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Korrektürchen im Dow Jones: Bullshit-Bingo und Nachkauf-Helden

Rund 3,5% haben die Welt-Aktienmärkte in der vergangenen Woche verloren. An der Wall Street ist der legendäre Dow Jones Industrial Average allein am Freitag um 2,5% eingeknickt. Oder sagen wir lieber um 666 Punkte – das klingt dramatischer. Fast schon irgendwie diabolisch. „Cool bleiben und Dividenden kassieren“ heißt allerdings auch: Jetzt nicht krampfhaft den Nachkauf-Helden spielen. Ein paar Prozent Minus im Index oder 10-15% Rückgang bei einzelnen Aktien machen noch lange keine Schnäppchenpreise.

Rund 3,5% haben die Welt-Aktienmärkte in der vergangenen Woche verloren. An der Wall Street ist der legendäre Dow Jones Industrial Average allein am Freitag um 2,5% eingeknickt. Oder sagen wir lieber um 666 Punkte – das klingt dramatischer. Fast schon irgendwie diabolisch.

Bullshit-Bingo als Erklärungen

Schuld am Kursrutsch ist die sogar im englischen Bloomberg-Bericht so genannte „Angst“ vor steigenden Zinsen. Und die Berichtssaison, die abgesehen von Amazon bislang eher enttäuscht hat. Nicht zu vergessen der schwache Dollar und das teure Öl. Überdies natürlich Donald Trump, der in den nächsten Wochen nicht nur über seine Kontakte zu Putin plaudern soll, sondern parallel mit dem Kongress über die nächste Anhebung der Schuldenobergrenze verhandeln muss – und obendrein wohl derben Knatsch mit seiner angetrauten Melania hat…

It’s the Korrektürchen, stupid!

So, genug Börsen-Bullshit-Bingo. Zinsen, Zahlen, Zoten – alles irgendwie richtig. Aber den naheliegendsten Grund dafür, dass es mal ein bisschen rappelt, gibt’s unten weiß auf schwarz: Nach einer historisch einmaligen Serie von 15 Gewinnmonaten mit in Summe 44% Plus im Dow Jones ist die Wall Street einfach reif für eine Verschnaufpause. Und vielleicht ist das putzige Korrektürchen der letzten Tage ja der Anfang einer Bewegung, die den Index sogar auf 22.700 Punkte herunterkühlen könnte, ohne dass der übergeordnete Aufwärtstrend angeknackst wäre.

Dow-Jones-Nachkauf-Helden-AngstErfreulich deshalb, dass viele Privatanleger sich (noch) nicht vom medialen Hyperventilieren anstecken lassen. Das bleibt hoffentlich auch so. „Cool bleiben und Dividenden kassieren“ heißt allerdings auch: Jetzt nicht krampfhaft den Nachkauf-Helden spielen. Ein paar Prozent Minus im Index oder 10-15% Rückgang bei einzelnen Aktien machen noch lange keine Schnäppchenpreise, die es wert wären, jetzt die Cash-Reserven aufzulösen. Also einfach mal nix tun, weder kaufen noch verkaufen – außer natürlich Sparpläne mit eiserner Disziplin weiterlaufen lassen.

Christian W. Röhl ist Unternehmer und Kapitalmarkt-Stratege – vor allem aber Investor, der sein eigenes Vermögen verwaltet. Einblicke in seinen Investment-Alltag gibt der Autor des manager magazin-Bestsellers „Cool bleiben und Dividenden kassieren“ in Vorträgen und Seminaren sowie auf seinem Blog DividendenAdel und bei Twitter (@CWRoehl).

Sämtliche Inhalte nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Gewähr für Aktualität, Richtigkeit, Vollständigkeit und Genauigkeit. Der Beitrag dient nur der Information und stellt keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf der erwähnten Wertpapiere dar. Der Autor haftet nicht für materielle und/oder immaterielle Schäden, die durch die Nutzung oder Nichtnutzung der Inhalte oder durch die Nutzung fehlerhafter und unvollständiger Inhalte verursacht wurden.

Christian W. Röhl ist Unternehmer, Kapitalmarkt-Stratege – und Investor, der sein eigenes Vermögen verwaltet. Einblicke in seinen Investment-Alltag gibt der Autor des manager magazin-Bestsellers "Cool bleiben und Dividenden kassieren" auf seinem Blog DividendenAdel sowie in Vorträgen und Workshops.

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Christian W. Röhl
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