition unserer technischen Jahresausblicke folgend, möchten wir auf der Devisenseite mit der Analyse der langfristigen Charts beginnen. Auf Jahresbasis steht beim Währungspaar EUR/USD eine Kerze mit recht kleinem Körper zu Buche. Bei der dritten Verlustkerze in Serie fällt aber vor allem der markante Docht ins Auge (siehe Chart 2). Darin spiegelt sich u. E. wider, dass der Euro zur US-Valuta strukturell unter Druck steht. Das kurz vor dem Jahresultimo erreichte neue Verlaufstief (1,0365 USD), mit dem ein klassisches "inside year" verhindert wurde, unterstreicht diese These. Dennoch werten wir das abgelaufene Jahr letztlich als Atempause des Währungspaars, um die dynamischen Kursverluste von rund 1,40 USD auf unter 1,05 USD zwischen Mai 2014 und März 2015 zu verdauen. Bei der Marschroute für 2017 müssen sich Anleger deshalb erneut mit den bereits vor einem Jahr an dieser Stelle diskutierten großen Leitplanken zwischen rund 1,05 USD auf der Unter- und 1,15/18 USD auf der Oberseite auseinandersetzen. |