| In der vergangenen Woche hat der Euro im Vergleich zum US-Dollar zum wiederholten Mal die Unterstützung bei rund 1,05 USD einer Belastungsprobe unterzogen. Auf Basis der verschiedenen Tiefs seit März 2015 hat die Einheitswährung erneut die Kurve bekommen, was die Hoffnungen auf die Ausprägung einer inversen Schulter-Kopf-Schulter-Formation am Leben hält. Definiert wird die mögliche untere Umkehr durch die Tiefpunkte bei 1,0515/1,0339/1,0492 USD (siehe Chart). Um die Bodenbildung abzuschließen, bedarf es allerdings eines Spurts über die extrem massive Kumulationszone bei gut 1,08/1,09 USD. Neben den beiden jüngsten Verlaufshochs bei 1,0828/72 USD und dem 38,2%-Fibonacci-Retracement des letzten EUR-Abwärtsimpulses seit Mai 2016 (1,0826 USD) speist sich das angeführte Widerstandsbündel aus der 200-Tages-Linie (akt. bei 1,0916 USD) sowie dem knapp 1-jährigen Baissetrend (akt. bei 1,0925 USD). Aus charttechnischer Sicht käme ein Sprung über die angeführten Hürden einem großen Befreiungsschlag gleich. Ohne diesen müssen Investoren allerdings immer auch die o. g. Unterstützungen bei rund 1,05 USD im Auge behalten. Ein Bruch dieser Bastion würde die Einheitswährung zum Greenback wieder deutlich unter Druck bringen. Vor diesem Hintergrund vollzieht das Währungspaar unverändert eine schmale Gratwanderung. |