19.07.2017 10:30
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Euro-Rally wird für den DAX zur Belastungsprobe

Bleibt der Euro-Dollar-Kurs in der seit gut zwei Jahren bestehenden Seitwärtsspanne oder nicht? Diese Frage dürfte in den nächsten Tagen beantwortet werden. Ende August 2015 lag der Kurs in der Spitze bei 1,17 Dollar. Sollte die Schwelle fallen, könnte der Euro eine große Bodenbildung abschließen und mittelfristig eine stärkere Aufwertungswelle starten. Am Terminmarkt liegen die Netto-Long-Positionen allerdings auf einem sehr hohen Niveau.
 

Euro-Rally wird für den DAX zur Belastungsprobe
 

Bleibt der Euro-Dollar-Kurs in der seit gut zwei Jahren bestehenden Seitwärtsspanne oder nicht? Diese Frage dürfte in den nächsten Tagen beantwortet werden. Ende August 2015 lag der Kurs in der Spitze bei 1,17 Dollar. Sollte die Schwelle fallen, könnte der Euro eine große Bodenbildung abschließen und mittelfristig eine stärkere Aufwertungswelle starten. Am Terminmarkt liegen die Netto-Long-Positionen allerdings auf einem sehr hohen Niveau. Ähnlich hohe Spekulationen waren in der Vergangenheit häufig im Umfeld von Hochpunkten zu beobachten.


Exportwerte unter Druck
Nun liegt es an EZB-Chef Mario Draghi, auf der morgigen Pressekonferenz die Euro-Bullen wieder einzufangen. Denn die Euro-Stärke bedeutet eine zusätzliche Straffung der finanziellen Rahmenbedingungen in Europa. Mit der Aufwertung verteuern sich Waren aus der Eurozone und belasten die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen auf den Weltmärkten. Dies trifft besonders die stark auf den Export ausgerichtete, deutsche Industrie. Aktien von Daimler, BMW, VW, Continental, Siemens, Infineon und Merck leiden daher überdurchschnittlich. Zudem führt die Aufwertung zu fallenden Importpreisen, was sich in einer niedrigeren Inflation niederschlagen könnte.

Die EZB dürfte daher am Donnerstag bemüht sein, verbal den Euro nach unten zu reden. Ob dies allerdings gelingt, ist vollkommen offen. Denn die Euro-Stärke trifft auf eine Dollar-Schwäche. Vor allem die Politik sorgt für miese Stimmung. Die Gesundheitsreform wird wohl doch nicht vor der Sommerpause den Senat passieren, die große Wende im US-Reform-Stau lässt auf sich warten. Billionenschwere Konjunkturpakete und Steuererleichterungen aus Washington wird es so schnell nicht geben, damit fällt ein wichtiger Wachstumstreiber weg.

Netflix treibt Nasdaq 100
Auch die Berichtssaison kann derzeit nicht durchweg überzeugen. Die schwachen Zahlen von Goldman Sachs bremsen Finanzwerte aus. Bei den Tech-Titeln verfehlte IBM die Umsatzschätzungen, lag beim Gewinn aber über den Prognosen. Zuvor war der Nasdaq 100 auf Rekord gestiegen, die starke Bilanz von Netflix begeisterte Anleger. Auch heute berichten viele Firmen über die Geschäfte im abgelaufenen Quartal, darunter Morgan Stanley, T-Mobile US, American Express und Qualcomm.

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BNP Paribas ist mit mehr als 190.000 Mitarbeitern in 74 Ländern vertreten, davon fast die Hälfte in den vier Heimatmärkten Belgien, Frankreich, Italien und Luxemburg beschäftigt.

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