| Letztlich zählt die Entwicklung des Euro zur US-Valuta zu den großen Überraschungen des vergangenen Jahres. Leider erinnert uns dieses „auf dem falschen Fuß“-Erwischen an ein bekanntes Zitat von Mark Twain. „Prognosen sind schwierig, vor allem wenn sie die Zukunft betreffen!“ Die Vorhersage 2018 dürfte allerdings keinesfalls leichter werden, da die charttechnische Ausgangslage durchaus ambivalent ist. Aber das ist ja auch eine erste Aussage! Damit befindet sich der Technische Analyst übrigens in bester Gesellschaft, denn auch die fundamentalen Währungsprognosen zeichnen ein uneinheitliches Bild. Ohne zuviel vorwegnehmen zu wollen: Wir werden dieser Herausforderung begegnen, indem wir zwei unterschiedliche Szenarien aufzeigen. Eine hohe Zeitebene – idealerweise der Jahreschart – stellt bei den einzelnen Assetklassen unseren fast schon traditionellen Startpunkt der Analysen dar. Diese sinnvolle Vorgehensweise fördert beim Währungspaar EUR/USD besonders viele interessante Details zu Tage. Beim Blick auf den Jahreschart des Euro zum US-Dollar fallen zunächst einmal die nahezu deckungsgleichen Tiefs der letzten beiden Jahre (1,0340 USD vs. 1,0351 USD) ins Auge (siehe Chart 2). Wenn Anleger das Jahr 2015 hinzunehmen, ergibt sich mit 1,0456 USD ein weiteres Tief in diesem Dunstkreis. |