| Im Wochenchart des Euro im Vergleich zum US-Dollar zeichnet sich eine mögliche inverse Schulter-Kopf-Schulter-Formation ab, die durch die Tiefs bei 1,1098/1,0456/1,0828 USD definiert wird. Aus dieser Perspektive betrachtet, hat die Einheitswährung jüngst zwei Chancen verpasst, denn sowohl Ende August als auch Mitte September blieb dem Euro per Wochenschlusskurs ein Spurt über die Nackenlinie der unteren Umkehr (akt. bei 1,1361 USD) verwehrt. Auf solche Fehlausbrüche folgten in der Vergangenheit oftmals dynamische Bewegungsimpulse in die entgegengesetzte Richtung, zumal die europäische Valuta jetzt auch die 200-Tages-Linie (akt. bei 1,1208 USD) preisgeben musste. Da auch der MACD im Tagesbereich ein neues Ausstiegssignal generiert hat und im Verlauf des RSI eine abgeschlossene Toppbildung vorliegt, müssen Anleger den Blick derzeit nach Süden richten. Dem im Frühjahr 2015 etablierten Aufwärtstrend (akt. bei knapp 1,10 USD) kommt dabei eine Schlüsselrolle zu: Ein Bruch dieses Trends würde die gesamte Erholung des Euro zum Greenback seit März als „bearishe“ Flagge enttarnen und die Einheitswährung auch langfristig merklich unter Druck setzen. |